Sullivan's Crossing - Reviews
Staffel 1

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In unseren Kritiken schildern unsere Autoren und Autorinnen ihren ersten Eindruck von einer Episode in Form einer kurzen Review. Nutzt die Gelegenheit, eure Meinung zu diesen Folgen kundzutun und mit uns über die Serie "Sullivan's Crossing" zu diskutieren.

#1.01 Heimkehr

Foto: Chad Michael Murray, Morgan Kohan & Scott Patterson, Sullivan's Crossing - Copyright: Sullivan’s Crossing Productions S1 Inc. & Sullivan’s Crossing S1 Ontario Inc.
Chad Michael Murray, Morgan Kohan & Scott Patterson, Sullivan's Crossing
© Sullivan’s Crossing Productions S1 Inc. & Sullivan’s Crossing S1 Ontario Inc.

Als ich zum ersten Mal von "Sullivan's Crossing" gehört habe, war ich irgendwie schon Feuer und Flamme. Der Inhalt klang vielversprechend, aber auch irgendwie nach der Netflix-Serie "Virgin River". Das ist aber auch kein Wunder. Die Buchvorlage stammt ebenfalls von Robyn Carr und mit sowohl Scott Patterson als auch Chad Michael Murray im Cast hatte ich bereits einen Erfolg vor Augen, obwohl ich notgedrungen nur den Trailer gesehen hatte. Aber wie gesagt, es war auch die Geschichte, die mich fasziniert hat. Im Zentrum steht Maggie Sullivan (Morgan Kohan) eine angesehene Neurochirurgin, die in Boston lebt und alles zu haben scheint. Sie ist erfolgreich und wird von allen gemocht. Allerdings wird sie mit ihrem Geschäftspartner Andrew (Allan Hawco), der auch noch gleichzeitig ihr Lebenspartner ist, während einer Preisverleihung (bei der ihr ein Preis verliehen wird) festgenommen. Das nenne ich doch mal einen aufsehenden Einstieg in eine Serie, die es somit für mich völlig logisch erklärt, dass Maggie erst einmal raus muss aus Boston. Weg von der Presse, weg vom Trubel. Man hört es ja auch sonst immer wieder, dass die meisten für eine Auszeit an abgelegene und vor allem ruhige Orte fahren. Sullivan's Crossing ist so ein Ort bzw. sogar Maggies Heimatstadt, in der ihr Vater Sully (Patterson) lebt. Zu diesem hat sie zwar keinen guten Kontakt, aber man merkt schnell (und dank der Flashbacks), dass es einmal anders war. Das ist für mich zum Beispiel die nächste Ebene, die mich interessiert. Was ist zwischen Vater und Tochter oder vielleicht auch zwischen Sully und seiner Exfrau Phoebe (Lynda Boyd) vorgefallen, dass sich das Verhältnis so verschlechtert hat? Phoebe scheint eine Frau zu sein, die das Ansehen liebt und damit einen völligen Kontrast zu Sully bietet, der mit seiner Art doch etwas an Luke Danes von den "Gilmore Girls" erinnert. Harte Schale, aber mit Sicherheit mit einem weichen Kern. Maggie wirkt aber dennoch irgendwie ein bisschen wie ein Fremdkörper in Sullivan's Crossing oder vielmehr wie jemand, der sich erst wieder eingewöhnen muss und sicher dann auch einen leichten Stand haben wird. Aber erst einmal muss sie ja verdauen, dass sie wegen eines (angeblichen) Kunstfehlers angeklagt wird. Mal sehen, wie es weitergeht. Ich werde auf jeden Fall dran bleiben.

#1.02 Beziehungskiller

Foto: Morgan Kohan & Chad Michael Murray, Sullivan's Crossing - Copyright: Sullivan’s Crossing Productions S1 Inc. & Sullivan’s Crossing S1 Ontario Inc.; Mike Tompkins
Morgan Kohan & Chad Michael Murray, Sullivan's Crossing
© Sullivan’s Crossing Productions S1 Inc. & Sullivan’s Crossing S1 Ontario Inc.; Mike Tompkins

Diese zweite Episode zeigt, dass sich Maggie zwar noch nicht wieder eingelebt hat, aber man lernt ein Stückchen mehr von ihrem Vater Sully kennen. Der ist gar nicht so ein Brummbär, wie er in der ersten Episode wirkte. Harte Schale, weicher Kern und ehrlich gesagt freue ich mich schon wahnsinnig darauf, wenn man diese knacken wird. Obwohl ich von "Sullivan's Crossing" noch nicht viel gesehen habe, muss ich zugeben, dass ich mich irgendwie schon in die Serie verliebt habe. Der Campingplatz hat irgendetwas Heimisches, etwas Vertrautes, wo man sich als Neuankömmling wohlfühlen kann. Wie Cal eben. Diesmal fand ich, hat man ihn besser ins Geschehen eingebunden. Es ist zwar nicht von der Hand zu weisen, dass er und Maggie zusammenkommen werden. Mir gefällt aber, wie sich ganz langsam etwas zwischen ihnen aufbaut und sie beide auf ihre Art den jeweils anderen von sich überzeugen können. Zumindest in soweit überzeugen können, dass sie gegenseitig eine Sympathie entwickeln, was man sehr gut bei der Behandlung von Roy (Richard Donat) erkennen konnte. Es wirkte schon jetzt, als seien sie ein wunderbar eingespieltes Team. Ich denke, Maggie wird sesshaft werden, zumal dieser Campingplatz eine Ärztin an Ort und Stelle gut gebrauchen könnte. Unterstützung bekäme Maggie sicher von Sanitäterin Connie (Lauren Hammersley), die ja schon vollauf begeistert war von ihr. Außerdem wäre es toll, würde Maggie bleiben, um wieder eine gute und stabile Beziehungen zu ihrem Vater zu bekommen. Mich interessiert nämlich brennend, was in der Zwischenzeit mit Sully passiert ist, da man ja auch von Edna (Andrea Menard) gehört hat, dass es ihm nach Maggies 'Weggang' ziemlich schlecht ging und seine Reaktion, warum er seine Tochter nicht zurückgeholt hat, hat für mich Bände gesprochen, dass Phoebe ihre Finger gehörig mit im Spiel hatte. Wie überraschend es doch nicht war, als Andrew aufgetaucht ist. Das war wahrscheinlich nötig, damit Maggie letztlich doch nicht nach Boston und Andrew zurückkehren sollte. Für mich würde das auch ihren anfänglichen Albtraum erklären. Es bleibt in jedem Fall spannend und dennoch nicht anstrengend am Ball zu bleiben bei "Sullivan's Crossing".

#1.03 Umwege

Foto: Chad Michael Murray & Scott Patterson, Sullivan's Crossing - Copyright: Sullivan’s Crossing Productions S1 Inc. & Sullivan’s Crossing S1 Ontario Inc.; Mike Tompkins
Chad Michael Murray & Scott Patterson, Sullivan's Crossing
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Es war einiges los in dieser Episode, die gezeigt hat, dass auch Maggie Kanten hat bzw. eine gewisse Eifersucht hat. Andrew blieb also über Nacht, alles andere hätte mich aber auch gewundert. Für mich hat der Abschied zwischen ihm und Maggie aber gezeigt, dass sie sich eigentlich schon ziemlich voneinander entfernen, auch wenn sie sich das selbst noch gar nicht so bewusst sind. Aber alleine das Aufeinandertreffen von Andrew und Sully (irgendwie lustig, dass er ihm immer einen anderen Namen gegeben hat), hat für mich deutlich unterstrichen, wie er wirkt, sollte er noch einmal nach Sullivan's Crossing kommen – wie ein Fremdkörper. Genauso wirkt Andrew und Sully selbst hat keinen Hehl daraus gemacht, dass er das genauso sieht und seine Gewohnheiten eh völlig daneben findet. Ich bin mal gespannt, wann Maggie selbst bemerkt, dass es mit Andrew nicht mehr passt. Momentan muss sie sich erst einmal mit der Klage abfinden, während er wieder arbeiten darf. Aber auch der gemeinsame Tanz zwischen Edna und Frank (Tom Jackson) hat sie offensichtlich daran erinnert, dass sie sich so etwas auch mit Andrew wünscht. Ich denke aber, sie sind viel zu verschieden und je mehr Zeit Maggie mit Cal verbringen wird, wird ihr das auch bewusster werden. Mir gefallen die Szenen zwischen den beiden immer mehr, weil man Cal auch immer mehr einbezieht und er eine platonische Beziehung zu Maggie aufbaut, die in den nächsten Episoden noch vertieft werden wird. Maggie wird auch ihre Beziehung zu ihrem Vater Sully vertiefen wollen, was ich absolut verstehen kann. Ich glaube nämlich nicht, dass Lolas 'Hilfsbedürftigkeit' so krass ist, wie Edna sie gegenüber Maggie geschildert hat. Lolas Blicke sprachen für mich Bände. Sorgen mache ich mir allerdings um Frank. Ich glaube zwar nicht, dass er stirbt, aber es gibt sicher ein Wettlauf mit der Zeit und einen Kampf, Chelsea (Perdida Brown) zurückzuholen. Ich denke mal, sie wird erkannt haben, welchen Fehler sie mit ihrem Weglaufen gemacht hat, aber dass ihr Freund sie nicht gehen lassen wird.

#1.04 Zwickmühle

Foto: Chad Michael Murray & Morgan Kohan, Sullivan's Crossing - Copyright: Sullivan’s Crossing Productions S1 Inc. & Sullivan’s Crossing S1 Ontario Inc.; Mike Tompkins
Chad Michael Murray & Morgan Kohan, Sullivan's Crossing
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Was für eine Auflösung! Ich bin erst einmal froh, dass Frank alles überstanden hat. Auch wenn ich nie daran geglaubt habe, dass man ihn sterben lassen würde. Dafür halte ich die Figur für zu wichtig. Zudem sind wir erst am Anfang der Staffel bzw. der Serie und es wäre einfach zu schade. Außerdem mag ich die Ehe zwischen ihm und Edna unglaublich gerne. Es gab aber noch mehr Ereignisse in dieser Episode, die interessant werden können. Zum einen ist da Lola. Ehrlich gesagt kann ich sie noch immer nicht wirklich einschätzen. Ich glaube ihr zwar, dass sie wegen Roy überfordert ist und Hilfe braucht. Ich glaube aber auch, dass es ihr durchaus gelegen kommt, dass Sully und Maggie noch immer nicht das beste Verhältnis haben und sie irgendwie schön in diese Wunde reingebohrt hat. Ich denke aber auch, das Verhältnis zwischen Vater und Tochter wird sich nicht so schnell bessern, zumindest nicht, wenn Maggie erfährt, welch großen finanziellen Schwierigkeiten Sully hat, über die er nicht spricht oder zumindest noch nicht spricht. Dass er aber schon Symptome zeigt, wie schwer es ihn belastet, ist unschwer zu erkennen. Aber auch den guten Cal scheint etwas zu belasten. Ich bin mir nur nicht sicher, ob es sich um eine Trennung oder um den Tod eines geliebten Menschen handelt. Ich würde aber eher auf das Letztere tippen, da seine Reaktion beim Zusammensein mit Maggie und dem gespielten Lied sehr emotional war und er auch nicht drüber sprechen wollte. Für mich wurde aber deutlich, dass sich zwischen Cal und Maggie etwas entwickelt, was Andrew sicherlich nicht gefallen wird. Ich fand nur, dass Chelseas Rettung etwas zu schnell ging. Versteht mich nicht falsch, ich bin froh, dass sie gerettet wurde und die Täter, die sie entführt haben, dingfest gemacht werden konnten. Die Abhandlung war mir nur ein bisschen zu schnell.

#1.05 Druckabfall

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Morgan Kohan, Sullivan's Crossing
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Was für eine beeindruckende Episode! Die Dinge haben sich nicht in dem Sinne überschlagen, wie man es vielleicht annehmen würde, wenn man diesen Satz liest. Aber sie haben sich in emotionaler Hinsicht wie bei einem Wettkampf angefühlt, bei dem man vor (An-)Spannung den Atem anhält und dennoch hofft, dass alles noch gut ausgehen wird. Doch für manche scheint das erst einmal nicht der Fall zu sein. Es ging hauptsächlich um Beziehungen und was sie mit einem machen, wenn sie (drohen zu) zerbrechen. Richtig, es fällt jede Menge Druck ab, was man bei Frank und Edna gut sehen konnte. Wie ich schon schrieb, bin ich unglaublich froh, dass Frank überlebt hat. Auch weil ich die Ehe der beiden unglaublich mag. Besonders bei Edna konnte man sehen, welchen Druck sie auszuhalten hatte, als sie um das Leben ihres Mannes bangte und welche Gedanken, aber auch welche Dankbarkeit sie jetzt durchströmt. Und bei Frank ist es ähnlich und doch ganz anders gelagert. Er ist definitiv besser darin, seine Gefühle zu beschreiben, als es bei Sully der Fall ist. Allerdings ist Frank jemand, der sich gerne anderen anvertraut und Maggie ist genau die richtige Person dafür gewesen. Nicht weil sie den medizinischen Aspekt dahinter erklärt hat. Sie hat eben auch zu diesem Zeitpunkt auch das nötige, aber distanzierte Einfühlungsvermögen gehabt. Das hatte sie auch bei Cal und ich fand das Gespräch zwischen den beiden sehr schön. Wie ich vermutet habe, hat er einen tödlichen Verlust zu verschmerzen und zwar von seiner Frau Lynne. So wie er sie beschrieben hat, könnte ich mir gut vorstellen, dass sie vom Typ her Maggie sehr ähnlich gewesen ist. Wie Maggie schon sagte: ALS ist eine furchtbare Krankheit. Dennoch glaube ich, dass diese Offenbarung Maggie und Cal ein bisschen näher zusammengebracht hat. Wobei Roy hier auch eine erhebliche Rolle gespielt hat. Mir hat das Zusammenspiel zwischen Alt und Jung gut gefallen und es ist einer der Gründe, weswegen "Sullivan's Crossing" so erfolgreich und beliebt ist. Durch die Staffelverlängerung ist es auch gut zu wissen, dass Sullys über Generation geführter Campingplatz überleben wird. Aber seine Sorge und vor allem auch sein Frust darüber, was auch die 'netten' Zeitungen über die Sicherheit schreiben, war in dieser Episode ganz offensichtlich nicht der schlimmste Punkt für ihn. Mit Walters Auftauchen hat sich mir der Magen auch gleich mal herumgedreht. Man hat diesen Herren zwar noch nicht allzu oft zu Gesicht bekommen. Nach diesem Auftritt ist das allerdings auch nicht nötig. Ich finde es schade, dass Maggie sich nicht einmal die Zeit genommen hat, Sullys Version anzuhören. In meinen Augen hat Walter ihn bis aufs Blut provoziert und in gewisser Weise fand ich diesen Schlag ins Gesicht gerechtfertigt. Zumal Maggie eben auch ihre Mutter kennt. Ich glaube, Walter wurde ganz gezielt auf Sully angesetzt, damit Phoebe ihren Willen bekommt und Maggie zurückkehrt. Herzlichen Glückwunsch dann mal. Es ist gelungen. Ich hoffe mal, dass möglicherweise Cal für Sully da sein wird und Maggie durch ihn erkennt, was wirklich abgelaufen ist und zurückkehrt, um für ihren Vater da zu sein. Diese Episode hat uns unglaublich vorangebracht. Ich bin so gespannt, wie es weitergehen wird.

#1.06 Sidepunkt

Foto: Sullivan's Crossing - Copyright: Sullivan’s Crossing Productions S1 Inc. & Sullivan’s Crossing S1 Ontario Inc.; Mike Tompkins
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Nach den Ereignissen und den Erkenntnissen aus der letzten Episode war es die logische Schlussfolgerung, dass Sully sich abschießt und es irgendwie alles schleifen lässt. Sehr erschrocken war ich über Ednas Reaktion und dass sie ihn bezogen auf Walter schon verurteilt hat, obwohl sie ihm nicht einmal eine Chance gegeben hat, zu schildern, was eigentlich genau los war. Hier hat mir Frank besser gefallen. Man hat bemerkt, dass er und Sully quasi aus einem Holz geschnitzt sind. Wie gesagt finde ich Ednas Reaktion erschreckend und vor allem hat sie Sully dann auch noch dazu gebracht, dass er sich schuldig fühlt. Ich meine, das tat er ja ohnehin, aber eben aus dem Grund heraus, weil Maggie weg ist. Edna bezog dies aber eher auf die schlechten Bewertungen und dass Sully noch einen obendrauf gesetzt hat, indem er Walter eine verpasst hat. Sully hat es in dieser Episode ohnehin mächtig abbekommen. Ich konnte nachvollziehen, weswegen er die Klägerin versteht. Wahrscheinlich dachte er dabei an Maggie und was er alles falsch gemacht hat. Das einzige Problem war, dass er es bei dem Telefonat mit Maggie nur falsch formuliert hat. Es war aber ohnehin ungewohnt, Maggie plötzlich wieder in Boston zu sehen. Auch wenn es ihr Zuhause ist, wirkt sie mittlerweile wie eine Art Fremdkörper. Vielleicht hat sie deswegen auch Panikanfälle, gepaart mit der bevorstehenden Anhörung, und weder Phoebe noch Walter und Andrew sind da wirkliche Hilfen. Bei Walter hatte ich ohnehin das Gefühl, dass es ihm nur darum ging, dass er seinen guten Ruf bewahren kann. Von Empathie war nicht allzu viel zu spüren und Andrew? Der hat einfach nur Angst, dass Cal ihm in die Quere kommt. Ich denke, da kommt ihm Lola zuvor. Die scheint nämlich auch ein großes Interesse an Cal zu haben. Mir gefällt im Übrigen die Verbindung zwischen Cal und Roy sehr gut. Ich glaube, er ist ein guter Ratgeber für ihn.

#1.07 Zweite Chancen

Foto: Morgan Kohan, Sullivan's Crossing - Copyright: Sullivan’s Crossing Productions S1 Inc. & Sullivan’s Crossing S1 Ontario Inc.; Mike Tompkins
Morgan Kohan, Sullivan's Crossing
© Sullivan’s Crossing Productions S1 Inc. & Sullivan’s Crossing S1 Ontario Inc.; Mike Tompkins

Ich hätte nicht gedacht, dass wir Maggie so schnell wieder in Sullivan's Crossing wiedersehen werden. Fälschlicherweise nahm ich an, dass mit Sully etwas wäre und man hat es wirklich spannend gemacht. Dass es Roy getroffen hat, ist auch hart. Obwohl er 'nur' eine Nebenfigur war, wurde er doch als deutliche Instanz gezeichnet, deren Verlust doch ein gewaltiges Loch in die Gemeinde reißt. Wenn man sich die letzte Episode noch einmal ins Gedächtnis ruft, waren eigentlich schon Hinweise zu erkennen. Sein letztes Spiel und Gespräch mit Cal war fast so, wie den Staffelstab zu übergeben. Ich könnte mir vorstellen, dass sich Roys Liebesgeschichte mit Ruthie ähnlich wie die von Cal und Maggie entwickelt, auch wenn wir da noch völlig am Anfang stehen und es noch von jeder Menge Schmerz bestimmt wird. Dennoch habe ich gewisse Parallelen in Roys Geschichte erkannt und dass er mit der Erzählung von Lolas Vergangenheit doch irgendwie indirekt dafür gesorgt hat, dass Lola offenbar wirklich eine größere und engere Verbindung haben wird. Maggie wird in nächster Zeit ohnehin mehrere Baustellen haben. Mich hat sehr verwundert, dass Andrew tatsächlich zugegeben hat, die Nachrichten von Cal gelöscht zu haben. Wobei man natürlich sagen muss, dass er es in einer Art und Weise von sich gegeben hat, die offenlegte, wie sehr er davon überzeugt war, Maggie würde ihn um die Hals fallen. Das ist wohl endlich gegessen. Maggie muss das erst einmal verarbeiten und dann ist noch die Sache mit Sully. Zum einen ist da das Missverständnis, aber auch das verschwundene Wandbild, was ihr zusätzlich einen Stich versetzt hat. Ich bin mal gespannt, wer der Vermittler zwischen den beiden sein wird, alleine werden sie es sicher nicht aus der Welt schaffen können. Vielleicht handelt sich dabei um Edna. Ihre Szenen mit Frank haben deutlich gezeigt, dass ihr Verlust auch Angst macht, sodass sie vielleicht Maggie und Sully versöhnen wird. Die Nebenhandlungen mit Sydney oder auch Connie werden sicher auch noch ihren Höhepunkt finden.

#1.08 Nachbeben

Foto: Morgan Kohan & Chad Michael Murray, Sullivan's Crossing - Copyright: Sullivan’s Crossing Productions S1 Inc. & Sullivan’s Crossing S1 Ontario Inc.; Mike Tompkins
Morgan Kohan & Chad Michael Murray, Sullivan's Crossing
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Ich hätte nicht gedacht, dass Maggie doch bei Sully übernachtet bzw. vorübergehend einzieht, nachdem sie so enttäuscht wegen des Wandbildes war. Interessant war auch, dass Lola in dieser Episode nicht zu sehen war. Hatte es doch den Anschein, als würde sie sich an Cal heranmachen wollen. Doch jetzt kamen sich er und Maggie näher. Zugegeben, wenn man mal bedenkt, was in der letzten Zeit so los war, dann kann man durchaus verstehen, wie es dazu kommen konnte. Ich finde es toll, dass Cal immer für sie da ist und denke, dass ihr das Schreien im Wald geholfen hat, endlich mal das aufzubrechen, was sie solange verborgen hat und Cal ist quasi genau der richtige, zumal er es offenbar nach Lynnes (Laura Vandervoort) Tod diese Methode selbst angewandt hat. Für Sully wäre es sicherlich auch nicht schlecht, aber er ist ein Sturkopf. Uneinsichtig finde ich auch Edna. Sie kennt Sully schon so lange, erkennt aber nicht, dass es ihm eigentlich schlecht geht und mit ihr und Frank momentan den einzigen Halt hat. Stattdessen besteht sie auf den Urlaub und will irgendwie auch nicht sehen, dass Frank für Sully da sein will. Phoebe hätte ich in dieser Episode nicht gebraucht. Sie hat mal wieder deutlich gemacht, dass sie Maggie so haben will, wie sie selbst schon ist.

#1.09 Der Sturz

Foto: Scott Patterson, Sullivan's Crossing - Copyright: Sullivan’s Crossing Productions S1 Inc. & Sullivan’s Crossing S1 Ontario Inc.; Mike Tompkins
Scott Patterson, Sullivan's Crossing
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Mit diesen Entwicklungen hätte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet. Fangen wir mal von hinten an. Der Sturz von Jackson (T. Thomason) war nicht ohne und ich kann mir gut vorstellen, welche Gedanken Kaleb (Calem MacDonald) dabei durch den Kopf gehen. Es ist aber definitiv nicht seine Schuld. Es war schlichtweg ein wirklich schrecklicher Unfall, bei dem man aber wieder unterstrichen hat, wie gut Maggie in ihrem Beruf ist und welch gutes Team sie mit Cal bildet. Ich denke auch, das hätte sie nicht ohne seine ruhige Art geschafft und Tom hat erkannt, dass Maggie vor einiger Zeit auch bei Frank das Richtige getan hat. Dieser ganze Unfall von Jackson hat Maggie aber noch empathischer gemacht, als dass sie es ohnehin schon ist. Mich hat es fast ebenso emotional gemacht, als sie erkannt hat, wieso die Mutter die Klage erhoben hat und quasi hat das Sully und seine Tochter wieder zusammengeführt, jedoch hat auch Sully etwas erkannt. Man hat Maggie damals in Boston wirklich einiges ermöglicht, jedoch denke ich nicht, dass sie tatsächlich noch dahin gehört und ich habe etwas Sorge, dass er damit sein neu gewonnenes gutes Verhältnis zu Maggie wieder kaputt machen könnte. Vielmehr hätte und würde ich mir eine Aussprache zwischen Sully und Phoebe wünschen. Allerdings veranstalten Rob und Sydney ja auch einen gewaltigen Eiertanz. Ich bin mal gespannt, was alles im Staffelfinale aufgelöst wird und welche Handlungen für die neue Staffel vorbereitet werden.

#1.10 Sünde des Vaters

Foto: Scott Patterson, Morgan Kohan & Chad Michael Murray, Sullivan's Crossing - Copyright: Sullivan’s Crossing Productions S1 Inc. & Sullivan’s Crossing S1 Ontario Inc.; Mike Tompkins
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Das war also das Finale und es hatte doch einige WOW-Momente, die ich nicht erwartet habe, die aber schon irgendwie auf der Hand lagen. Kommen wir aber erst einmal zu Sydney und Rob... er hat ja die alleinige Entscheidung getroffen, eine Aushilfe einzustellen. Schon ein bisschen doof, vor allem wie er es begründet hat. Es ist zwar schön, dass er möchte, dass sie ihr eigenes Leben haben soll. Ich schätze Sydney allerdings schon so ein, dass sie das ansprechen würde, wäre es so. Sie liebt Finn und nach Robs Gespräch mit Cal, dass es vielleicht noch einmal eine weitere große Liebe gibt, ist für mich persönlich klar, dass dies Sydney sein könnte. Ich gehe auch mal davon aus, dass sie durch die Familienkonstellation mit Rob und Finn ihre Schwester Sarah weniger vermisst, nur leider ist das Rob nicht ganz klar. Der nächste große Punkt ist die Anhörung von Maggie vor Gericht. Wenn man besonders die letzten Episoden dieser Staffel intensiver verfolgt hat, dann hat Maggie durch Sullivan's Crossing nicht nur Abstand zu allem gewonnen, was sie in Boston so belastet hat. Sie hat durch diese Gemeinschaft wieder gelernt, wie wichtig es ist, den Menschen zu sehen. Ich denke, Mrs. Mankiff (Shelley Thompson) wollte auch, dass sich Maggie dem bewusst wird und sie wollte eine aufrichtige Entschuldung. Somit ist sie vielleicht gar nicht so streitsüchtig, sondern eher darauf bedacht, dass Ärzte und Apotheker sich das wieder ins Bewusstsein rufen. Wenn man Walter so hört, dann hat er das schon vor Jahrzehnten aus den Augen verloren und offensichtlich hat er noch größeren Dreck an sich, der uns in die zweite Staffel begleitet. Ich hoffe, dass Phoebe auch endlich mal aufwachen wird, an sich mag ich sie ja schon, aber wenn es um Walter geht, dann ist sie ein wahrer Albtraum. Sehr emotional fand ich auch Cals Geschichte. Wodurch er Lynne verloren hat, haben wir kürzlich erfahren, aber offenbar hat sie selbst entschieden, dass sie geht, wenn sie noch dazu fähig ist, es zu entschieden. Dass er ihre Asche genau da verstreut hat, wo er Maggie kennengelernt hat, finde ich ebenso bezeichnend. Allerdings wird es noch eine ganze Weile dauern, offenbar ist Maggie ja vom guten Andrew schwanger und angesichts der Tatsache, was sie als Kind durchgemacht hat und ihre Ansage an Sully, hat ja deutlich gemacht, dass sie offensichtlich nur aufgrund ihrer Schwangerschaft zurück nach Boston und Andrew geht. Das hört sich zwar alles wie ein berühmtes Dreieck einer Telenovela an, jedoch bekommt man es auch bei "Sullian's Crossing" hin, dass es nicht nervig wird. Dennoch fand ich Maggies Ansage an Sully schon sehr anstrengend. Man konnte ihm anmerken, dass er es versucht hat, sie zurückzuholen und hätte Maggie nur halb soviel Einfühlungsvermögen bei ihm wie bei Mrs. Mankiff gehabt, hätte sie es auch erkannt. Die Enthüllung dass Sully es war, der Lola als Kind angefahren hat, fügt einige Puzzleteile zusammen. Auch wenn er einen Fehler gemacht und offenbar geschwiegen hat, zeigt sein Verhalten gegenüber Lola doch, was für ein guter Kerl er ist, der aber wohl einiges an Buße zu tun hat. Vorausgesetzt, wir erleben ihn in der nächsten Staffel. Mir hat diese auf jeden Fall gut gefallen.

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Welche Staffel-1-Episode von "Sullivan Crossing" hat euch am besten gefallen?

#1.01 Heimkehr
#1.02 Beziehungskiller
#1.03 Umwege
#1.04 Zwickmühle
#1.05 Druckabfall
#1.06 Sidepunkt
#1.07 Zweite Chancen
#1.08 Nachbeben
#1.09 Der Sturz
#1.10 Sünde des Vaters

Diskutiert mit uns in den Kommentaren über die "Sullivan's Crossing"-Episoden der ersten Staffel.

Daniela S. - myFanbase

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