Pivoting - Review des Piloten

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Mit "Pivoting" hat der US-Sender Fox eine Comedyserie entwickelt, die eine Freundschaft zwischen drei Frauen ins Zentrum stellt, die nach dem Tod ihrer besten Freundin ihr Leben noch einmal überdenken und feststellen, dass sie im Hier und Jetzt leben und etwas in ihrem Leben ändern wollen, weil es doch kurz sein kann. Neben Comedyserien haben mich auch immer schnell Serien am Haken, die das Thema Freundschaft behandeln, weshalb ich mich sehr darüber gefreut habe, als Fox eine Serienbestellung aufgegeben hat. Dazu kann sich der Cast mit Ginnifer Goodwin, Maggie Q und Eliza Coupe sehen lassen. Allerdings haben Piloten auch die seltsame Angewohnheit, zu viel in einer ersten Episode zeigen zu wollen und das trifft teilweise auch auf "Pivoting" zu, aber das kann eben auch wunderbar vom Cast aufgefangen werden. Wie sich der Pilot dabei geschlagen hat, erfahrt ihr jetzt.

"You know, of the four of us, I really did think you'd be the first to go, Amy."

Die Serie beginnt mit einer Szene einer Beerdigung, da eben mit Coleen die beste Freundin von Jodie (Goodwin), Sarah (Q) und Amy (Coupe) gestorben ist und die drei verbliebenen Freundinnen daran teilnehmen. Bereits dabei merkt man, dass die vier sich schon von Kindertagen an her kennen, weshalb wir auch bereits die ein oder andere Anekdote zu hören bekommen und miterleben, dass die Freundinnen sich gerne gegenseitig pisacken. Amy ist die erste, die sich anhören darf, dass man dachte, sie würde aufgrund von Alkohol, Pillen und anderen Dingen die erste sein, die abtritt, was diese mit einem ebenso ironischen Kommentar hinnimmt. Bei dieser Beerdigungsszene wird aber auch deutlich, dass Jodie die wohl emotionalste ist.

Sarah hingegen ist als Ärztin von ihrem Job genervt und kann nicht mal das Zusammensein mit ihren anderen beiden Freundinnen genießen, da sie schon wieder weggerufen wird. So bleiben noch Jodie und Amy und deren Mann Henry (Tommy Dewey) übrig. Dabei wird auch deutlich, dass Amy zwar Kinder hat, die sie auch liebt, aber anscheinend (noch) nicht diese Art von Mutter ist, die viel Zeit mit ihren Kindern verbringen möchte. Jodie hingegen ist geschieden, hat aber ein Auge auf ihren Trainer geworfen.

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"Maybe someday is tomorrow..."

Nach dem Tod von Coleen und deren Worte, dass man das beste Leben jetzt hat, trifft Amy die Entscheidung, eine bessere Mutter zu werden und ich möchte gerne mit Amy beginnen, weil sie mich am meisten angesprochen hat und weil ich mir durch ihre Art vorstellen könnte, dass mich etwas Lustiges erwartet.

Dass Amy ihre Kinder liebt, steht außer Frage, aber es ist auch schnell offensichtlich geworden, dass sie eben nicht dieses 'Gen' hat, auch wirklich viel Zeit mit ihnen verbringen zu wollen bzw. hat Befürchtung, nicht alles richtig zu machen. Jedoch hat sie durch Coleens Tod vor Augen geführt bekommen, die Zeit zu nutzen und doch Zeit mit Luke und Julia zu verbringen und das ist manchmal doch sehr lustig mitanzusehen, denn Amy ist total überfordert und gar nicht auf alles vorbereitet, weshalb ein Hilferuf von Jodie dann genau richtig kommt. Bei diesem Szenario hatte ich dann den Eindruck, dass Amy sich sicher fühlt und unbeobachtet, da es noch eine Szene zwischen ihr und Henry gibt, bei der klar wird, dass er seine Frau ziemlich gut kennt und sie sich darüber gar nicht im Klaren war.

Doch auch wenn Amy eher der Typ ist, der gerne alles mit einem ironischen Spruch kommentiert, merkt man ihr an, dass sie für ihre Kinder eben doch eine tolle Mutter sein möchte und sich ihrem Baby Julia anvertraut, dass sie sie doch liebt, auch wenn vieles schief gegangen ist. Das endet damit, dass Julia zum ersten Mal Mama sagt und Amy damit bewiesen wird, dass sie doch als ihre Mutter angesehen wird, auch wenn sie nicht so viel Zeit miteinander verbringen. Sehr berührend war letztlich auch die finale Szene, als Amy mit Coleen 'telefoniert' hat und man bemerkt hat, dass Amy sie schmerzlich vermisst.

"...And all I want is to fit in my skinny jeans"

Jodie ist meiner Meinung nach diejenige, bei der man am deutlichsten merkt, dass sie emotional ist. Sie lebt alleine mit ihren Kindern, hat mit ihrem Gewicht zu kämpfen und steht auf ihren Fitnesstrainer, dem sie unbedingt imponieren will, weswegen sie sich in eine hautenge Jeans presst, die aber dennoch nicht passt und aus der sie nicht mehr herauskommt. Diese Szene war auf jeden Fall witzig mit anzusehen.

Letztlich agieren die Freundinnen eben auch genauso, wie Freundinnen eben auch reagieren (sollten): Sie eilen zu Hilfe, sie machen sich über einen lustig und verschlimmern die Situation eigentlich noch, denn Amy schneidet der guten Jodie mit einer Schere ins Bein. Diese Szene fand ich zwar etwas übertrieben, erst einmal, weil es nur eine Nagelschere war und dann, weil das Gekreische zu viel war. Dennoch war es letztlich schön mitanzusehen, dass Amy und Sarah bei ihr waren und Jodie letztlich eine Nachricht des Trainers bekommen hat.

"I quit"

Sarah ist die Dritte im Bund und mit ihrer Storyline kann ich leider am wenigsten anfangen. Ich kann verstehen, dass sie nach Coleens Tod ebenfalls ihr Leben überdenkt und ihren Job als Ärztin anstrengend und nervig findet. Ich fand allerdings auch ihre Vorstellung im Supermarkt etwas sehr überzogen, auch wenn mir der Song von Diana Ross gut gefallen hat. Ich bin dennoch mal gespannt, wie sich Sarah bei ihrem neuen Job schlägt.

Fazit

"Pivoting" hat zwar auch nicht das Rad neu erfunden und wirkt zudem hier und da ziemlich überladen, doch das kann der Cast und die gute Chemie zwischen den drei Hauptdarstellerinnen gut auffangen. Es ist eine Comedy, ohne Lachkonserve, die von allem etwas zu bieten hat. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und freue mich auf mehr.

"Pivoting" ansehen:

Daniela S. - myFanbase

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