Die besten Beziehungen 2013/2014
Leonard & Penny (The Big Bang Theory)

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Schon seit Staffel 1 von "The Big Bang Theory" war klar, dass Penny (Kaley Cuoco-Sweeting) und Leonard Hofstadter (Johnny Galecki) die große Liebe des jeweils anderen darstellen, und dass es nur eine Frage der Zeit war, bis sie ihren Weg zueinander finden würden. Für diesen Weg ließen sich die Serienmacher zwei Staffeln Zeit und die beiden Charaktere fingen eine Beziehung an, doch schnell zeigte sich, dass trotz der Sympathie und Liebe, die die beiden füreinander empfanden, sie noch nicht bereit für ein ernsthaftes Zusammensein waren. Die Zeit nach der Trennung nutzten die Charaktere zur Weiterentwicklung, während sie auch weiterhin befreundet blieben. Schließlich kamen die beiden in Staffel 5 erneut zusammen und standen gemeinsam auch die sechste Staffel trotz Alltagsproblemen und Beziehungstief durch. Wie viel die beiden auf ihrem Weg gelernt und wie stark sie sich aufeinander zu entwickelt haben, zeigte sich wunderbar im letzten Jahr.

"Then what do you need?" - "You, you stupid Pop Tart."

Foto: Johnny Galecki & Kaley Cuoco, The Big Bang Theory - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Johnny Galecki & Kaley Cuoco, The Big Bang Theory
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Schon zu Anfang der siebten Staffel wird deutlich, wie wichtig Leonard Penny in all der Zeit geworden ist und wie sehr sie ihn in ihrem Leben braucht. In der Zeit seiner Expedition in der Nordsee vermisst sie ihn schmerzlich und sucht Trost bei Sheldon (Jim Parsons), der erkennt, dass sich zu dem Gefühl auch die Sorge gesellt, dass Leonard fremdgehen könnte. Wie sehr sie sich damit innerhalb des einen Jahres verändert hat, zeigt sich wenn man sich da noch an die Anfänge der sechsten Staffel erinnert, als sie die Beziehung wegen nicht ausreichender Spannung beenden wollte oder als sich durch ein Gespräch mit ihren Freundinnen herausstellt, dass sie recht egoistisch nur auf ihren Vorteil die Beziehung bedacht hat. Ein Jahr später zeigt sie ein vollkommen gegensätzliches Verhalten, indem sie sich anlässlich eines Jahrestags bemüht, dass perfekte Geschenk für ihn zu finden, nachdem sie all die Jahre noch nie ein Präsent besorgt hat. Zu ihrer Überraschung gelingt es ihr ihrem stets aufmerksamen Partner eine sehr große Freude zu machen, indem sie ihm eine Kiste zeigt, in der sich Erinnerungsstücke an ihre Beziehung befinden. Diese Kiste beweist auch Pennys sehr emotionale und sensible Seite, die sie häufig hinter ihrer Stärke und ihrem Selbstbewusstsein versteckt. Aber Leonard gelingt es immer wieder ihre gefühlvolle Ader hervorzulocken, so weint sie gemeinsam mit ihm bei der Beerdigung von Arthur Jeffries (Bob Newhart), etwas, was ich ihr noch vor einer Staffel nicht unbedingt zugetraut hätte.

Welchen Sprung der zu Anfang der Serie sehr unsichere und emotionale Leonard in der gesamten Zeit gemacht hat, offenbart sich, wann immer das Thema Heirat in dieser Staffel auftrat. Nach zwei abgelehnten Anträgen wartet er geduldig darauf, dass seine Freundin ihm einen Antrag macht, anstatt wie man es früher von ihm erwartet hätte, durch seine Verunsicherung etwas Dummes zu tun, was seine Freundin erneut von ihm entfernt hätte. Er hat sogar die Kraft gewonnen den Heiratsantrag, den Penny ihm in einem betrunkenen und verzweifelten Zustand macht, abzulehnen, obwohl eine Ehe genau sein größter Wunsch ist. Vielmehr gelingt es ihm später sogar zu dem Thema zu scherzen, indem er sie zu einem weiteren Heiratsantrag provoziert, dessen Annahme oder Ablehnung er ausführlich diskutiert, nur um sie aufzuziehen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Leonards Unsicherheit diesen lockeren Umgang mit dem Thema früher nie zugelassen hätte.

Ihre hier nur kurz dargestellte Charakterentwicklung, die beide auf Grund ihrer Beziehung zueinander erfahren haben, ist sicherlich ausreichend, um sie als bestes Paar zu nominieren. Was aber auch nicht vergessen werden sollte, ist der Spaß beim Anschauen ihrer gemeinsamen Szenen. Sie harmonieren wunderbar auf dem Bildschirm – sei es in Szenen, in denen sie schon elterliche Rollen für Sheldon übernehmen oder einfach beim gemeinsamen Zusammensein mit ihren Freunden. Wie auch andere Paare haben sie ihre Hochs und Tiefs in ihrer Beziehung und müssen oft mit alltäglichen Problemen kämpfen. Hier gefällt mir sehr gut, dass ihre Auseinandersetzungen nicht übertrieben dramatisch inszeniert werden, so dass einen ihre Streitereien vielmehr amüsieren als dass sie einen sonderlich in Sorge geraten lassen, dass bald ihre Trennung bevorstehen könnte.

In Leonard hat Penny einen Partner gefunden, der sie akzeptiert und bei jeder ihrer Entscheidungen, unabhängig von seiner eigenen Meinung, unterstützt, während er durch Pennys Selbstbewusstsein in all den Jahren an Stärke und an Selbstvertrauen gewinnt. Bei Personen, die einander so wichtig sind, ist es nur eine Frage der Zeit, bis sie dann heiraten. Der eigentliche Antrag läuft dann in meinen Augen für sie passend recht schlicht und ohne romantische Klischees ab: Penny, die erkannt hat, dass er das Wichtigste in ihrem Leben ist, schlägt vor zu heiraten und er willigt ein. Beiden ist bewusst, wie unromantisch ihre Entscheidung zu diesem Schritt erfolgt, weswegen er mit einem schon vor langer Zeit gekauften Ring auf Knien den Antrag wiederholt. Diese bewusste rational getroffene Entscheidung, anstatt eines übertrieben romantischen und eventuell voreilig gemachten Heiratsantrags passt sehr gut zu der Entwicklung der beiden und rundet diese ab. Es ist das gelungene Staffelende für eine wunderbar anzuschauende Beziehung.

Ceren K. - myFanbase

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