Cliffhanger bei Serienabsetzungen - Lenas Nennungen

Serien enden manches Mal überraschend und mit einem Cliffhanger. Oftmals stellt das die Fans nicht wirklich zufrieden. Der Grund dafür ist, dass die Verantwortlichen dann und wann mal mit der Serienabsetzung selbst nicht gerechnet haben und das potenzielle Serienfinale nicht als solches konzipiert haben.
Lenas Nennungen
Pitch
Unfassbar, dass es 2026 schon zehn Jahre her sein wird, dass ich in den Genuss der FOX-Serie "Pitch" gekommen bin. Dann sind es auch neun Jahre her, dass die Sport-Dramaserie nach nur einer Staffel mit nur zehn Episoden einfach abgesetzt wurde und das mit einem Cliffhanger, mit dem es eigentlich gerade erst richtig losging. Ich fand die ganze Idee, dass eine Frau in einem typischen Männersport Erfolge feiert und das nicht unter Frauen, sondern in einem reinen Männerteam, genial. Kylie Bunbury hat Ginny Baker so großartig gespielt und die Chemie mit Mark-Paul Gosselaar als Mike Lawson war extrem speziell. Die Verletzung von Ginny in der letzten Szene war da so spannend, denn sie hat ohnehin schon so viel Gegenwind bekommen, da wäre so eine Verletzung eine ganz neue Herausforderung gewesen; für sie als individuelle Persönlichkeit, aber auch für die ganze Mannschaft, weil sie mit einer Strategie verpflichtet worden ist. Es gibt aber noch einen weiteren Aspekt, der diese Cliffhanger-Absetzung so bedauerlich macht, aber das ist mir erst Jahre später bewusst geworden. 2016 war ich mit Serienmachern noch gar nicht so sehr gedanklich beschäftigt. Für mich war weniger ausschlaggebend, wer das alles konzipiert hat, für mich zählten die Inhalte und Darstellerriege. Aber nachdem Dan Fogelman mit "This Is Us" als Serienmacher so prominent geworden ist, da war es nicht mehr zu verdrängen: er ist auch der Kopf hinter "Pitch". Da die NBC-Dramaserie bewiesen hat, wie lange, wie komplex und gewieft Fogelman erzählen kann, ist es erst recht eine Schande, dass wir bei dem Baseballdrama nie erfahren werden, was noch im Köcher gewesen wäre.
Die Serie "Pitch" ansehen:
Shadow & Bone

© 2021 Netflix, Inc.; Courtesy of Netflix
Da ich die Buchreihe zur Netflix-Produktion "Shadow and Bone - Legenden der Grisha" von Leigh Bardugo gelesen habe, hätte die Serie in dieser Kolumne eigentlich nicht auftauchen müssen, denn wenn ich weiß, was noch passieren wird, dann würde ich einen Cliffhanger im Verhältnis wohl als nicht so dramatisch empfinden. Da aber die 'Six of Crows'-Dilogie ebenfalls eingebunden wurde, hat sich die Adaption schon in vielen Aspekten sehr von den Büchern entfernt. Es war immer noch deutlich zu erkennen, zumindest in der Haupthandlung für Alina (Jessie Mei Li), Kirigan (Ben Barnes) und Mal (Archie Renaux), aber das Ende von Staffel 2 hat eigentlich verraten, dass man nun ganz eigene Wege gehen wird. Mit der neuen Gewichtung auf Nikolai (Patrick Gibson) hätte man immer noch eine literarische Vorlage gehabt, aber dann alle drei Welten zusammen zu haben, da hätte man sich als Fan an kaum noch etwas orientieren können. Aber auch speziell der Cliffhanger mit den Eindrücken zu Alina, da wäre so viel möglich gewesen, was wir nun nie sehen werden. Gerade bei so einer Fantasy-Serie, bei der die Vorlage genau begrenzt ist, sollte man am besten von Anfang so ein Konzept über wenige Staffeln entwickeln. "Der Sommer, als ich schön wurde" wird auf drei Staffeln kommen, ist das eine Schande? Keinesfalls, denn was Jenny Han als Autorin geschaffen hat, wird rübergebracht und das bleibt hier den Bardugo-Fans auf fiese Weise verwehrt.
Die Serie "Shadow and Bone - Legenden der Grisha" ansehen:
The Secret Circle

Aus der Liste der genannten Serien hat mir die erste und einzige Staffel der The CW-Produktion "The Secret Circle" wohl am wenigsten gefallen. Aber, was ihr hier unbedingt einen Platz zuteil werden lässt, das ist das Potenzial, was in allem steckte. Zum Zeitpunkt der Premiere, 2011, habe ich nahezu alles auf dem Sender geschaut. Ich war da genau die Zielgruppe, auf die man es abgesehen hatte und dementsprechend kamen viele Formate zusammen, bei denen ich dann auch mich emotional richtig reingehängt habe. "The Secret Circle" hatte zunächst mit Phoebe Tonkin, Britt Robertson, Shelley Hennig, Jessica Parker Kennedy oder auch Thomas Dekker einen Cast mit richtig Potenzial. Denn viele davon habe ich extrem gerne in später folgenden Produktionen gesehen. Es lag also keinesfalls an mangelnder Schauspielfähigkeit. Aber die 22 Episoden waren einfach etwas viel, eine kürzere Staffel hätte dem Geschehen geholfen, denn dann hätte es nicht so viele qualitative Täler geben müssen. Da es insgesamt sechs Bücher als Vorlage gibt (mit der leider inzwischen verstorbenen Lisa J. Smith dieselbe Autorin wie bei "Vampire Diaries"), hatte man noch genug Material, an dem man sich hätte bedienen können und die zahlreichen Cliffhanger aus Staffel 1 haben dieses Potenzial auch bestätigt, aber viele Serien stehen mit so einer Staffellänge vor riesigen Herausforderungen. Paarungen sollen hinausgezögert werden, nicht zu viele Geheimnisse auf einmal gelüftet. Spannendes zur Midseason, aber auch im Finale muss es sitzen. Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass die Serie mehr an den äußerlichen Faktoren als wirklich am Inhalt gescheitert ist. Es gab immer wieder Hinweise, dass das noch gut und auch viel länger hätte funktionieren können. Und auch wenn es Ärgernisse gab, aber mich hat das Serienende doch auch nach mehr sehnen lassen. Kein Wunder, dass unser Artikel zu den Plänen von Staffel 2 so lange gefragt war und auch heute noch viele bewegt. Hier wollte man wirklich wissen, was die 'Endidee' rund um den Hexenzirkel, ihre Feinde und ihre Verbündeten war.
Die Serie "The Secret Circle" ansehen:
Lena Donth - myFanbase
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