Julie and the Phantoms - Review des Piloten

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Bei Netflix ist es nicht ungewöhnlich, dass einem die ein oder andere Serie mal durchs Radar rutscht; zumal der Streamingdienst immer eine ziemliche Menge an neuen Serien raushaut. Daher wäre mir auch fast die neueste entgangen: "Julie and the Phantoms". Durch Zufall bin ich auf den Trailer aufmerksam geworden und vom Inhalt her klang das Ganze auch ganz vernünftig, also dachte ich: Schau einmal rein. Ob mich der Pilot überzeugt hat, könnt ihr nun nachlesen.

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Foto: Julie and the Phantoms - Copyright: Kailey Schwerman/Netflix
Julie and the Phantoms
© Kailey Schwerman/Netflix

Zugegeben ist auch "Julie and the Phantoms" ein recht ähnlicher Fall wie "Der Babysitter-Club". Es ist teeniemäßig aufgezogen und doch konnte mich der Pilot begeistern. Ich war mir anfangs nicht ganz sicher, ob es daran liegt, dass es zu Beginn im Jahr 1995 als ich selbst zum Teenie heranwuchs spielt, aber ich muss zugeben, dass mir dieses Eintauchen in die Handlung gut gefallen hat. Zunächst lernt man eine vierköpfige Band, die in einem Club spielt, und eine junge Frau namens Rose, die in diesem Club arbeitet, kennen. Mir gefiel es beim Schauen gut, dass man binnen weniger Sekunden die Verbindung zwischen Rose, Bobby, Alex (Owen Patrick Joyner), Reggie (Jeremy Shada) und Luke (Charlie Gillespie) erkennen kann, da sie alle Musik lieben und Rose selbst mal in verschiedenen Bands gespielt hat, weshalb sie das musikalische Talent der Truppe erkennt. Da die Serie "Julie and the Phantoms" heißt, war mir in einer der nächsten Szenen auch klar, dass Alex, Reggie und Luke schnell das Zeitliche segnen werden, auch wenn mir eine Vergiftung als ziemlich einfallslos erscheint, da es des Öfteren mal in Serien verwendet wird. Aber gut. Viel wichtiger ist, was danach passiert.

Mit dem Zeitsprung von 25 Jahren ins Jahr 2020 ist auch klar, dass wir wahrscheinlich erst im Laufe der Zeit erfahren, was womöglich in den letzten Jahren mit Rose geschehen ist, da diese vor einem Jahr gestorben ist und wir Bekanntschaft mit Julie (Madison Reyes) - ihrer Tochter machen. Diese lebt mit ihrem Vater und ihrem kleinen Bruder alleine im Haus, welches aber verkauft werden soll. Zudem lernen wir auch ihre beste Freundin Flynn (Jadah Marie), sowie Nick (Sacha Carlson) und die arrogante Carrie (Savannah Lee May) kennen.

Wie schon erwähnt, ist das Format eher teeniemäßig aufgezogen, doch aufgrund der Tatsache, dass Julie und ihre Familie diesen schweren Verlust erlitten hat, erkennt man meiner Meinung nach auch, dass man mit der Handlung in die Tiefe gehen möchte und auch wird. Julie wirkt zwar stark und gefestigt und scheint auf den ersten Blick den Verlust ihrer Mutter verkraftet und verarbeitet zu haben doch wenn es um die Musik geht, erkennt man, dass dem gar nicht so ist.

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Die Serie bedient sich zwar nicht unbedingt eines Klischees, allerdings wirkt es anfangs doch etwas befremdlich, als Julie die drei verstorbenen Musiker auf dem Dachboden dem Büro ihrer Mutter begegnet und sie die einzige ist, die Reggie, Alex und Luke sehen kann. Aber auch hier erkennt man meiner Meinung nach die Tiefe, denn ähnlich wie Rose, ist auch Julie musikalisch begabt und hat somit eine Verbindung zur verstorbenen Band. Die drei Jungs die im Alter von 17 Jahren verstorben sind kommen alle sympathisch daher und besonders Alex zeigt ein unglaubliches Einfühlungsvermögen, was mir persönlich sehr gut gefällt.

Da Julie durch die Jungs ihre Stimme "wiedergefunden" hat, war mir auch relativ schnell klar, wie der weitere Verlauf der ersten Staffel sein könnte, zumal die Jungs nach wie vor Musik machen, welche von anderen akustisch wahrgenommen wird, auch wenn außer Julie sie niemand sehen kann. Ich bin gespannt, wie man jetzt weitermachen wird. Sicher ist jedenfalls, dass wir als Zuschauer von Julie und den Phantomen gehörig auf die Ohren bekommen werden.

Fazit

Mag sein, dass "Julie and the Phantoms" nicht jedermanns Sache ist, mir hat der Pilot aber durchaus Spaß gemacht, da die Serienmacher eine gute Mischung zwischen Tiefgang, Humor und musikalischer Untermalung geboten haben. Der Cast macht auch einen guten Eindruck und ich bin gespannt, wie Flynn, Nick und Carrie in das bisherige Geflecht passen werden.

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Daniela S. - myFanbase

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