Immer wieder Jim - Review

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Foto: Immer wieder Jim - Copyright: ABC Studios
Immer wieder Jim
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Mein Interesse an Sitcoms ist spätestens seit der Pubertät merklich erloschen und auf der kurzen Liste der Sitcoms, die ich noch ganz unterhaltsam finde, steht "Immer wieder Jim" sicher nicht ganz oben, dennoch hat die Serie einen gewissen Charme. Für Zwischendurch und nebenbei ist "Immer wieder Jim" recht sympathisch.

Hauptcharakter Jim weist einige unübersehbare Parallelen zu Homer, dem Oberhaupt der kultigen Cartoon-Familie "Die Simpsons" auf. Genau wie Homer, isst Jim viel und ungesund, hat eine Vorliebe für Bier, ist mit einer verständnisvollen Frau verheiratet, die ihm seine Macken verzeiht, hat drei Kinder (bis später noch zwei hinzukommen) und bringt sich immer wieder selbst in ungewöhnliche Situationen.

Wie bei den meisten Sitcoms, wird auch bei "Immer wieder Jim" Realismus nicht gerade groß geschrieben. Jim ist unverbesserlich und lernt aus keinem seiner Fehler. Im normalen Leben hätte sich seine Frau längst von ihm getrennt, denn er bringt sie ständig in peinliche Situationen, belügt sie unentwegt und lässt sie, was Haushalt und Kindererziehung angeht, regelmäßig im Stich. Eine echte Ehe könnte unter diesen Umständen niemals funktionieren, doch wie gesagt, spielt Realismus in Sitcoms selten eine Rolle.

Es geht in "Immer wieder Jim" nicht um Charakterentwicklungen, sondern um die Komik des Augenblicks, die dadurch entsteht, dass Jim in jeder Episode ein kleines Chaos anrichtet. Nicht jeder Gag zündet und originelle Momente gibt es kaum, da die Serie sehr einfach gestrickt ist und sich nie mit kontroversen Themen auseinandersetzt, doch wenn Jim und seine Schwägerin Dana sich Wortduelle liefern oder Jims Töchter ihrem Onkel Andy mal wieder einen Streich spielen, muss man doch dann und wann schmunzeln.

"Immer wieder Jim" ist eine Sitcom, die auf harmlose Unterhaltung setzt und dem Zuschauer nicht mehr und nicht weniger als eine nette halbe Stunde bietet. Man muss nicht denken, wird nicht überrascht und kann jederzeit mehrere Folgen verpassen, ohne Gefahr zu laufen, den Faden zu verlieren.

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Maret Hosemann - myFanbase

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