Hijack - Reviews Staffel 2

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In unseren Kurzkritiken schildern unsere Autoren und Autorinnen ihren ersten Eindruck von einer Episode in Form einer kurzen Review. Nutzt die Gelegenheit, eure Meinung zu diesen Folgen kundzutun und mit uns über die zweite Staffel der Apple+-Serie "Hijack" zu diskutieren.

Episode #2.01 Signal

Foto: Idris Elba, Hijack - Copyright: Apple TV
Idris Elba, Hijack
© Apple TV

Es gibt Serien, die man wie einen langen Film wahrnimmt und am Ende für abgeschlossen hält. Es gibt aber auch (zumeist) Miniserien, die man gerne verlängert sehen würde. "Hijack" gehörte für mich tatsächlich zur ersteren Kategorie. Die Charaktere hatten nicht die Tiefe, dass man unbedingt mehr wissen wollte. Die Handlung um die Flugzeugentführung war leider nicht so spannend (siehe meine Kurzreviews zu Staffel 1), dass man unbedingt ein neues Setting bräuchte. Und so hatte ich eher verwundert zur Kenntnis genommen, dass es eine weitere Staffel geben wird, die nun gestartet ist. Nach eineinhalb Jahren sind die schlechteren Erinnerungen auch verflogen und ich bin bereit, einen neuen Versuch zu wagen. Jeder hat eine zweite Chance verdient und letztlich startet die Serie im neuen Setting ja auch irgendwie neu (ähnlich wie bei "24 - Twenty Four"). Und das neue Setting hat es für mich als in Berlin Wohnender natürlich in sich. In der zweiten Staffel wird nämlich kein Flugzeug entführt sondern eine U-Bahn und natürlich ist Sam (Idris Elba), wieder mittendrin. Zunächst mal ist er mit dem Berliner Multikulti überfordert und setzt direkt mal Bahnaufseher zum racial profiling an, aber offenbar hat er einfach schon geahnt, dass irgendwas nicht stimmt und mit dem ersten Tipp nur daneben gelegen. Die Gefahr ging schließlich vom Fahrer (Christian Näthe) aus, der offenbar erpresst wird und deswegen an Bahnhöfen nicht hält, den Funk ignoriert und schließlich durch eine Weiche in einen abgelegenes Tunnelsystem geleitet wird, wo der Zug erst mal zum Stehen kommt. Im Übrigen ist mir das Zugmodell nicht geläufig. Ich fahre nicht mehr oft U5, aber die meisten U-Bahnen in Berlin sind entweder Züge, die man komplett durchlaufen kann oder aber sie bestehen aus einzelnen Wagen, die man nicht während des Fahrens wechseln kann. Mir ist immer nicht ganz klar, warum man da nicht einfach korrekt bleiben kann, auch wenn das vielleicht niemand außerhalb Berlins in Frage stellen wird. Es ist auch nicht weiter wichtig, aber natürlich gucke ich auf solche Sachen, wenn es in Berlin spielt und ich Orte natürlich wiedererkenne. Ansonsten ist diese erste Episode noch eine Einführung ohne Tiefe. Man weiß noch nicht, welche Charaktere eine größere Rolle spielen werden (zum Beispiel aus der Touristengruppe), man kennt keinerlei Motiv oder Hintergrund zu dem Ereignis und wieso ausgerechnet Sam genau die U-Bahn erwischt hat, kann eigentlich auch kein Zufall gewesen sein. Am neugierigsten macht mich eigentlich die Rolle des Kontrollzentrums und der jungen Mitarbeiterin, die eigentlich schon Feierabend machen wollte (Lisa Vicari). Und auch von Christiane Paul als wohl bekannteste deutsche Schauspielerin, die als Ermittlerin fungieren wird, verspreche ich mir viel. Ergo, eine klassische erste Episode für das Genre. Die Neugier ist da und die Hoffnung lebt, dass man die Fehler aus der ersten Staffel nicht wiederholt.

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Episode #2.02 Kontrolle

Foto: Clare-Hope Ashitey & Toby Jones, Hijack - Copyright: Apple TV
Clare-Hope Ashitey & Toby Jones, Hijack
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Mit einer kleinen Überraschung startet die zweite Episode, denn sie macht deutlich, dass Sam nicht einfach zufällig in der U-Bahn ist sondern ein wesentlicher Teil der Entführung ist. Denn er ist der Verhandlungsführer, stellt die Bedingungen und teilt Drohungen aus. Er will wissen, wo ein gewisser Baker ist. Der Name sagt mir tatsächlich nichts, auch wenn man den Eindruck bekommt, man müsste ihn aus Staffel 1 kennen. Da jedenfalls klar ist, dass es sich um eine echte Entführung handelt, wird die Bundespolizei hinzugerufen und so tritt Christiane Paul auf, die noch nicht so viel Profil mit ihrer Rolle erhält, aber andeutet, dass sie nicht nur ein paar Fragen und Antworten ins Mikrofon sprechen wird. Aber noch ist alles vage. Auch die Szenen abseits der Entführung, zum Beispiel mit Marsha Smith-Nelson (Christine Adams) fehlt noch die Bindung und die Bedeutung, aber das ist so ein klassisches Puzzleteil, was vorerst gar nicht ins Bild passt, mit den nächsten Puzzleteilen aber vielleicht doch Sinn ergeben wird. Etwas weniger Sinn ergab für mich die Weiterfahrt der U-Bahn, um die Passagiere zu beruhigen. In Berlin hat eine klassische U-Bahn-Station ein bis zwei Minuten Fahrtzeit. Vom Rathaus bis zum Alexanderplatz schafft man es in dieser Zeit fast zu Fuß. Nun sind sie wohl eine Kurve gefahren, aber zeitlich ergibt das gar keinen Sinn. Und wieso es die Fahrgäste beruhigen soll, wenn man Minuten ohne Halt fährt, ist auch eher zweifelhaft. Gut, zum Ende der Episode sollte auch der letzte Fahrgast verstanden haben, dass die Lage äußerst ernst ist. Trotz der Explosion bin ich noch nicht überzeugt, ob Sam wirklich über Leichen geht. So oder so steht er aber mächtig unter Druck. Ich bin also weiterhin gespannt, wie sich diese Staffel entwickelt. Spannend ist es, an ein paar Stellen leider auch ärgerlich und in den "politischen" Abschnitten noch undurchsichtig.

Episode #2.03 Gepäck

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Toby Jones, Hijack
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Diese Episode hat etwas Licht ins Dunkeln gebracht, was die beteiligten Personen betrifft. Sam will John Bailey-Brown (Ian Burfield) deswegen "haben", weil dieser wohl seinen Sohn ermordet hat. Doch der britische Geheimdienst um Peter Faber (Toby Jones) hat seine eigenen Interessen und hat deswegen seine Finger im Spiel. Was unüberschaubar bleibt, ist, wer jetzt hier welche Strippen in der Hand hält. Sam ist eindeutig ein Getriebener, der nur die Sicherheit seiner Ex-Frau will und hier offenbar zum Massenmörder gemacht werden soll (deswegen auch alles am Todestages seines Sohnes). Und auch in der U-Bahn selbst sind Leute, die seine Pläne boykottieren. Und trotzdem ist Sam wieder sehr resolut und nachdrücklich, sodass er für Polizei und Bahnpersonal als gefährlich rüberkommt, auch wenn wir es als Zuschauer anders wahrnehmen sollen. Dieser Teil der Storyline funktioniert ganz gut und ist wirklich spannend inszeniert. Andere Teile sind aber wieder äußerst absurd. Vom Alexanderplatz bis zur Schönleinstraße braucht man zum Beispiel mit Haltestellen acht Minuten. In der Serie fährt man hier fast eine halbe Stunde. Die Fahrgäste sind auch immer noch ziemlich entspannt und lassen sich erst durch Social Media dazu verleiten, dass mit einem Anschlag sie gemeint sein könnten. Als wenn man bei Haltestellen alle 90 Sekunden nach so lange fahren ohne Infos und Haltestationen an Bahnhöfen nicht wüsste, dass hier ein riesiges Problem besteht. Auch, dass man von einem Leak spricht, weil von einer Bombe in den Medien berichtet wird, während der komplette U-Bahn-Verkehr eingestellt hat und vom Alex eine riesige Rauchwolke hochsteigt, ist schon absurd. Die Stadt müsste viel unruhiger sein. Also irgendwie passt die eigentlich spannende Handlung überhaupt nicht ins Setting. Vielleicht hätte man lieber einen ICE entführen lassen sollen. Naja, ich werde weiterhin nicht warm mit dieser aus meiner Sicht krassen Logikfehlern und frage mich immer, wie man solche Dinge einfach entweder übersehen kann oder gar wissentlich in Kauf nimmt. Naja, ich schaue natürlich trotzdem weiter, denn es gibt noch zu viele Fragezeichen und zu viele fehlende Puzzleteile.

Episode #2.04 Wechsel

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Ian Burfield, Hijack
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Mit dieser Episode ist auch der letzte Zweifel genommen, ob Sam diese Situation geplant hat oder ob er fremdbestimmt keine andere Wahl hat. Offenbar wird er (mit der Sicherheit für seine Exfrau) erpresst, um John Bailey-Brown aus der Schutzhaft zu bekommen. Das sieht wie eine persönliche Rache aus, doch es gibt zumindest ein paar Leute, die daran zweifeln, sowohl im Zug als auch außerhalb. Dass er sich um das Baby kümmert, ist da nur ein Indiz. Ich finde es allerdings weiterhin befremdlich, dass die ganzen Fahrgäste mehr oder wenig ruhig bleiben, gefühlt schon zwei Mal das Berliner U-Bahn-Netz durchgefahren sind und alles über sich ergehen lassen. Natürlich haben sie die Gefahr, dass der Zug explodieren wird. Auf der anderen Seite besteht anders als im Flugzeug durchaus eine Fluchtmöglichkeit, besonders wenn der Zug steht und man zwischen den Wagen wechselnd auch auf die Gleise kommt und wegrennen könnte. Das müsste gerade für den hintersten Wagen doch eigentlich eine Option sein. Und Sam wäre auch einfach zu überwältigen. Aber ich will auch nicht urteilen, immerhin ist es eine Extremsituation, in der man nicht mehr unbedingt rational handelt und die Fahrgäste wissen auch weniger als wir. Marsha befindet sich auch in einer emotionalen Situation. Sie suchte offenbar die Ruhe des Waldes, um mit ihrem Verlust des Sohnes zurecht zu kommen. Daniel (Max Beesley) hat ihr netterweise aber unabgesprochen Schutz zur Verfügung gestellt. Dieser Schutz scheint gerechtfertigt zu sein, nur hat die fehlende Absprache und Marshas Gegenwehr natürlich die örtlichen Dorfbewohner aufmerksam gemacht, sodass diese mal wieder Selbstjustiz walten lassen (ich finde ja, dass das in solchen Filmen/Serien zu oft vorkommt). Nun scheint Marsha ungeschützt, falls ihr Bodyguard nicht unglaublich gut ist und man den Schuss nur gehört hat, weil hier noch eine Wendung kommt. Jedenfalls könnte sich ihre Lage zuspitzen, wenn Sam seiner Rolle nicht voll gerecht wird. Auf der anderen Seite sind seine Handlungsoptionen gering, weil er nicht nur von außen beobachtet wird sondern auch im Zug Leute sind, die Einfluss nehmen. Ich bin gespannt, wie sich diese Lage noch zuspitzt. Denn politisch scheint es große Bedeutung zu haben, wenn hier sogar Zahra Gahfoor (Archie Panjabi) wieder auftaucht und unerlaubterweise Daniel vom Briefing erzählt.

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Episode #2.05 Stromausfall

Foto: Christiane Paul & Christian Berkel, Hijack - Copyright: Apple TV
Christiane Paul & Christian Berkel, Hijack
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Jetzt ist es doch zu den Tumulten in der U-Bahn selbst gekommen, für meinen Geschmack zu spät, aber immerhin hat man das Thema aufgegriffen. Dabei wird vor allem noch mal mehr als deutlich, dass Sam eine Marionette ist, der etwas tun muss, was er nicht will. Er will irgendwie alle retten, weiß aber auch, dass er dazu eigentlich nicht die Möglichkeiten hat. Zumal er ja auch noch direkt überwacht wird. Dass er alle aus dem Wagen holt, bevor dieser explodiert, ist da nur der deutlichste Beweis. Und doch fragt man sich, ob man in der Zeit bis zur Explosion nicht auch schon nach draußen hätte flüchten können. Das wird man aber vielleicht auch mit dem Ausmaß der Explosion in der nächsten Episode genauer durchdenken können. Konsequent wäre ja jetzt, die anderen Wagen zu verlassen, weil man eigentlich 15 Minuten Zeit hat. Auf der anderen Seite will Sam seine Ex-Frau durchaus immer noch beschützen, doch die hat im Wald ja auch mit zwei schrägen Figuren zu tun. Ansonsten liefert die Episode relativ viele Antworten, weil Sam sich den Fahrgästen gegenüber rechtfertigen muss und auch die Ermittlungen auf der Seite der Polizei weiter geht. Das Bild setzt sich also langsam zusammen. Die größte Frage bleibt eigentlich, warum Lisa Vicari und Christiane Paul bisher eigentlich nichts weiter zu tun hatten, als bedeutungsvoll in ein Mikrofon zu sprechen. Diese Rollen sind weiterhin sehr blass und man verschenkt hier bisher viel Potenzial. Ich hoffe sehr, dass da noch was kommt.

Episode #2.06 Weichen

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Christine Adams, Hijack
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Nach der Explosion muss sich erst mal wieder sortiert werden. Vom Gefühl her wäre das eigentlich eine super Gelegenheit gewesen, jetzt doch zu flüchten. Eigentlich kannte niemand die genaue Lage, der Weg müsste auch frei sein und die anderen Bomben waren ja erst mal wieder für ein paar Minuten deaktiviert. Aber der Schock sitzt wohl zu tief. Dafür erscheint das nächste Glied in der "Verschwörungskette" und will den Zug eigentlich nun komplett in die Luft jagen, weil der Austausch mit John Bailey-Brown nun doch nicht klappen könnte. Sam kann aber doch noch Zeit gewinnen, weil er den Austausch doch noch umsetzen will. Während man in der Zentrale nicht mal mehr eine Ahnung hat, wo sich der Zug befindet (ich habe immer noch den Eindruck, dass das Tunnelnetz viel zu klein für die Storyline ist und kommt der Zug nicht trotzdem immer mal auch an überwachten Bahnhöfen vorbei?). Sam verlässt also mit Jess (Karima McAdams) den Zug und Otto muss irgendwie die Leute bei Laune halten, während die verunfallte ältere Frau ihren inneren Verletzungen erliegt. Auch hier ist der Schock groß genug, um nicht in Panik auszubrechen oder doch zu flüchten, was durchaus weiterhin eine Möglichkeit gewesen sein müsste. Dass es nicht ein Passagier versucht, ist seltsam. Deutlich besser gefallen hat mir der Teil um Marsha, die sich um die beiden Gäste kümmert, aber so ein seltsames Gefühl hat, welches sie mit Cleverness bestätigen kann. Die Hinterwäldler gehören also doch zum großen Plan, der Sam zu seinen Taten zwingt. Schade eigentlich, dass er Marsha nicht mehr zutraut. Diese ist jetzt jedenfalls auf der Flucht, weiß sicher, dass sie es mit Leuten zu tun hat, die vor nichts zurück schrecken, und sie ist auf sich allein gestellt. Es sind noch zwei Folgen und die Lage spitzt sich jetzt an allen Ebenen langsam zu. Trotz aller Aspekte, die ich unlogisch finde, bleibt man natürlich neugierig, wie es nun zu Ende geht.

Episode #2.07 Kontakt

Foto: Christian Näthe, Hijack - Copyright: Apple TV
Christian Näthe, Hijack
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Die vorletzte Episode der Staffel bringt in erster Linie so viele Informationen ans Licht, dass im Prinzip jeder weiß, was hier nun eigentlich läuft, ohne zu wissen, wer wirklich für alles verantwortlich ist und welche Verbindungen alle zusammen gehören. Sam ist also quasi rehabilitiert, muss aber den Schein wahren, um den Austausch weiterhin umzusetzen und damit sowohl die unschuldigen Passagiere als auch Marsha zu retten. Letztere hat verletzt zumindest ein bisschen Handynetz gefunden (aber nicht auf lautlos gestellt), konnte Daniel Bescheid geben und eine Nachricht an Sam zu schicken, die am Ende mit dem Hundebellen und dem 'Oh, ich muss los' leider jetzt nicht so entspannt klingt, wie sie es sein sollte. Aber er hat sie ja noch nicht gehört. Ich fürchte, dass Marsha schon noch gefangen genommen wird, ihr aber letztlich nichts passiert. Sam hat unterdessen den Zug verkürzt, um die Energieprobleme zu lösen und gleichzeitig ein paar Leute zu retten. Trotzdem bleiben hier mal wieder Fragen. Erstens: Wieso ist der letzte Wagen, der unter dem Zug eine Bombe hatte, die explodierte, noch weitestgehend in Takt, so dass er mitgefahren und begehbar ist? Warum müssen die anderen Bomben nicht mehr gesichert werden? Das sollte doch alle 15 Minuten passieren. Hatte Jess das noch gemacht? Wer macht es jetzt? Wieso hat Sam nicht mehr Passagiere freigelassen? Mich ärgern solche 'Fehler' oder Unzulänglichkeiten weiterhin. Aber was soll es. Eine Episode noch und ich bin guter Dinge, dass es irgendwie gut ausgehen wird. Vielleicht darf Ada Winter sogar noch mal richtig glänzen und auch Clara hatte ja in der Kommunikation mit Sam den Job insgesamt offenbar gut gemacht und das nötige Vertrauen aufgebaut. Trotzdem erscheinen es noch immer undankbare Rollen zu sein.

Episode #2.08 Terminal

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Idris Elba, Hijack
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Das war nun also das große Finale. Die Passagiere werden gerettet. Sam steigt mit John Bailey-Brown und dem Agenten, der auf Befehl von Stuart Atterton (Neil Maskell), dem eigentlichen Strippenzieher der gesamten Operation wieder ein, Otto begleitet ihn, und dann sind sie schnurstracks wieder mitten in der Stadt, der Zug wird in die Luft gejagt, aber Sam und Otto überleben es genauso wie Marsha, die fast den ganzen Wald abbrennt, um noch gerade so rechtzeitig auf sich aufmerksam zu machen. Ende gut, alles gut. Die Bösen sind gefasst, die Guten werden rehabilitiert, spannend war es ein bisschen, aber mehr auch nicht, denn die Logik blieb weiterhin auf der Strecke. Außerdem blieb auch die Zentrale um Ada Winter letztlich wieder ziemlich blass, auch wenn sich zumindest Clara ein paar Dankeschöns abholen konnte. Letztlich hat es dann den Ausgang genommen, den man erhoffte, niemand weiter ist gestorben, niemand kommt einfach davon. Diese letzte Episode konnte aber auch nichts mehr rausholen und bleibt dem Credo der Staffel treu: viel gewollt, wenig erreicht, Spannung ja, Logik weniger, "politisches" Konstrukt im Hintergrund zu undurchsichtig und trotzdem auch etwas belanglos. Mir waren immer nur die Fahrgäste wichtig, Sams Wunsch Marsha zu retten, war zwar nachvollziehbar, kam aber nicht so richtig auf ein Niveau des Mitfiebern, weil sie sich ganz gut selbst zu helfen wusste. Wenn man sich die Dichte von guten Serien in der letzten Zeit anschaut, dann muss man neidlos anerkennen, dass es viele deutlich bessere Serien gibt, für die sich die Zeit mehr lohnt.

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Emil Groth - myFanbase

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