God's Favorite Idiot - Review des Piloten

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Melissa McCarthy ist spätestens seit den "Gilmore Girls" keine Unbekannte mehr und mit "Mike & Molly" hatte sie einen ziemlich ähnlichen Serienerfolg. Vermehrt sah man sie in den Jahren in Filmen, von denen ich wahrlich nicht alle gut fand. Nun hat sie gemeinsam mit ihrem Mann die 16-teilige Serie "God's Favorite Idiot" für Streamingdienst Netflix produziert, in der sie beide die Hauptrollen übernommen haben und als Liebespaar auftreten. Diese wird in zweimal acht Episoden zur Verfügung gestellt. Ehrlich gesagt war ich schon alleine beim Titel des Ganzen mehr skeptisch, auch deshalb, weil ich mir nicht so viel unter dem Titel und der Inhaltsbeschreibung vorstellen konnte, worum es überhaupt gehen sollte. Ob mir nach dem Piloten doch noch die Erleuchtung kam, erfahrt ihr nun.

God's Favorite Idiot(en)?

Foto: Melissa McCarthy, Ben Falcone & Yanic Truesdale, God's Favorite Idiot - Copyright: 2022 Netflix, Inc.; Lisa Tomasetti/Netflix
Melissa McCarthy, Ben Falcone & Yanic Truesdale, God's Favorite Idiot
© 2022 Netflix, Inc.; Lisa Tomasetti/Netflix

Es mag etwas seltsam klingen, aber ich habe diese Serie auf meine Liste gesetzt, weil ich sehen wollte, wie Melissa und Ben Falcone, die auch im wahren Leben miteinander verheiratet sind, gemeinsam vor der Kamera agieren und ob man diese Chemie auch sehen oder spüren wird können. Ich bin auch ehrlich gesagt froh, dass ich mir nichts unter diesem Format vorstellen konnte, denn ich wäre enttäuscht gewesen. Denn ehrlicherweise muss ich auch sagen, dass ich noch immer nicht genau weiß, worum es in der Serie gehen soll.

Zuerst lernen wir Clark (Falcone) kennen, der alleine in einem Haus mit seinen beiden Katzen wohnt, wovon eine aber abgehauen ist und die Clark in seinem Garten sucht. Am Himmel tut sich eine einzige Gewitterwolke auf, die sich hell verfärbt und sich direkt über Clark entlädt und er quasi vom Blitz getroffen wird und zu Boden geht. Als nächstes lernen wir Amily (McCarthy) kennen und die ist durchaus gewöhnungsbedürftig und in meinen Augen anstrengend in ihrer ganzen Art und Weise. Über die ganze Folge hinweg habe ich mich auch gefragt, wo bei dieser Comedyserie der Comedyanteil ist, bei dem man lachen kann oder eher sollte.

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Foto: Melissa McCarthy, God's Favorite Idiot - Copyright: 2022 Netflix, Inc.; Vince Valitutti/Netflix
Melissa McCarthy, God's Favorite Idiot
© 2022 Netflix, Inc.; Vince Valitutti/Netflix

Amily ist jemand, der sich eigentlich nur mit Drogen vollpumpt, was wohl durch ihre Aufzählungen und wie alles dazu gekommen ist, zum Lachen animieren soll. Ich mag derberen Humor durchaus sehr gerne und kann da auch wunderbar drüber lachen, doch hier bleibt mir das Lachen regelrecht im Halse stecken, weil ich es null lustig finde und auch denke 'was ist denn bitte daran witzig?'. Dazu kommt eben noch Amilys Geschichte, wie sie herausgefunden hat, dass Clark leuchtet. Da diese Erkenntnis als Flashbacks erzählt wurde, fand ich es auch 'angenehmer', weil man dadurch auch die Reaktionen der Kolleg*innen wie Wendy (Ana Scoutney), Tom (Chris Sandiford) oder Mohsin (Usman Ally) sehen konnte. Aber im Großen und Ganzen sind diese Charaktere (noch) farblos. Einzig die Tatsache, dass die Kolleg*innen ein Date für Amily und Clark arrangiert haben, hat gezeigt, dass sie bemerkt haben, dass die beiden etwas füreinander empfinden, dazu komme ich aber gleich noch genauer. Dann gibt es noch den Manager der Arbeitsstelle, den sie Frisbee (Steve Mallory) nennen. Aber so wirklich scheint der Gute nichts zu sagen oder gar den Durchblick zu haben. Aber vielleicht ändert sich das ja noch.

Kommen wir zuletzt noch auf das Date von Clark und Amily zu sprechen, bei dem ich ehrlich gesagt auch nicht genau weiß, was ich dazu sagen soll. Für mich war das kein Date bzw. kein romantisches Date, sondern eher eins, bei dem Amily drauf gewartet hat, dass sie ihre Behauptung, dass Clark leuchtet, auch beweisen kann. Letztlich hat Amily zwar den Beweis, dass Clark wirklich leuchtet, weil es auch andere gesehen haben, aber so wirklich wurde nicht mal im Ansatz geklärt, warum das so ist und inwieweit sich Clark und Amily lieben, was ich ein bisschen schade finde.

Fazit

Leider bin ich nach der ersten Episode immer noch nicht schlüssig darüber, um was es genau in "God's Favorite Idiot" gehen soll. Dass Gott alles lenkt? Dass Clark nun Kräfte hat, die er von Gottesfügung erhalten hat? Ich weiß es echt nicht und bin auch insgesamt nicht zufrieden, denn humortechnisch war es bis jetzt eine echte Niete. Da können auch Melissa McCarthy und Ben Falcone nichts beschönigen, denn ihre Charaktere sind für mich (noch) keine Sympathieträger.

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Daniela S. - myFanbase

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