DVD-Rezension: Nashville, Staffel 6

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In den USA wurde die sechste Staffel von "Nashville" vom 4. Januar 2018 bis zum 26. Juli 2018 beim US-Sender CMT ausgestrahlt. In Deutschland strahlte der Bezahlsender FOX die Staffel vom 31. Juli 2018 bis zum 18. September 2018 in Doppelfolgen aus. Seit dem 28. Februar 2020 sind die 16 Episoden nun auch im deutschen Markt auf DVD erhältlich.

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Inhalt

Foto: Hayden Panettiere, Nashville - Copyright: Spirit Media; Jake Giles Netter
Hayden Panettiere, Nashville
© Spirit Media; Jake Giles Netter

Nach den Ereignissen der vergangenen Monaten befindet sich Juliette (Hayden Panettiere) auf einem Selbstfindungstrip und gerät dabei in eine große Gefahr, die ihr Leben verändert. Das wiederum hat auch Folgen für ihre Beziehung zu Avery (Jonathan Jackson), der wieder einmal mit seinen Gefühlen für Juliette überfordert ist. Auch Daphnes (Maisy Stella) Leben ändert sich, als sie an einer Talentshow von Brad (Jeffrey Nordling) entdeckt wird, der sie aber nach und nach unter Druck setzt. Deacon (Charles Esten) muss sich hingegen mit seinem Vater Gideon (Ronny Cox) und Jessies (Kaitlin Doubleday) Problemen auseinandersetzen. Während Scarlett (Clare Bowen) auf einer Ranch eine neue Aufgabe für sich entdeckt und dabei Sean (Jake Etheridge) kennenlernt, verbaut sich Gunnar (Sam Palladio) seine Möglichkeiten mit seiner Band, als er etwas mit der Bandsängerin Alannah (Rainee Blake) anfängt. Maddie (Lennon Stella) muss erkennen, dass sie offenbar nur von Jonah (Nic Luken) benutzt wurde und findet in Twig (Dylan Arnold) einen wahren Freund.

Rezension

Bereits einige Monate vor dem Beginn der sechsten Staffel von "Nashville" wurde bekannt, dass es sich dabei um die letzte handeln und sie aus 16 Episoden bestehen wird. Zugegeben habe ich mir gedacht, dass die Serie bald zum Ende kommen wird. Mit dem Ausstieg von Connie Britton entstand eine große Lücke, die man in meinen Augen nicht so einfach schließen konnte. Dennoch war ich sehr gespannt auf die sechste Staffel, da sich "Nashville" über die Jahre immer mehr zu meinen Lieblingen entwickelt hat. Demnach war ich auch froh, dass man den Machern die Möglichkeit geboten hat, der Serie einen würdigen Abschluss zu geben.

Foto: Nashville - Copyright: Spirit Media; Jake Giles Netter
Nashville
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Wie bereits in den vergangenen Staffeln hatte auch die sechste Staffel wirklich gute Ansätze in ihren Storylines, aber dadurch, dass man diesmal 'nur' 16 Episoden zur Verfügung hatte, wirkte es manchmal zu schnell erzählt und zu vollgestopft. Davon betroffen waren vor allem Juliette und Avery. Die beiden hatten von Anfang an keine leichte und einfache Beziehung, doch sie haben sich immer wieder zusammengerauft. Diesmal fand ich die Umsetzung bzw. Weiterführung nicht optimal. Denn auch wenn sich Juliette immer wieder nach Liebe und Anerkennung sehnt, so war sie doch niemals naiv und genau diese Charaktereigenschaft hat man mit dem Auftauchen von Darius (Josh Stamberg) irgendwie kaputt gemacht. Wobei ich den Handlungsbogen wirklich interessant fand, allerdings hat man ihn in meinen Augen nicht richtig ausarbeitet, so dass man hätte mit dem Ausgang zufrieden sein können.

Ähnliches empfinde ich auch bei Scarletts Storyline. Mir hat gut gefallen, dass sie erst einmal komplett von der Musik weg war, um all das verarbeiten zu können, was sie in der letzten Zeit erlebt hat. Dass sie dafür eine Ranch wählt, hätte ich zwar nicht erwartet, passt aber gut zum Charakter. Umso enttäuschter war ich dann aber, als sie in ihr altes Verhaltensmuster gefallen ist und sich auf Sean fixiert hat. Die aufblühende Freundschaft zwischen den beiden hat mir gut gefallen und auch dass sie ihm helfen wollte. Dabei wirkte es aber wieder oftmals so, als würde sie dadurch vor ihren eigenen Problemen davon laufen und das gefiel mir leider ganz und gar nicht. Viel besser in diesem Bezug gefiel mir Jessie. Mit ihrem Noch-Ehemann Brad hat sie es alles andere als leicht, dennoch hat sie nie klein beigegeben oder gar aufgegeben.

In diesem Zusammenhang haben mir auch die Handlungsbögen von Daphne und Alannah gefallen, obwohl ich kein allzu großer Fan von ihr gewesen bin. Aber auch das ist vor allem der Umsetzung und Weiterführung ihres Charakters geschuldet. Ähnlich wie Scarlett ist auch Gunnar wieder in ein altes Verhaltensmuster gefallen: Mit den Bandmitgliedern zu schlafen. Das war vielleicht nicht mal das, was mich gestört hat, sondern sein Klammern und die Eifersucht, weil Alannah nichts Festes wollte und auch Gunnar anfangs dafür gewesen ist.

Foto: Charles Esten, Nashville - Copyright: Spirit Media; Jake Giles Netter
Charles Esten, Nashville
© Spirit Media; Jake Giles Netter

Kein Wunder also, dass Alannah bei Brad unter Vertrag genommen werden wollte. Da man mit ihm einen neuen Antagonisten in die Serie gebracht hat, war auch klar, dass er das ein oder andere krumme Ding drehen würde. Nicht zuletzt mit seinem Sohn Jack (Myles Moore), sondern auch mit Alannah und Daphne, deren Wunsch und Trauer Brad für seine Show ausgenutzt hat. Umso glücklicher bin ich gewesen, dass man ihn dann mit seinen Waffen geschlagen hat. Sehr dramatisch fand ich auch die Handlung von Deacon und seinem Vater Gideon. In den vergangenen Staffeln hat man schon einige Horrorgeschichten über seinen Vater gehört, umso gespannter war ich, als Gideon in die Staffel eingeführt wurde. Hier muss ich wirklich sagen, dass mir die Entwicklung gut gefallen hat. Und auch wenn die finale Staffel in weiten Teilen eher enttäuschend war, diie finale Szene hat für mich nochmal einiges wettgemacht.

Specials & Technische Details

Foto: Copyright: Spirit Media
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Für die finale Staffel von Nashville hat man nochmals Bonusmaterial bereitgestellt:

  • sechs Seasons in fünf Minuten
  • Turning Points
  • Favourite Fan Scenes (Season 1-3)
  • On Set
  • Thank you



Am besten hat mir Thank you gefallen, weil man die Liebe und Dankbarkeit des Casts an die Fans bemerkt.

Erscheinungstermin: 28. Februar 2020
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: ca. 690 Minuten
Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
Sprache: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch

Fazit

Die finale sechste Staffel von "Nashville" war zwar in weiten Teilen eher enttäuschend, aber dennoch muss ich zugeben, dass ich froh bin, sie gesehen zu haben, besonders weil die allerletzte Szene nochmals gezeigt hat, was die Serie eigentlich so besonders gemacht hat: Musik und Zusammenhalt.

Daniela S. - myFanbase

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