Zurück nach Westeros! Ira Parker und sein "A Knight of the Seven Kingdoms"-Cast über das neue "Game of Thrones"-Spin-Off
Mit "A Knight of the Seven Kingdoms" können wir seit dem 19. Januar 2026 bei HBO Max in die Welt von "Game of Thrones" zurückkehren. Serienmacher Ira Parker, die beiden Protagonisten Peter Claffey und Dexter Sol Ansell sowie weitere zentrale Castmitglieder gaben uns Einblicke in die neue Spin-Off-Serie, die uns erneut nach Westeros entführt.

© David Jon/Getty Images for HBO Max
"Ich freue mich darauf, dass alle noch ein bisschen mehr Zeit in Westeros verbringen können!", teilte Ira Parker seine große Vorfreude im Rahmen eines Pressetags in Berlin zu seiner neuen Serie "A Knight of the Seven Kingdoms". Aber diesmal bekämen wir eine andere Perspektive präsentiert, versprach er. Nachdem wir in acht Staffeln "Game of Thrones" zahlreiche Intrigen und Machtspiele der hohen Häuser von Westeros miterlebt haben und zuletzt auch das erste Spin-Off "House of the Dragon" noch tiefer in die Jahrhunderte andauernde Dynastie der Targaryens eintauchte, ist es nun an der Zeit, sich die Schuhe schmutzig zu machen. "Wir werden in dieser Staffel im Schlamm stehen." Wer bereits in die erste Episode von "A Knight of the Seven Kingdoms" reingeschaut hat, die seit dem 19. Januar 2026 exklusiv beim neuen Streaminganbieter HBO Max in Deutschland zu sehen ist, der weiß, wovon Ira Parker spricht. Wir begleiten den etwas unbeholfenen angehenden Ritter Dunk (Peter Claffey) auf dem Weg zu einem Turnier in Ashford Meadow. Während die Ritter aus den besseren Häusern in einer ansehnlichen kleinen Zeltstadt leben und trainieren, muss Dunk sich durch den vom Regen aufgeweichten Boden quälen und findet ein annehmbares Plätzchen unter einem knorrigen Baum, wo auch bald sein neuer junger Begleiter Egg (Dexter Sol Ansell) zu ihm stößt.
Review des Piloten: A Knight of the Seven Kingdoms

© David Jon/Getty Images for HBO Max
Apropos Baum – das ein oder andere Exemplar spielt in dieser Serie eine Rolle, nicht nur als Schlafplatz, sondern auch zum Kaschieren des ein oder anderen privateren Moments. Und damit wird sogleich auch ein weiterer großer Unterschied zur Mutterserie deutlich: "A Knight of the Seven Kingdoms" kommt mit einem ganz anderen Humor daher und erscheint damit in einem deutlich leichteren Ton als die beiden Vorgänger. In dem Moment, in dem sich Dunk entscheidet, in die Fußstapfen seines verstorbenen Mentors Ser Arlan of Pennytree zu treten und er sich dessen Schwert greift, beginnt in ihm eine innere Unruhe, die sich ihren Weg bahnt. "Wie bei allen von uns, wenn wir etwas Neues und Schwieriges probieren möchten, was wir noch nie versucht haben, dann verflüssigt sich dein Inneres", so Parker. "Ganz plötzlich muss [Dunk] auf Toilette, weil er eben noch kein Held ist", und genau da kommt der Baum gerade recht. Wer auf die Splatter-Effekte der Kampfszenen aus "Game of Thrones" gewartet hat... hier kommt der innere Kampf zum Vorschein.
"Der Geist von Georges Schreibstil" - Eine originalgetreue Umsetzung der Dunk-und-Egg-Novellen von George R.R. Martin
"A Knight of the Seven Kingdoms" basiert wie auch die beiden Vorgänger-Serien auf Büchern von George R.R. Martin, den Novellen über den Heckenritter von Westeros (bei Amazon bestellen). Fans dürfen sich auf eine sehr originalgetreue Umsetzung freuen. Daniel Ings, der in der Serie als Lyonel Baratheon zu sehen ist, ist fest davon überzeugt, dass "die Fans der Bücher sich über [die Serie] freuen werden." Und auch Co-Star Bertie Carvel, der ab Folge 2 als Baelor Targaryen in Erscheinung tritt, hat die Novellen gelesen, nachdem ihm alle Drehbücher vorlagen, und war beeindruckt, wie nah sich die Adaption an die Vorlage hält. "Es fängt den Geist von Georges Schreibstil und die Art von Charakteren, die er erschaffen hat, wirklich gut ein", so Ings weiter. Martin selbst war als ausführender Produzent eng in die Entwicklung von "A Knight of the Seven Kingdoms" involviert. Für Ira Parker war es "eine der erfüllendsten kreativen Partnerschaften meiner gesamten Karriere." – "Ich habe Entwürfe geschrieben und er war die erste Person, der ich sie zugeschickt habe," so Parker weiter, während er nachträglich zugibt, dass er erstmal seine Ehefrau habe drüber schauen lassen, da sie etwas nachsichtiger in ihrer Kritik seiner Arbeit sei. Man habe konstruktive Diskussionen über einzelne Aspekte geführt, aber insgesamt sei es eine sehr "fruchtbare Beziehung" gewesen. Nun hoffe er nur, dass die Fans das genauso einschätzen.

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Wir wollten von Ira Parker wissen, ob er bei der Adaption Druck empfunden oder ob es eher eine gewisse Vorfreude in ihm ausgelöst habe, in diese weltweit von Fans geliebte "Game of Thrones"-Welt einzutauchen.
"Nein, schau, das ist lustig. Ich glaube, ich habe keinen größeren Druck empfunden, als bei jedem anderen Job, den ich bisher gemacht habe. Dieser Job ist der größte Spaß der Welt. Man kann einfach loslegen und Geschichten schreiben, die man liebt, und man kann kreativ sein und Ideen entwerfen. Wenn du mit guten Leuten zusammen arbeitest, macht es alles umso einfacher. Aber die Wahrheit ist, egal ob du eine kleine Nischen-Serie machst, die niemand zu sehen bekommt, oder nicht, steckst du genauso viel Energie und Leidenschaft und Liebe da rein. Du willst, dass es das absolut Bestmögliche ist. Und so kommst du dann auch zu 'Game of Thrones' und du gehst es auf die genau selbe Art und Weise an. Es ist das Einzige, was du machen kannst, zu versuchen, es zu der absolut besten Version zu machen, zu der unser Team in der Lage ist, zu dem ich in der Lage bin. Hoffentlich ist es gut genug. Keine Garantien, weißt du. Aber wir haben uns große Mühe gegeben."
Serienmacher Ira Parker über die Arbeit an "A Knight of the Seven Kingdoms"
"Wir haben eine absolut großartige Verbindung." - Peter Claffeys Rolle innerhalb des Casts

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Für Peter Claffey und Dexter Sol Ansell war der Druck noch mal etwas anderes, da ihre Figuren des Dunk und Egg zu den beliebtesten im "Game of Thrones"-Franchise zählen. Daher war es wichtig, dass die Chemie zwischen den beiden stimmt. Peter Claffey gestand, dass er unsicher war, wie er sich gegenüber einem Neunjährigen verhalten solle und dass er diesem sicher ein Vorbild sein müsste. Doch es kam anders: "Ich war die ganze Zeit so unglaublich davon beeindruckt, wie Dexter mit Anmerkungen der Regisseure oder Produzenten umging. [...] Ich habe im schauspielerischen Bereich sehr viel von ihm gelernt." Auch während des Interviews merkte man immer wieder das besondere Band zwischen den beiden, die sich einerseits mit Respekt begegnen, anderseits aber auch immer einen Scherz oder einen Seitenhieb parat haben, um sich gegenseitig aus der Reserve zu locken. Dexter Sol Ansell verriet, dass er keine große Mühe gehabt hätte, sich in die Beziehung zwischen Dunk und Egg einzufinden, da sie sich nicht stark von der Realität unterscheide. "Wir haben eine absolut großartige Verbindung. Wir unternehmen Dinge zusammen und hängen so viel miteinander ab. Und am Set, auch wenn wir gedreht und andere Charaktere dargestellt haben, so haben wir uns wie im echten Leben verhalten." Was ihnen dabei geholfen habe, sich in ihrer Rolle einzufinden, wollten wir daraufhin wissen, woraufhin Dexter sofort heraus schoss: "Ich war rund um die Uhr in dieser Rolle, da ich meine Haare abrasieren musste." Ein prägendes Ereignis für ein Kind, für das er sich aber bewusst entschieden hat, war es doch eine von George R.R. Martins Bedingungen für das Casting. Geschadet hat es jedenfalls nicht: "Egal wann oder wo, ich fühlte mich wie Egg. Und ich fühlte mich wie ein Ei (engl. "egg"). [...] Das hat es sehr realistisch gemacht." Für Claffey scheint das jedoch keine Rolle zu spielen. Er sei "stolz auf [Dexters] Performance" und es mache ihn glücklich, wenn auch er stolz auf seine Performance sei.
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Überhaupt scheint Claffey, der hier seine zweite Hauptrolle nach "Wreck" spielt, die perfekte Besetzung für den Part des Dunk zu sein. Nicht nur seine Statur macht ihn zu Duncan "the Tall", sondern auch seine Nervosität, in diese neue Rolle der Titelfigur zu schlüpfen, sei genau das, was Ira Parker und Owen Harris, der Regisseur der ersten drei Episoden, gesucht haben. "Ich habe mich andauernd entschuldigt. [...] Doch sie meinten: 'Das ist gut, denn Dunk muss so sein.'" Das habe ihm dabei geholfen, die Nervosität in etwas Positives zu wandeln und damit die Stimmung für die Serie zu kreieren. Und auch seine Co-Stars zeigten sich beeindruckt von seiner Führungsrolle. "[Peter Claffey] ist die charismatischste Person überhaupt", gestand Tanzyn Crawford, die in "A Knight of the Seven Kingdoms" als Puppenspielerin Tanselle eine bedeutende Rolle einnimmt. "Er hatte einfach so eine einladende Persönlichkeit, die einen sofort zur Ruhe kommen lässt. Ich meine, er sieht einschüchternd aus, er ist ein großer Typ!" Doch nach einem ersten Gespräch sei ihr schnell klar geworden: "Er ist die ulkigste, lustigste und energiereichste Person, die ich je kennengelernt habe." Und auch Finn Bennett, der als Aerion Targaryen in den weiteren Folgen noch einige Unruhe stiften wird, meinte: "Es gibt einfach keine Worte dafür, wie großartig Peter die Leute angeführt hat."

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Und so ist es, wie Daniel Ings festhält, letztendlich der "emotionale Kern", der diese Serie so besonders macht. "Ich glaube, da ist etwas dran, diese Serie hat etwas wirklich Liebenswertes." Und auch wenn wir uns nach wie vor in Westeros befinden ("Es ist gefährlich, Menschen sterben..."), habe es etwas "sehr Erfrischendes [Dunk und Egg] dabei zuzusehen, wie sie einfach nur versuchen, ihren Weg zu finden."
Parallel zur US-Ausstrahlung veröffentlicht HBO Max jeden Montag eine neue Folge von "A Knight of the Seven Kingdoms". Begleitet in insgesamt sechs Folgen die Reise von Dunk und Egg und erlebt, welche Geheimnisse und Herausforderungen die beiden in dieser ersten Staffel zu meistern haben. Schaut regelmäßig bei uns vorbei, um keine Updates zur Serie zu verpassen und weitere Einblicke der Serienstars hinter die Kulissen zu bekommen.
Die Serie "A Knight of the Seven Kingdoms" ansehen:
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Catherine Bühnsack - myFanbase
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