Bewertung

Review: #1.18 Mein schlimmster Fall

My Tuscaloosa Heart

Die Folge trägt im Original mit Recht diesen Titel, da die ganze Geschichte um Kelso definitiv das Highlight der Episode ist.

Es waren dieses Mal eher die Kleinigkeiten, die mich ständig zum Lachen gebracht haben; Beispielsweise als Elliot von ihrem Patienten Mr. Sloane erfährt, dass Kelso früher von allen "Robby" genannt wurde oder als er selbst solche Aussagen wie "Mein Tuscaloosa Heart" oder "Wir sind hier doch nicht im Heartbreak-Hotel" von sich gibt. Diese Seite an Bob Kelso zu entdecken war für mich genauso witzig wie für Elliot und Turk.

Dazu kam des Rätsels Lösung am Ende, als man herausfindet, dass der Name "Bunny", der in ungefähr zehn seiner alten Songs vorkommt, für Kelsos Frau Enid, steht. Man wird richtig traurig und melancholisch, wenn man ihn mit seiner Gitarre im Büro sitzen sieht und das fürchterliche Verhältnis zu seiner Frau mitbekommt.

Vier sind zwei zuviel

Dr. Cox befindet sich diesmal ja kräftig in der Zwickmühle, als es gleich um drei Frauen in seinem Leben auf einmal geht: Jordan, Kristen und Carla.

Zuerst versetzt er Kristen, um Carla zu helfen. Es ist richtig süß, dass er scheinbar immer noch auf sie steht. Überhaupt fand ich es toll, als er ihr verwirrend zu verstehen gibt, dass er immer da wäre, wenn sie ihn wollen würde. Solche Worte vernimmt man sonst kaum aus Cox’ Mund.

Als dann auch noch Jordan auftaucht, wird alles richtig kompliziert. Dieses Mal fand ich sie noch um einiges fieser, als sie sonst immer ist, denn ihre Boshaftigkeiten lassen mal wieder kein Auge trocken. Ich konnte sie in diesem Augenblick überhaupt nicht ausstehen, so dominant war sie gegenüber Cox, der sich natürlich dem Willen seiner Jordan früher oder später beugt.

Daher war es für mich auch nur halb so schlimm, und vor allem gerecht, als Kristen, nachdem sie all das erfahren hat, vor Jordan mit ihm Schluss macht – Cox hat in dieser Folge nichts als Unterwürfigkeit und einen ordentlichen Mangel an Durchsetzungsvermögen bewiesen.

Killer

Sehr unterhaltsam fand ich diesmal auch J.D.s Nervosität während der gesamten Folge. Dadurch dass sein Patient Aaron Simon seinem Krebs im fortgeschrittenen Stadium erlegen ist und J.D. sich eher mäßig um den unfreundlichen Mann gekümmert hat, macht er sich stets Vorwürfe, ob es ihm nicht an besseren Manieren gemangelt hat. Sowohl dass der Hausmeister ihn fortlaufend "Killer" nennt, als auch die Szene, in der J.D. sich vor der Kommission verantworten muss und vor lauter Angst "schwitzt", war sehr amüsant.

Den Gegensatz zu Mr. Simon bildete der geistig behinderte Jerry Donovan, der von Turk und J.D. scherzhaft "J.D. Nr. 1" gerufen wird. Durch ihn hat der Regisseur gut rübergebracht, dass man als Arzt es leichter schafft, freundlich zu den netten und hilflosen Patienten zu sein, als zu jenen, die nichts als Nörgeln im Sinn haben.

Meine Highlights

Eindeutig schaffte es diesmal Dr. Kelso auf den ersten Platz, da er als romantischer Hippie-Gitarrist eine unglaublich witzige Figur abgibt. Außerdem zeigt er eine seltene Variante seiner Selbst, wenn er schwermütig von seiner geliebten Bunny singt.

Fazit

Da die Folge, trotz eher weniger Handlung um unsere Protagonisten selbst, großen Spaß beim Zusehen bringt, gebe ich ihr acht von neuen Punkten.

Marie-Therese Zieger - myFanbase

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