Bewertung: 7

Review: #2.04 Abgründe

Foto: Zak Orth, Revolution - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Zak Orth, Revolution
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Eines können die Autoren von "Revolution": Sehr viele Entwicklungen in eine Episode packen. Es ist einiges passiert und man kam kaum hinterher, was sicherlich auch den vielen Sprüngen zwischen den einzelnen Handlungssträngen zu verdanken ist. Das wirkte fast schon wie ein Störfaktor, da gefühlt von Minute zu Minute gesprungen wurde. Dennoch sind interessante Entwicklungen entstanden und die Einstiegsszene hat dank Monroe gerockt.

"Why are you doing this?" - "A show of faith. I need you to take me to Miles and your Mom. I know I can never make it up, but I've gotta try."

Als Charlie in der Bar mit Drogen betäubt wird, hätte das böse enden können. Man wusste zwar direkt zu Beginn, dass Monroe sie retten wird, doch sein Auftauchen war großartig umgesetzt. Ich kam um ein lautes "Jawoll!" nicht herum und es hat mich gefreut, dass Monroe seine böse Seite gezeigt hat. In den weiteren Szenen zwischen den beiden, war die Spannung zwar nicht mehr so groß, da Charlie weiterhin die verletzte und gleichzeitig Starke spielt und das wird langsam wirklich anstrengend. Viel interessanter ist hier jedoch der Fokus auf Monroe. Er hat nicht viel zu sagen und spricht stattdessen mit seinem Gesichtsausdruck. Er ist verletzt, fühlt sich schlecht und ihn nimmt die ganze Situation wirklich mit. Doch man merkt auch, dass er seine Taten wieder gut machen möchte und das zeigt seine weiche Seite, von der in der ersten Staffel nicht viel zu sehen war. Er will unbedingt an die Seite von Miles und Rachel und mich persönlich freut es sehr, dass er seinem Ziel immer näher kommt. Lange hätte man die Handlung zwischen ihm und Charlie nicht mehr ausbauen können und so ist es gut, dass die beiden endlich auf dem Weg nach Willoughby sind. Das Wiedersehen zwischen den Mathesons und Monroe wird sicherlich ein Highlight und Monroes Verhalten wird dabei sehr interessant werden. Er hat nicht viel gezeigt bisher und ich bin gespannt, wie er helfen möchte und wie sich das auf die Stimmung untereinander auswirken wird. Charlie hingegen ist zur Zeit ein sehr schwacher Charakter, da sie gar keine Entwicklung zeigt und man überhaupt nicht weiß, welche Rolle sie noch spielen soll.

"This is an occupation. Every good occupation deserves a resistance."

In Willoughy wird es hingegen sehr interessant. Die Patrioten haben sich eingenistet, bringen andauernd die Männer von Titus Andover um und spielen die Helden. Dahinter verbirgt sich jedoch sehr viel mehr und langsam ist es kaum mehr auszuhalten, was sie wirklich beabsichtigen. Rachel steht hier in dieser Folge deutlich im Vordergrund und zu Beginn war es sehr schwer, sich auf sie einzulassen. Rachel kann mich persönlich immer noch nicht überzeugen und ich finde sie weiterhin anstrengend, weshalb mir der Fokus auf ihr zu Beginn nicht gefallen hat.

Doch als Ken ins Spiel gekommen ist, wurde es spannend. Dass er zu den Patrioten gehört, war ein Schock. Er war bisher ein Charakter, auf den man sich verlassen konnte, doch dass er sich gegen eine seiner ältesten Freunde stellt, war eine große Überraschung. Dass Rachel ihn überwältigen kann, war ebenso eine Überraschung, doch da merkt man wieder deutlich, dass sie eben doch eine starke Person ist. Ihr Verhalten ist zwar anstrengend, doch wenn es darauf ankommt, dann kann Rachel zeigen, was sie drauf hat. Ihre Vorstellungen und Gedanken waren also nicht verkehrt und sie ahnt schon, dass etwas Großes hinter den Patrioten steckt. Mit dem Symbol wurde das alles noch greifbarer und Rachel hat nun auch endlich Miles auf ihrer Seite.

Aaron wird vermutlich auch bald folgen und Gene auch, wahrscheinlich, wenn Charlie und Monroe auftauchen. Es zeichnet sich ab, dass die Gruppe bald gegen die Patrioten arbeiten wird und diese Aussicht verspricht jetzt schon sehr viel Action und Spannung. Schließlich muss man bedenken, dass dies eine kleine Gruppe ist, die sich gegen die Patrioten stellt. Wie und wo das geschehen wird, steht noch in den Sternen, doch Miles' Aussage zeigt deutlich, dass er nicht für die Patrioten arbeiten wird. Interessant ist hier auch, dass er noch nicht als Miles ausgemacht wurde und weiterhin als Stu unterwegs ist. Wenn die Patrioten Rachel und Monroe kennen, dann müssen sie doch auch Miles erkennen. Hier wird es sicherlich auch noch eine große Enthüllung mit Folgen geben.

Die bisherige Entwicklung des Geheimnisses der Patrioten ist gut gelungen. Das Interesse daran ist auf jeden Fall vorhanden und man lernt in jeder Folge ein neues Detail dazu, dass die Hauptcharaktere noch bedeutsamer macht. Man stellt sich automatisch auf ihre Seite und spürt langsam die Gefahr, in der sie sich befinden. Obwohl noch überhaupt nicht gesagt werden kann, was dahinter steckt, ist die Neugier auf jeden Fall da, ganz besonders, nachdem Miles wieder zum Angriff übergehen möchte. Das kann ja nur gut werden!

In dieser Folge war er jedoch alleine unterwegs und hier spielt Aaron eine wichtige Rolle. Nachdem man seine Wiederauferstehung erstmal in den Hintergrund gestellt hat, wird das Mysterium um ihn hier wieder größer. So wie es aussieht, hat er Visionen und kann durch die Glühwürmchen sehen, was passiert. Hinzu kommt auch noch, dass er sie steuern kann, wahrscheinlich unterbewusst, weil er Miles retten wollte. Als die Männer in Flammen aufgegangen sind, saß ich schockiert vor dem Bildschirm und wusste überhaupt nicht, was ich denken sollte. Es ist unerklärlich, was mit Aaron passiert, doch das ganze Mysterium macht Spaß. Ganz besonders, wenn sich herausstellt, dass Aaron hier zum Retter werden könnte. Sollte er nun eine Gabe haben und die anderen in seinen Visionen sehen, kann das nur von Vorteil sein. Das könnte witzig werden und die Erklärung dafür möchte man unbedingt wissen. So schaffen es die Autoren, Aaron eine Story zu geben, die packend ist und die ihn nicht in den Hintergrund stellt.

Was in dieser Folge schade ist, ist der Tod von Titus. Er war zwar in der letzten Folge ein wenig nervig, doch beim Zusammentreffen mit Miles hat man wieder die psychopathische Seite an ihm gezeigt und diese macht sehr viel Spaß. Er ist ein unberechenbarer Charakter und sein Zusammenspiel mit Miles hat bisher sehr gut funktioniert. Davon hätte ich gerne sehr viel mehr gesehen, ganz besonders wenn Titus weiterhin so psychopatisch geblieben wäre. Doch das wird jetzt nicht mehr der Fall sein, da Miles ihn getötet hat. Das bedeutet wohl, dass Miles einen neuen Gegner braucht und hoffentlich wird dieser dem guten Miles gerecht.

"For the love of God, shut down that opium den on Route 3."

Auf der anderen Seite von Amerika steigt Tom Schritt für Schritt auf. Er hat es geschafft, sich Respekt zu verschaffen und von Justine akzeptiert zu werden. Ihr Ausdruck sagt zwar aus, dass sie nicht wirklich damit einverstanden ist, wie schnell Tom sich hochgearbeitet hat, doch sie lässt ihn erstmal machen. Wahrscheinlich macht sie das bewusst und hat andere Absichten, doch Tom in seiner neuen Rolle zu sehen, hat gut gefallen. Ganz besonders, wenn man weiß, wie er es geschafft hat, Vince Cooke zu beseitigen. Das war wieder typisch Tom und hat großen Spaß gemacht. Er versucht wie immer, sein Gegenüber zu erpressen bzw. zu manipulieren und als ihm das nicht gelingt, findet er die Schwachstelle, die er braucht, um seine Mission voranzutreiben. Man muss schon sagen, dass es keine schöne Art und Weise war, wie er Cooke beseitigt hat, doch Cooke war nicht sehr sympathisch und der Verlust ist hier nicht groß. Außerdem konnte Tom sich von der Seite zeigen, die am besten zu ihm passt, weshalb man Cookes Tod verkraften kann.

Jetzt bleibt es nur noch spannend, wie Tom wieder an Jason herankommt. Dieser scheint verschwunden zu sein und mein Gefühl sagt mir, dass es ihm momentan nicht gut geht. Sollte dies der Fall sein und Tom findet seinen Sohn in einer unangenehmen Situation, kann man davon ausgehen, dass er sich an den Patrioten auf seine Weise rächen wird. Es ist schön, dass alle Hauptcharaktere an unterschiedlichen Enden an dem gleichen Problem arbeiten. Somit haben sie etwas gemeinsam und das könnte am Ende zu einem großartigen Zusammenspiel führen. Bleibt nur zu hoffen, dass unterwegs dahin nichts schlimmes passiert.

Fazit

Der Fokus auf Rachel hat der ersten Hälfte der Episode nicht sehr geholfen, doch die Entwicklung mit Ken konnte alles wieder gut machen. Die Patrioten sind überall und sie sind gefährlich, das hat uns diese Folge gezeigt. Das bedeutet, dass die Charaktere auf sich alleine gestellt sind und da ist Unterstützung von Monroe und Charlie wohl gar nicht so schlecht. Schritt für Schritt lernen wir immer mehr Details über die Patrioten kennen, Tom glänzt weiterhin in Savannah und auch das große Mysterium um Aaron weiß weiterhin zu überzeugen. So kann es gerne weitergehen.

Alex Olejnik - myFanbase

Diese Serie ansehen:


Vorherige ReviewÜbersichtNächste Review

Diskussion zu dieser Episode

Du kannst hier mit anderen Fans von "Revolution" über die Folge #2.04 Abgründe diskutieren.