Bewertung: 6
Majandra Delfino

Tarte

"Roswell"-Fans kennen natürlich Majandra Delfino, die Darstellerin der Maria DeLuca, und werden sich auch an einige Gesangseinlagen in der Serie erinnern. Alle anderen, die etwas für experimentelle, nostalgische und alternative Musik übrig haben und auch Björk, Portishead sowie Feist oder Fiona Apple mögen, sollten mal in diese CD reinhören.

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Die CD hebt sich von der kommerziellen Musik ab, wirkt jazzig, etwas altmodisch, aber auch erfrischend neu und anders. Vergleichbar mit den doch eher mainstreamhaften Darbietungen aus Roswell ist sie aber nicht. Auch vom Debütalbum "The Sicks" hebt sich dieses etwas ab, es wirkt nicht so beklemmend und einseitig.

Sie führt uns durch Majandras Welt, jedes Lied ist ein geschlossenes Universum, welches ihre Gefühle und ihre Denkweise offenbart und uns teilhaben lässt an ihrem Leben. Sie bedient sich häufig und gerne einer metaphorischen, poetischen und auch sarkastischen Sprache, welche ihren Liedern die notwendige Tiefe und auch Würze geben. Der Stil wirkt wieder einzigartig, kreativ, nostalgisch und melancholisch. Die Stimme brilliert durch ihre kraftvolle Sanftheit und dem weichen jazzigen Unterton.

  • Ever present
    Ein sanftes, stimmlastiges Lied. Entspannend, nachdenklich, aber nicht unbedingt deprimierend.
  • The places you'll go
    Wahrscheinlich das Highlight des Albums, vielseitig, interessant, sanft und eindringlich. Bei diesem Lied singt sogar Majandras Ehemann und ehemaliger Serienkollege Devon Gummersall (Sean DeLuca) mit. Allerdings ist es wohl auch das Lied, welches dem Mainstream am nächsten kommt.
  • Sit and wait
    Schräges melancholisches Lied, welches leichte orientalische Einflüsse vermuten lässt.
  • Who weren't meant to be
    Dieses Lied weist Klänge des Folks auf, ist ebenso wie alle Lieder der CD voller Gefühl und Melancholie.
  • I'm mad
    Ein eindringliches, ruhiges Lied voller Poetik.
  • Funeral for a wednesday
    Ruhig, schwermütig und stimmgewaltig.
  • Syrup like
    Dieses Lied ist zwar auch im typischen Majandra-Stil, aber mit einem Schuß Musical.
  • Daddy died
    In diesem ruhigen, ernsten Lied tritt der Gesang ein wenig zurück und das ganze Lied bekommt einen nostalgischen und klassischen Touch.
  • What sad day
    Nostalgische Ballade wie aus einem alten Hollywoodklassiker. Anmutig, besinnlich.
  • Still not over this
    Folkeinflüsse und schräge Töne kennzeichnen dieses Lied.
  • Poems spill
    Zum Abschluß folgt ein Lied, welches melodisch wie der Abspann eines alten Filmes klingt.


Man muss sich warm hören und wird wohl nur Gefallen daran finden, wenn man dieses alternative, experimentelle Genre mag und sich mit den kleinen Feinheiten sowie den Texten auseinandersetzen möchte. Ansonsten wirkt die Musik zu einheitlich und langweilig. Mag man sie aber, eignet sie sich hervorragend für ruhige, gemütliche Stunden, zum Abschalten und Aufbauen.

Unglücklicherweise findet man die CD nur noch gebraucht und das sehr teuer. Tröstlich ist aber, dass man sie sehr günstig bei iTunes kaufen und ebenso einige Songs auf Majandras MySpace-Seite anhören kann. Die Qualität ist auf dieser CD besser als beim Debütalbum und auch das Preis-Leistungs-Verhältnis ist eigentlich ausgewogen, da diesmal 11 Tracks vorhanden sind.

Das Cover ist schön und angemessen gestaltet und auch im Booklet findet man Songtexte und Informationen. Anzumerken sei noch, dass Majandra im gesamten künstlerischen Bereich aktiv wird, sie zeichnet und malt gerne, arbeitet mit Graphikprogrammen und hat auch dieses Cover selber gestaltet.

Fazit

Ein hörenswertes Album, aber kein Muss, auch für "Roswell"-Fans nicht, eher für Liebhaber des Musikgenres.

Anspieltipp
The places you'll go

Artistpage
MySpace-Profil

Tracks

1.Ever present
2.The places you'll go
3.Sit and wait
4.Who weren't meant to be
5.I'm mad
6.Funeral for a wednesday
7.Syrup like
8.Daddy died
9.What sad day
10.Still not over this
11.Poems spill

Julia H. - myFanbase
18.07.2008

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