Bewertung: 6
Walt Becker

Born to be Wild - Saumäßig unterwegs

Sie schlagen sich auf die Straße - und die Straße schlägt zurück.

Foto: Copyright: Walt Disney Studios Motion Pictures Germany
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Inhalt

Doug (Tim Allen), Bobby (Martin Lawrence), Woody (John Travolta) und Dudley (William H. Macy) sind seit Jahren beste Freunde. Doug, der als Zahnarzt arbeitet, wird von seinem Sohn als uncool bezeichnet und wird von seiner Frau zu einer Diät gezwungen. Dagegen hat Bobby mit seiner herrschsüchtigen Frau zu kämpfen, von der er unterdrückt wird. Auch Woody ist nicht so glücklich wie es den Anschein hat. Er ist mit einem Bademodenmodel verheiratet, aber die Scheidung ist eingereicht, und zudem ist er auch noch pleite. Und Dudley ist ein hoffnungsloser Computer-Freak, der unüberwindbare Probleme damit hat, eine Frau anzusprechen.

Diese vier Freunde haben vor Jahren die Wochenend-Biker-Gang "Wild Hogs" gegründet. Nun da sie alle in einem gewissen Alter sind, wollen sie endlich einen Roadtrip an die Westküste der USA machen. Auf dem Weg geraten sie mit der Biker-Gang "Del Fuegos" und deren Anführer Jack (Ray Liotta) aneinander und flüchten in das kleine Wüstenstädtchen Madrid, wo sich Dudley Hals über Kopf in die Kellnerin Maggie (Marisa Tomei) verknallt. Doch die "Del Fuegos" sind ihnen weiterhin auf den Fersen und der Ärger lässt nicht lange auf sich warten.

Kritik

Ich bin mit sehr gemischten Gefühlen in den Film gegangen. Ich war mir nicht sicher, ob es vier alternden Männern in der Midlifecrisis gelingen wird, einen Film zu füllen. Aber diese Sorge war schon nach den ersten Minuten Film verflogen. Man kommt bereits am Anfang gut in den Film hinein und weiß auch schnell, worum es geht.

Die Besetzung der vier Freunde ist hervorragend. Man nimmt den Vieren ihre jahrelange Männerfreundschaft super ab. Vor allem William H. Macy kann in der Rolle des überaus schusseligen und tollpatschigen Dudley mehr als überzeugen. So ist es auch Dudley, der die meisten der Lacher auf sich zieht und von den Zuschauern sofort ins Herz geschlossen wird. Aber auch die anderen drei "Wild Hogs" Tim Allen, Martin Lawrence und John Travolta sowie der Bösewicht Ray Liotta können in ihren Rollen überzeugen.

Doch selbst die hochprominente Besetzung kann die deutlichen Drehbuchschwächen, die dieser Film hat, nicht überspielen. So wird, nachdem die vier aufgebrochen sind, kaum noch auf ihre eigentlichen Probleme eingegangen und die Familien sowie die Kinder bleiben vergessen. Auch am Ende sind einige der Probleme noch nicht aufgeklärt und der Zuschauer bleibt mit unbeantworteten Fragen zurück.

Fazit

Der Film ist super für Hobbybiker und die, die es werden wollen. Aber auch für alle anderen Fans von eher "hirnlosen" Komödien ist dieser Film auf alle Fälle zu empfehlen. Er bietet eine Menge Lacher auf Kosten der Hauptfiguren und eine schnulzige Liebesgeschichte. Wer aber eher auf tiefgreifende Filme steht, muss diesen Film nicht sehen.

Eva Klose - myFanbase
22.04.2007

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