Bewertung: 5
John Stockwell

Blue Crush

Drei Mädchen, eine Leidenschaft, keine Limits.

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Inhalt

Anne Marie, Eden und Lena sind richtige Surffreaks. Anne will bei den Pipe-Masters mitmachen, hat jedoch noch viele andere Dinge im Kopf. Als sie noch ein Kind war, wäre sie bei einem Surfunfall fast gestorben, ihre kleine Schwester macht viel Unsinn, ihre Mutter ist nicht mehr da und dann ist da noch der Reiche Matt, mit dem sie langsam, aber sicher, anbandelt.

Kritik

Leider bietet der Film fast keinerlei tiefsinnige Story, das ist eigentlich das einzige Problem daran. Wenn man also nicht unbedingt auf Surfen steht, könnte es sein, dass es recht schnell langweilig wird. Nur die Aufnahmen der Surferinnen und die Probleme, die Anne Marie hat, sind bei dem Film überhaupt sehenswert.

Auf jeden Fall sehenswert, auch für Nicht-Surfer-Liebhaber, sind die Aufnahmen vom Strand und im Wasser. Das macht tatsächlich Lust auf Urlaub und man wünscht sich sehnlichst, selbst dort am Strand zu liegen und den Jungs/Mädchen beim Surfen zuzuschauen.

Sehr realitätsnah widerum ist die Story um Anne Marie und ihre Schwester gelöst. Da ihre Mutter nicht mehr da ist, muss Anne die Mutterrolle für ihre Schwester übernehmen. Natürlich läuft das nicht immer gut und so kommt es, dass die Kleine raucht und in Clubs herumhängt.

Alles andere jedenfalls klingt wie aus einem Märchen: Anne Marie und ihre Freundinnen müssen tagsüber als Putzfrauen arbeiten. Dabei lernt Anne Matt kennen und verliebt sich später in ihn. Dabei ist anzumerken, dass Matt natürlich reich ist und Anne den Himmel auf Erden schenkt. Aber am Anfang kommt es einem wirklich so vor, als würde Matt Anne kaufen. Er begründet das übrigens damit, dass er von Anne Marie Surfunterricht bekommt. Natürlich verlieben Matt und Anne Marie sich.

Alles in allem plätschert die Geschichte aber so dahin und man bekommt nichts außergewöhnlich Spannendes zu sehen. Deshalb machen nur die Charaktere den Film aus, aber selbst über diese kann man insgesamt leider nicht viel erfahren. Warum die Mutter nun weggegangen ist, wird genauso wenig geklärt, wie der gesamte Weitergang von Anne Marie nach dem eigentlichen Ende des Films. Zum Ende selbst: es ist doch etwas anders, als man es vielleicht denken würde. Man glaubt sicher: "Okay, Anne Marie wird sowieso den Wettkampf gewinnen." Aber das ist nicht ganz so. Was außerdem schade ist: Man bekommt so wenig von den anderen Charakteren mit. Anne Marie stiehlt hier wirklich allen die Schau. Überhaupt hat "Blue Crush" viel fürs Auge zu bieten: für Männer sind eben die Surferinnen nett anzuschauen, für Frauen die gut gebauten hawaiianischen Surfer und Matt. Auch die Wasseraufnahmen sind sehr gut gelungen und bei Annes letzter Welle ist sogar die Musik hinreißend.

Fazit

Wer auf Schnulzen und/oder Surfen steht, der ist hier mehr als gut beraten, sich "Blue Crush" anzuschauen. Man bekommt zwar einiges von der Surferwelt an sich mit, aber insgesamt ist es doch eher ein langweiliger Film. Übrigens ist "Blue Crush" hier in Deutschland ab sechs, in den USA ab 13 Jahren freigegeben.

Elsa Claus - myFanbase
05.04.2007

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