Bewertung: 6
Larry Shaw

Celeste in the City

USA 2004, 90 min, Fernsehfilm

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Inhalt

Celeste hat das Angebot ihres Lebens bekommen. Nach ihrem College-Abschluss darf sie die Stelle einer Redaktionsassistentin bei einer New Yorker Zeitung einnehmen. Doch dort angekommen muss sie zuerst feststellen, dass ihre Wohnung bei weitem nicht dem entspricht, was ihr versprochen wurde. Es ist dreckig und es wimmelt von Ratten. Zum Glück hilft ihr ihr neuer Nachbar Kyle beim Aufräumen und Renovieren. Da er Innenarchitekt ist, denkt Celeste, dass er schwul ist und sieht ihn lediglich als einen guten Freund an. Diese Weisheit hat sie von ihrer besten Freundin Amanda. Auch an ihrem ersten Arbeitstag läuft es anders als erwartet. Celeste wird als Praktikantin abgestempelt und darf fortan nur noch Daten aus den Artikeln der verschiedenen Redakteure überprüfen und korrigieren. Auch ihr großes Idol Chefredakteurin Lauren und ihr Chef Mitch verhalten sich abweisend gegenüber dem Neuzugang. Lediglich Lupe, eine Redakteurin, die schon lange dabei ist, hat ein offenes Ohr für Celestes Probleme und macht ihr Mut die schwere Anfangszeit zu überstehen.

Trotzdem frustriert wendet sich Celeste an ihren Cousin Dana. Er lebe schon länger in New York und solle ihr beim einleben helfen, hat Celestes Mutter bei ihrer Abreise gesagt. Überraschend begeistert nimmt der sich ihrer an und lädt sie in einen angesagten Club der Stadt ein. Wie sich herausstellt, ist Dana schwul, hat aber seinen Eltern nichts davon gesagt. Als er von Celestes Problemen erfährt, verpasst er ihr zusammen mit seinen Freunden als erstes ein neues Outfit. Auf diese Weise solle sie neuen Wind in die Redaktion bringen und die Aufmerksamkeit ihres Chefs Mitch erlangen. Das Vorhaben gelingt und er ist schwer beeindruckt von Celeste. Dass sie durch ihren Imagewechsel aber ihren Nachbarn und bald auch ihren Cousin vor den Kopf stößt, bemerkt Celeste erst viel zu spät...

Kritik

Die Idee des Films ist nichts Neues. Hässliches Entlein vom Lande kommt in die Großstadt und hat Probleme so angenommen zu werden, wie sie ist. Doch als sie sich in einen schönen Schwan verwandelt, scheint alles gut zu werden. Erinnert stark an die Geschichte von Aschenputtel und ist heute Basis von allen möglichen Telenovelas und Daily-Soaps. Viel unterscheidet diesen Film nicht von den zuletzt genannten TV-Formaten, doch muss man von Zeit zu Zeit schmunzeln, wenn Celeste wieder herrlich naiv ist oder Dana mit seiner Clique aktiv wird. Sehr oft wird alles übertrieben und man fasst sich vor den Kopf, weil die Story so offensichtlich ist, doch nach einem langen Arbeitstag kann man durchaus darüber hinwegsehen und sich einfach nur amüsieren.

Dass bei dieser Verwandlung, dem Imagewechsel von Celeste, nicht alles gut geht, bringt etwas Dramatik in die Geschichte. Ihr Nachbar ist unglücklich in sie verliebt und auch Dana und seine Freunde wenden sich nach ihrer Verwandlung von Celeste ab. Das zeigt sehr deutlich, dass der Weg, den Celeste eingeschlagen hat, der falsche ist. Man sollte sich nicht dermaßen anpassen, dass einen selbst seine Freunde nicht mehr wieder erkennen. Man kann nicht glücklich werden, wenn man sein Leben entgegen seiner Ideale führt. Diese Kritik, die der Film damit verübt, wiegt zumindest einen Teil des seichten Inhalts wieder auf.

Fazit

Wenn man einen seiner Serienstars in einer anderen Rolle sehen möchte oder sich nach einem langen Tag einfach mal zurücklehnen möchte ohne anspruchsvolles Fernsehen zu erwarten, dann kann man diesen Film durchaus empfehlen. Majandra Delfino, Ethan Embry und Nicholas Brendon spielen ihre Parts sehr überzeugend, wenn auch manchmal sehr klischeehaft. Die Kritik daran, dass Celeste ihre Ideale aufgibt um ihre Träume zu verwirklichen, lässt den Film nicht zu den schlechtesten aller Zeiten gehören, dennoch bleibt der Film oft oberflächlich und die Story wurde einfach schon zu oft kopiert.

Catherine Bühnsack - myFanbase
14.07.2006

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