Bewertung: 3
Jeff Wadlow

Cry Wolf

"Manipuliere deine Freunde, eliminiere deine Feinde", so lautet die einzige Regel des Spiels, mit dem sich der "Lügenclub", eine Clique an einem Elite-Internat, die Langeweile vertreibt. Doch als es die Kids mit der Lügerei übertreiben, wird's blutig...

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Inhalt

Owen ist schon von mehreren Schulen geflogen und bekommt an der Westlake Preparatory Academy, einem Elite-Internat, seine vielleicht letzte Chance. Schon am ersten Tag freundet er sich mit der frechen Dodger an und wird in ihre Clique, dem "Lügenclub", aufgenommen. Die reichen Kids vertreiben sich die Langeweile mit einem Spiel, bei dem einer von ihnen der "Wolf" ist, den die anderen enttarnen müssen. Als eine seit kurzem vermisste Schülerin ermordet aufgefunden wird, weiten Owen und seine neuen Freunde das Spiel aus und erfinden einen Serienkiller namens "Der Wolf", der angeblich für den Mord an der Schülerin verantwortlich ist und bald wieder zuschlagen wird. Doch aus dem Spass wird schnell blutiger Ernst, als die Kids bedroht werden und alles darauf hindeutet, dass es der echte Mörder des Mädchens nun auch auf sie abgesehen hat. Dummerweise glaubt dem "Lügenclub" inzwischen keiner mehr und gegenseitig können sich die Kids schon lange nicht mehr vertrauen…

Kritik
Eine der vielen Weisheiten, die man als Kind von seinen Eltern zu hören bekommt, ist das berühmte "wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, auch wenn er dann die Wahrheit spricht!". Dieser Merkspruch dient gewissermaßen als Vorlage für den Film "Cry Wolf" und man muss sagen, dass die Grundidee, die Vorstellung von Lügen, die wahr werden und Wahrheiten, die sich als Lügen entpuppen, wirklich reizvoll ist und viel Potential hat. Leider kann der Film dieses Potential nicht ausschöpfen.

"Cry Wolf" ist nur selten wirklich spannend. Die Schockmomente sind einfach zu bekannt und vorhersehbar, so dass man sich kein einziges Mal erschreckt und die Charaktere bleiben absolut blass. Es ist einem als Zuschauer fast egal, was aus den Kids wird und letztlich passiert ihnen dafür, dass der Film ein Horror-Thriller sein soll, auch recht wenig.

Das Ende bietet zwar ein paar ganz nette Überraschungen, aber bis es soweit ist, muss man viel Leerlauf, dutzende Klischees und langweilige Dialoge über sich ergehen lassen. Die jungen Schauspieler, wie unter anderem Jared Padalecki als Lügenclub-Mitglied Tom, sind absolut unterfordert und müssen eigentlich nur durchs Bild laufen. Schade, wieder eine gute Idee verschwendet!

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Technische Details

DVD-Specials

Auf der DVD befinden sich der Original-Kinotrailer, Biographien der Darsteller und ein Making-Of. Leider handelt es sich bei diesem Making-Of um eine reine Werbesendung für den Film, die keine Informationen bietet. Im Grunde besteht das Making-Of nur aus jeder Menge Filmszenen, mit ein paar hineingeschnittenen Kommentaren der Macher und Schauspieler, die uns erzählen, wie toll der Film doch ist. Letztlich empfiehlt uns dieses Making-Of, das sich auf der DVD zum Film befindet, sich eben diesen Film im Kino anzusehen. Aha!

Maret Hosemann - myFanbase
13.07.2006

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