Bewertung: 8
Dan Scanlon

Die Monster Uni

We scare because we care.

Foto: Copyright: Disney Pixar
© Disney Pixar

Inhalt

Viele Jahre vor den Ereignissen in "Die Monster AG" haben sich Mike und Sullivan auf eher ungewöhnliche Art und Weise an der Monster Universität kennengelernt. Im Kampf um die rar gesäten Plätze im Erschreckerprogramm und die Mitgliedschaft in der besten Studentenverbindung sind sich die beiden zu Beginn alles andere als freundlich gesinnt. Doch wenn es darum geht, allen zu zeigen wie unheimlich erschreckend man ist, dann müssen auch Opfer gebracht werden. Und so müssen Mike und Sullivan zusammen arbeiten um doch noch eine Chance zu bekommen, zum Erschrecker in der Monster AG zu werden.

Kritik

Ein Film, der mit einer zweiköpfigen Monstertaube beginnt, kann nur gut werden. "Die Monster Uni" erzählt zwölf Jahre nach dem Erscheinen von "Die Monster AG" die Vorgeschichte unserer Lieblingsmonster Mike und Sullivan. Diese Geschichte beginnt mit einem Besuch in der Monster AG als Mike noch ein kleiner Schuljunge war. Er ist immer zu klein und wird überall übersehen auch als er sich mit in eins der Kinderzimmer schleicht, in denen ein Monster gerade ein Kind erschreckt. Dieser definierende Moment für Mike bereitet ihn auf ein Leben als Erschrecker vor.

Mehrere Jahre später springt der Film zum ersten Tag an der Monster Universität an der Mike in das Erschrecker-Programm aufgenommen wurde. Die Uni ist sehr nach amerikanischem Vorbild gebaut, ganz genau wie die Tatsache, dass Mike durch harte Arbeit selbstverständlich seinen Traumstudienplatz bekommen hat. Die alles ist aber nur Nebensache, denn es ist wundervoll zu sehen, was die beiden Stars aus "Die Monster AG" vor den Ereignissen im Film gemacht haben und wie sie dorthin gekommen sind.

Zu Beginn der Geschichte läuft es alles andere als glatt für Sullivan, der vollkommen versnobt ist, weil er aus einer Erschreckerfamilie kommt und Mike, der hart für alles arbeiten musste es treffen Welten auf einander. Natürlich geraten die beiden in einen Streit und zerstören dabei auch noch den Allzeit-Schrei-Rekord der Dekanin. Wie es die Regeln wollen, werden die beiden aus dem Programm ausgeschlossen. Bis zu diesem Zeitpunkt im Film haben unsere beiden Hauptdarsteller schon viele ihrer späteren Kollegen getroffen und es gab etliche Verweise auf "Die Monster AG", was den Film umso besser macht und zu einiger Nostalgie führt.
Durch eine Vereinbarung haben Mike und Sullivan noch eine letzte Chance, wieder in das Erschreckerprogramm aufgenommen zu werden: sie müssen mit einer Studentenverbindung die Erschrecker-Spiele gewinnen. Wie es der Zufall so will, finden sie auch eine Verbindung; allerdings ist diese alles andere als erschreckend, sondern eher verplant und künstlerisch veranlagt. In bester Pixar-Manier schaffen sie es selbstverständlich trotzdem, durch alle Runden der Erschrecker-Spiele ob nun durch Glück oder durch den Zusammenhalt den sie untereinander mit der Zeit entwickeln. Dennoch gibt es eine Wendung, die alle Freundschaften aufs Spiel setzt und Zweifel bei Mike aufkommen lassen, ob er wirklich erschreckend ist, oder doch nur niedlich. Der Wille, sich zu beweisen, ist am Ende größer als jeder Verstand und sein Kämpfen, für das woran er glaubt, kommt letzten Endes zu einem hohen Preis.

Fazit

"Die Monster Uni" ist ein sehr gelungenes Prequel zu "Die Monster AG". Fast alle Charaktere aus dem ersten Film haben kurze Auftritte und auch alle neuen Mitspieler in der Geschichte überzeugen auf voller Linie. Definitiv ein Muss für all die, die "Die Monster AG" geliebt haben, und ein toller Einstieg für all die, die Lust auf einen Film mit Herz, Begeisterung und etwas Verrücktheit haben.

Jeanne Plaumann - myFanbase
19.09.2016

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