Bewertung: 8
Marc Foster

Stay

Zwischen der lebenden und der toten Welt gibt es einen Ort, an dem du nicht sein solltest.

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Inhalt

Der junge New Yorker Psychiater Sam Foster (Ewan McGregor) übernimmt von einer Kollegin einen undurchsichtigen, aber faszinierenden Fall: Kunststudent Henry Letham (Ryan Gosling) leidet seit einem Unfall an Amnesie, behauptet, seine Eltern auf dem Gewissen zu haben und macht bizarre Vorhersagen, die sich auf unerklärliche Weise nach einer Zeit auch bewahrheiten. Sam hat Mühe, überhaupt zu dem verschlossenen Henry durchzudringen.

Eines Tages kündigt Henry plötzlich an, sich an seinem 21. Geburtstag pünktlich um Mitternacht das Leben nehmen zu wollen. Sam versucht, Henry aufzuhalten und forscht in dessen Umfeld nach, doch das Leben des jungen Künstlers wirkt mit jedem Schritt, den Sam geht, verwirrender und unheimlicher. Bald beginnt Sam, seinen eigenen Realitätssinn in Frage zu stellen und droht, sein eigenes Leben aus den Augen zu verlieren, was auch Sam's Freundin Lila (Naomi Watts) nicht verborgen bleibt.

Dann macht Sam eine schockierende Entdeckung, die nicht nur seinen Patienten, sondern vor allem auch sein eigenes Leben betrifft.

Kritik

Wenn der Abspann schließlich das Ende des Films einleitet, sitzt man als Zuschauer erst einmal genauso verwirrt im Kinosessel, wie Ewan McGreger zwischenzeitlich im Film gewirkt hatte. Und man sieht sich um zu seiner Begleitung, dem die Fragezeichen ebenso ins Gesicht geschrieben stehen, wie einem selbst. Was für eine Art Film hat man hier eigentlich gesehen. Dann starten die Diskussionen und langsam lassen sich die Puzzleteile zu einem Gesamtbild zusammensetzen. Doch was haben wir hier eigentlich gesehen? Filmische Realität, Fiktion, Traum – Mischung aus den dreien? Der Film lässt definitiv viel Spielraum für eigene Ansichten, Theorien und Interpretationen.

Marc Fosters Film wählte für seinen Film ein betont düsteres New York. Die Stimmung erinnert stellenweise sehr an filmische Produktionen eines David Lynch, die mit einer grandiosen Bildergewalt den Zuschauer in die Handlung hineinzieht. Bald weiß man selbst nicht mehr zwischen Realität und Fiktion zu unterscheiden. Und auch die grandiose Story weiß zu überzeugen und wartet mit einigen raffinierte Wendungen auf, die einen auch nach Ende des Abspanns nicht loslassen wollen.

Fazit

Der Film zählt zu einer der überraschenden Filmperlen des Kinojahres 2006 – vielschichtig, einzigartig und interessant. Vor allem für Freunde des unkonventionellen Kinos äußerst sehenswert.

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Melanie - myFanbase
30.04.2006

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