Bewertung: 2
Jason Friedberg, Aaron Seltzer

Pute von Panem, Die - The Starving Games

"I didn't get picked, I didn't get picked, no more Starving Games for me." - Kantmiss

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Inhalt

Als das Los auf ihre Schwester fällt, meldet sich Kantmiss Evershot (Maiara Walsh) freiwillig, um in der Arena gegen die anderen Tribute in den Verhungerspielen zu kämpfen. Ganz zur Entrüstung ihres Freundes Dale (Brant Daugherty) meldet sich auch Peter Malarkey (Cody Christian) als männlicher Tribut freiwillig, um Kantmiss beizustehen. Doch in der Arena merkt sie, dass sie keinem trauen kann und nur ein Tribut lebend wieder rauskommt. Kantmiss stellt sich dem bizarren Abenteuer.

Kritik

Ganz ehrlich: Wen überrascht diese Bewertung wirklich? Schon nachdem man den Trailer gesehen hat, weiß man, dass "Die Pute von Panem" allenfalls nur ein Griff in die Kloschlüssel sein kann. Denn gute Filmparodien sind sehr selten und leider macht da auch "Die Pute von Panem" keine Ausnahme.

Nach der Parodie "Beilight - Biss zum Abendbrot" wird also der nächste große Hype durch den Kakao gezogen. Nüchtern betrachtet wird der Versuch gewagt, die Handlung von "Die Tribute von Panem - The Hunger Games" wiederzugeben und dabei Szenen aus "Avatar Aufbruch nach Pandora", "Marvel's The Avengers" und Co. mit einfließen zu lassen. Zugegeben, alles, was nichts mehr mit der Parodie von "Die Tribute von Panem" zu tun hat, ist noch erträglich. Doch das Ergebnis insgesamt ist erschütternd. Irgendwann ist es einfach nicht mehr lustig, wenn Leute etwas an den Kopf geworfen bekommen, wie ein nasser Sack in sich zusammenfallen und im nächsten Moment wieder stehen. Doch diese Szene kommt gefühlte zehn Mal in diesem Film vor.

Damit nicht genug, geht es unlustiger weiter. Die vermeintlichen Witze mit der Holzhammermethode sind nahe der Schmerzgrenze und die Dialoge werden meist anzüglich und lächerlich entfremdet. Am schlimmsten aber sind die skurril übertriebenen Gewaltszenen, die wie aus dem Nichts in jede noch so unnötige Szene hineingequetscht werden. Storytechnisch hält sich der Film an die Ereignisse des Originals, mit vielen Abwandlungen natürlich. Doch "Die Pute von Panem" ist weder unterhaltsam, noch punktet sie mit bissigem Humor. Allein der Schluss lässt einmal die Mundwinkel leicht zucken, vorausgesetzt, man hat noch den Nerv dazu.

Nicht einmal von den Schauspielern könnte man behaupten, dass die Hauptcharaktere sonderlich gut getroffen wären. Bis auf das ähnliche Äußere hätte man für diese Rollen jeden x-beliebigen unbekannten Schauspieler nehmen können. Kinotauglich ist der Film auf jeden Fall nicht und als Parodie noch weniger. Nur die Bloopers am Ende sind das einzig Lustige an "Die Pute von Panem".

Fazit

Das Ergebnis dürfte nicht überraschend sein: Die Macher von "Date Movie" und "Beilight" erleiden auch mit "Die Pute von Panem" eine Bruchlandung. Das war wohl wieder nix.

Technische Details

Bildformat: 1,85:1 (16:9 anamorph)
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Sprachen: Englisch, Deutsch
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
Bonusmaterial: Interviews mit Cast & Crew, Featurette, Behind the Scenes, Outtakes

Tanya Sarikaya - myFanbase
13.01.2014

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