Bewertung: 6
Jim Kouf

A Fork in the Road

Wenn Du denkst es geht nicht schlimmer ...

Foto: Copyright: WVG Medien GmbH
© WVG Medien GmbH

Inhalt

Ein kleiner Junge lässt eine Gabel auf eine Landstraße fallen und löst damit unbewusst eine turbulente Kettenreaktion aus. Die Gabel beschädigt den Reifen eines Polizeiwagens, wodurch dem Häftling Will (Josh Cooke) die Flucht gelingt. Er versteckt sich in einer Scheune und beobachtet von dort fassungslos, wie die hübsche April (Jaime King) eine Leiche in einen Kofferraum wuchtet und davon fährt. Während sich Will in das nun leere Haus schleicht, um Kleidung und Proviant zu klauen, muss April wieder umkehren, um nicht in die Polizeisperre zu geraten, die wegen des entflohenen Häftlings errichtet wurde. So stehen sich ein geschockter Will und eine ebenso entsetzte April plötzlich gegenüber und müssen sich gegenseitig helfen. Sie stellen allerdings schnell fest, dass es gar nicht so einfach ist, eine Leiche loszuwerden, und dass manchmal wirklich alles schief geht, was schief gehen kann. Ein turbulentes Abenteuer beginnt ...

Kritik

Der Ausdruck "A Fork in the Road" bezeichnet metaphorisch einen bedeutenden Moment, in dem aus mehreren Möglichkeiten eine ausgewählt werden muss. In dieser Komödie von Regisseur Jim Kouf ist "A Fork in the Road" sowohl bildlich als auch wörtlich zu nehmen, denn es liegt tatsächlich eine Gabel auf der Straße, die zufällig eine Kette von Ereignissen in Gang setzt und neue Wege und Entscheidung ermöglicht.

Ohne viel Budget zu verballern, hat Kouf mit "A Fork in the Road" eine kurzweilige Komödie geschaffen, in der einige bekannte Elemente aus Gangsterfilmen parodiert werden. Während wir in Thrillern oft sehen, wie Auftragsmörder und Berufsverbrecher ganz routiniert Leichen in der Wüste entsorgen oder Geiseln gefangen halten, haben Will und April mit diesen Aufgabenstellungen gewaltige Probleme, denn den Komplizen wider Willen mangelt es sowohl an Können, Erfahrung und Skrupellosigkeit wie auch an dem nötigen Quentchen Glück. So geht bei ihnen das kleine Einmaleins der Schwerkriminalität so richtig in die Hose. Für den Zuschauer ist dies zwar stellenweise recht vorhersehbar, aber dennoch über weite Strecken absolut unterhaltsam.

Will und April sind sympathische Charaktere, denen man ein Happy End wünscht. Vor allem Jaime King gelingt es durch Gestik und Mimik, April zu einer liebenswert-chaotischen Protagonistin zu machen, die aber immer auch ein Hauch von Tragik umgibt, denn in ihrem Leben läuft noch mehr schief, als sie selbst zunächst ahnt.

Dass sich die Gabel auf der Straße letztlich auch als ein Werkzeug Amors erweist und sich April und Will langsam näher kommen, versteht sich fast von selbst. Wie gesagt, ist das ganz große Überraschungspotential nicht vorhanden.

Fazit

Für einen entspannten, lustigen Filmabend ist "A Fork in the Road" eine gute Wahl. Die Komödie ist kurzweilig und liegt nicht schwer im Magen.

Maret Hosemann - myFanbase
09.09.2011

Diskussion zu diesem Film