Bewertung: 5
Sngmoo Lee

Warrior's Way, The

"Du bist ein Assassin. Alles was du liebst wirst du zerstören."

Foto: Copyright: Sony Pictures Home Entertainment
© Sony Pictures Home Entertainment

Inhalt

Der legendäre Held Yang (Dong-gun Jang) ist der beste Schwertkämpfer den es gibt. Allein er hat es geschafft, alle Mitglieder seines verfeindeten Cals auszulöschen, bis auf eines: Ein Baby konnte überleben und Yang bringt es nicht übers Herz, es zu töten. Stattdessen nimmt er sich seiner an und flieht in den Westen in ein kleines Dorf, einem heruntergekommenen Wanderzirkus. Bald lebt er sich ein und besonders Lynne (Kate Bosworth) findet Zugang zu Yang. Die Idylle wird gestört, als der brutale Colonel (Danny Huston) auftaucht, mit dem Lynne noch eine Rechnung offen hat. Auch Yang wird von seinen eigenen Clan weiterverfolgt und die Assassinen machen das Dorf bald ebenfalls ausfindig.

Kritik

Eines vorweg, bei solchen Filmen darf man keine tiefgründige Handlung erwarten, denn das Konzept beruht nur auf das Auge des Zuschauers. Schwertkämpfe, Actionszenen, Leichen und viel spritzendes Blut. In diesen Belangen kann "The Warrior’s Way" vollends befriedigen, denn die Kampfszenen sind authentisch und die Kameraführung wirklich gut gelungen.

Geoffrey Rush hat mit Abstand den undankbarsten und überflüssigsten Charakter, der betrunken umhertorkelt und dabei stark Captain Jack Sparrow zu imitieren versucht. Auch, wenn einige Witze aufgehen und er im späteren Verlauf etwas mehr Spielzeit bekommt, bleibt sein Schauspieltalent maßlos unterfordert. Auf diese Rolle hätte Rush lieber verzichten sollen. Zum Glück sind die beiden Hauptdarsteller und deren Charaktere gut getroffen. Während Yang immer denselben coolen Gesichtsausdruck hat und den typischen Kriegshelden darstellt, kann Kate Bosworth die angespannte Stimmung durch ihre anfangs unbeholfene Art, dann aber kriegerischen Mut ausgleichen. Lynne ist am Besten getroffen und sorgt besonders zu Beginn für viel Humor, was bei solch eine Genre untypisch, hier aber passend ist. Der Versuch ist sogar da, den Charakteren durch schreckliche Vergangenheiten Tiefe zu verleihen. Aber wirklich identifizieren kann man sich mit ihnen dennoch nicht, denn dafür sind die Charaktereigenschaften von Lynne und Yang zu stereotypisch.

Manche mögen die unrealistische Umgebung kritisieren, bei dem man keine Mühe investiert hat, das Westerndorf oder etwa den Horizont glaubhaft wirken zu lassen. Im Gegenteil, die gesättigten Farben und der zahlreiche Einsatz von Special Effects verzichten auf die natürliche Umgebung und wollen das Fantastische und Übernatürliche an Ninjakriegern hervorheben. Da die Schwertkämpfe auch nicht realistisch sind, passt die idyllische Zirkuskulisse mitten im wilden Westen deshalb zum Konzept von "The Warrior’s Way".

Der Mischung aus Ninjakrieger aus dem Fernosten und den Cowboys im wilden Westen ist überraschend gut gelungen, was zum Teil auch dem Szenenbild zu verdanken ist. Auch wenn die erste Halbe Stunde nichts passiert, ist der Film nicht langweilig. Yang lebt sich in einer neuen und friedlichen Umgebung ein. Das alles ist nett anzuschauen, vor allem wenn man weiß, dass diese Idylle gestört wird. Tatsächlich wird es in der zweiten Hälfte deutlich spannender, als sich Lynn mit ihrer und Yang mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen muss. Während es nach und nach immer actionreicher und brutaler zugeht, driftet das letzte Drittel aber in endlose Schlachten ab, die alle technisch sehr gut sind, dem Film aber doch einen oberflächlichen Charakter verleihen, da man diese so oder so ähnlich schon in jedem anderen guten Ninjafilm beobachten kann. Der ganze Ablauf des Krieges und der große Showdown ist dann auch nichts Neues mehr. Insgesamt verlässt sich "The Warrior’s Way" auf Altbewährtes und liefert genau das, was man anhand des Trailers erwarten darf.

Fazit

"The Warrior’s Way" ist ein unterhaltsamer Ninjakriegerfilm mit hervorragenden Schwertkämpfen, wobei man aber keine hohen Ansprüche, vor allem nicht an die Handlung, stellen sollte.

Tanya Sarikaya - myFanbase
01.08.2011

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