Bewertung: 6
Andrew Davis

Jede Sekunde zählt – The Guardian

How do you decide who lives or who dies?

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Inhalt

Jake (Ashton Kutcher) ist ein phänomenaler Schwimmer und stellte in der Schule einen Rekord nach dem anderen auf. Nach seinem Abschluss entscheidet er sich, Rettungsschwimmer zu werden, obwohl er in jedem anderen College ein Stipendium kriegen könnte. Der Ausbilder Ben Randall (Kevin Costner), eine Legende, nimmt ihn unter seine Fittiche. Jake und die anderen Bewerber müssen bald an ihre Grenzen gehen, um diesen riskanten Beruf ausüben zu können und merken, dass Rekorde im Schwimmbecken nichts im Vergleich zum realen Leben in den stürmenden Meeren sind. Wer Leben rettet, muss alles riskieren, so lautet das Motto. Denn eines Tages wird eine Notsituation kommen, die über Leben und Tod entscheidet.

Kritik

Ashton Kutcher und Kevin Costner in einem actionreichen Taucherausbildungsdrama? Was kann bei dieser Besetzung schon schief gehen? Einiges, denn trotz des grandiosen Zusammenspiels des Casts, weist "Jede Sekunde zählt – The Guardian" einige Schwächen auf.

Es dreht sich also alles um den jungen Taucher Jake, der schon zu Beginn des Films ein überragender Schwimmer ist und einen Rekord nach den anderen aufstellt. Aber auf einer richtigen Schule zur Rettungsschwimmerausbildung reicht das bei weitem nicht. Das muss auch unser Jake am eigenen Leibe erfahren. Ashton Kutcher zeigt sich von seiner muskulösen Schokoladenseite und bringt seine Rolle grandios auf die Leinwand. Die Vaterfigur Ben, dargestellt von Kevin Costner, beweist ebenfalls Tiefgang und überzeugt. Aber Kutcher ist nicht zu übertreffen und da sein Charakter im Mittelpunkt steht, ist er der Held der Geschichte.

Doch hier fängt es schon an. Statt sich auf die Sympathiepunkte von Ashton Kutcher und seinen liebenswürdigen Charakter zu verlassen, möchte man noch eins drauflegen und tischt mitten im Film eine überflüssige Liebesgeschichte auf. Zum Glück ist seine Freundin Helen, dargestellt von der sympathischen Sela Ward, gut auszuhalten und nicht nervig. Trotzdem wirkt dieser Liebesdusel zwischen Leben und Tod fehl am Platz, aber darüber kann man hinwegsehen. Leider kommt es zum zweiten Schwachpunkt des Films und das ist Jakes Vergangenheit: Die Macher wollten sein Leben wohl so dramatisch wie möglich gestalten, um ihm mehr Tiefgründigkeit zu verschaffen. Aber seine leidvolle Vergangenheit wirkt wie aus einem schlechten Hollywoodfilm abgeschaut und es wird dadurch genau das Gegenteil, nämlich Oberflächlichkeit, erzielt. Aber auch das kann durch Kutchers Darstellung wettgemacht werden.

Weiter geht es mit der Handlung, die überraschend anders ist (und das nicht unbedingt im positiven Sinne), als erwartet. Das Werbeposter und der Trailer versprachen einen packenden und actionreichen Rettungsschwimmerfilm, aber gut Dreiviertel der Handlung spielt in der Ausbildungsschule und nicht im echten Meer. Natürlich müssen die angehenden Rettungsschwimmer ausgebildet werden, aber Regisseur Andrew Davis konzentriert sich auf eine einseitige Handlung und bindet keine Wendungen ein. Nicht, dass es nicht interessant wäre, dem ist nämlich so. Es macht Spaß, den Jungs beim Schwimmen zuzuschauen und man fiebert mit ihnen mit. Die Kameraführung auf Land sowie unter Wasser sind gut gelungen. Aber trotzdem fehlt da das gewisse Etwas, um den Film spannend zu machen.

Einen Umschwung versucht man mit allen Mitteln am Schluss einzubringen. Doch wenn man es schon spätestens in der Mitte des Films nicht geschafft hat, Action und Drama unter einen Hut zu bringen, wird es am Ende auch nicht gelingen. Eine gute Mischung dieser zwei Elemente ist hier leider nicht gegeben, der Schluss wirkt, wie die erzwungene Liebesgeschichte, aufgesetzt und zu klischeehaft. Da hätte man sich doch lieber rein auf ein Drama beschränken sollen.

Fazit

Es ist zum größten Teil Ashton Kutchers Verdienst, dass "Jede Sekunde zählt – The Guardian" zumindest teilweise überzeugen kann. Der Film weist einige Schwächen, aber auch eine interessante Handlung auf. Er überrascht nicht, enttäuscht aber auch nicht. Doch die gewünschte Mischung aus Drama und Action ist hier leider nicht geglückt.

Tanya Sarikaya - myFanbase
22.12.2010

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