Bewertung: 7
Mark Young

Killing Jar, The

"Was ist mein Problem?" - "Sie sind ein guter Mensch, nur zur falschen Zeit, am falschen Ort."

Inhalt

Es ist eine regnerische Nacht und in einem Imbiss sitzen noch die letzten Gäste nach einem anstrengenden Arbeitstag. Im Radio wird die Nachricht verkündet, dass ein Mörder - welcher vier Menschen, darunter zwei Kinder, auf dem Gewissen hat - in der Gegend unterwegs ist. Daraufhin wird dies das Gesprächsthema in diesem Imbiss. Zunächst erscheint zu später Stunde ein Mann aus New York (Harold Perrineau), der auf die Kellnerin Noreen (Amber Benson) auf Anhieb sympathisch wirkt. Ein ungutes Gefühl überkommt sie jedoch, als ein in schwarz gekleideter Mann hereintritt und Platz nimmt.

Kritik

"The Killing Jar" mag wohl der bisher beste Film von Regisseur Mark Young sein, denn für seine Verwirklichung hatte es gute drei Jahre gebraucht, nachdem sein letzter Film "Tooth & Nail" aus dem Jahr 2007 kein überzeugendes Machwerk war. Umso erstaunlicher scheint dieser Film zu sein, zumal der Titel den Inhalt metaphorisch exakt trifft.

Die Gäste des Diners sitzen in ihrem Glas fest, und müssen das verstörende Geschehen miterleben, das der Gast Doe, gespielt von Michael Madsen ("Kill Bill"), an allen einzeln verübt. Er tötet seine Gäste nicht einfach, er verübt selbstständige, irdische Justiz an seinen Opfern, in welcher er die Wahrheit, und wirklich nichts als die Wahrheit erwartet. Egal um welchen Preis. Deswegen ist der Film so verklemmend und realistisch, da zu jedem Zeitpunkt mit den Protagonisten mitgefühlt wird. So sehr, dass einem sogar die Nackenhaare zu Berge stehen, da jeder Moment für sie der letzte sein könnte. Gleichzeitig verschwindet auch irgendwie die Hoffnung nicht, dass sie aus dieser Geschichte heil herauskommen. Wer den Ausgang wissen möchte, der muss sich diesen Film anschauen. Genügend Überraschungen bietet er allemal. Durch die forsche Gangart von Doe kommen so manch abtrünnige Geheimnisse zum Vorschein.

Um dieses schlimme und dunkle Gefühl erschreckend gut zu vermitteln, lässt Young seine Kamera immer wieder auf die Leichen, das Blut und Körperteile los, die im gesamten Diner verteilt sind. Immer und immer wieder untermalt mit einer durch und durch bedrückenden Musik, als ob es nur eine Nachricht gäbe: Es gibt kein Entkommen.

Fazit

Ein beklemmendes und erschreckendes Drama, bei dem der Dialog im Vordergrund, und die Gewalt im Hintergrund steht.

Ignat Kress - myFanbase
15.10.2010

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