Bewertung: 7
Kevin Greutert

Saw VI

6 Chances. 6 Lessons. 6 Choices.

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Inhalt

Nach dem Tod von Agent Strahm bereitet sich Paul Hoffman (Costas Mandylor) darauf vor, Jigsaws (Tobin Bell) letzten Test auszuführen, doch die Polizei ist ihm dicht auf den Fersen und kommt langsam hinter sein Geheimnis. Diesmal muss William Easton (Peter Outerbridge) sich Jigsaws Test stellen und genau wie in seinem Beruf als Krankenversicherungsbeamter über Leben und Tod entscheiden. Währenddessen will auch Jill (Betsy Russell) den letzten Willen ihres toten Ex-Mannes erfüllen ...

Kritik

Es gibt wohl kaum eine Horrorfilmreihe, die so komplex ist wie die "Saw"-Reihe, doch im Laufe der Jahre haben sich nicht nur einige Ungereimtheiten eingeschlichen, auch die Spannung ging teilweise verloren und langsam kommt man bei den vielen Wendungen auch nicht mehr mit. Auf den sechsten Teil war ich dennoch gespannt, da dieser die Story um Jigsaw abschließen und alle offenen Fragen beantworten sollte. Allzu hohe Erwartungen hatte ich jedoch nicht, wurde aber positiv überrascht. Nach dem schlechten vierten und mittelmäßigen fünften Teil ging es endlich wieder bergauf und die Autoren schufen einen spannenden und unterhaltsamen Horrorfilm, der sogar Lust auf eine weitere Fortsetzung macht.

Ob wirklich alle Fragen beantwortet wurden, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Dazu müsste ich mir nochmal alle Teile ansehen, da in den sechs Teilen soviel passiert ist. Mit den Antworten, die uns in diesem Teil geliefert wurden, kann man aber relativ zufrieden sein, denn sie füllen einige Lücken und fügen sich mehr oder weniger stimmig ins Gesamtbild ein.

Die Fallen des sechsten Teils sind zwar nicht immer einfallsreich, schaffen es aber durchaus einem zum mitfiebern zu bewegen. Der Ekelfaktor ist dagegen, mal abgesehen von der Anfangsszene und dem Ende, relativ niedrig, doch das stört nicht, denn dieser Teil hatte tatsächlich mehr zu bieten als Blut und Gedärme, nämlich eine spannende Fortsetzung der Jigsaw-Story.

Die Darsteller machen ihre Sache wie immer gut. Tobin Bell ist natürlich wieder als Jigsaw dabei, der uns zum hundertsten mal vorkaut, was seine Beweggründe für diese Taten sind. Ich frag mich wirklich warum man das immer wieder erwähnen muss. Die Zuschauer wissen langsam warum er dies alles tut. Auch Betsy Russell hat mir gut gefallen, die als Jill endlich mal mehr in den Mittelpunkt des Geschehens rückt.

Der Film endet natürlich mit einem Cliffhanger und zum ersten Mal, seit langer Zeit, freue ich mich wieder auf eine Fortsetzung. Ich hoffe das Niveau kann in den nächsten Teilen wenigstens gehalten werden.

Fazit

Nach den schlechten bis mittelmäßigen Fortsetzungen der letzten beiden Jahren schaffte es der sechste Teil endlich mal wieder zu überzeugen. Man setzte wieder mehr auf Suspense und Thrill, statt auf Folter und Gedärme, was der Filmreihe sichtlich gut tat. Nun kann man sich auch wieder auf die nächsten Teile freuen.

Kevin Dave Surauf - myFanbase
26.12.2009

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