Bewertung: 6
Darren Lynn Bousman

Saw IV

"4 Wände bilden ein Heim."

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Inhalt

Jigsaw alias John Kramer (Tobin Bell) und dessen Helferin Amanda (Shawnee Smith) sind tot, aber dennoch haben die tödlichen Spiele kein Ende. Denn bei der Autopsie von Jigsaws Leichnam findet der Gerichtsmediziner eine Audiokassette, wo dieser weitere Morde ankündigt.

Die eigentliche Handlung dreht sich allerdings darum, dass Detective Kerry (Dina Meyer) umgebracht wurde und die FBI-Agenten Strahm (Scott Patterson) und Perez (Athena Karkanis) auf den Fall angesetzt werden, um Hoffman (Costas Mandylor) zu helfen. Doch inoffiziell versuchen sie, die Person im Polizeiapparat zu finden, die mit Jigsaw zusammengearbeitet und sein Erbe angetreten hat. Währenddessen versucht SWAT-Kommandant Rigg (Lyriq Bent) seinen von Jigsaw entführten Partner Eric Mathews (Donnie Wahlberg) zu retten, allerdings bleiben ihm dazu nur 90 Minuten.

Kritik

"Saw IV" beginnt mit einer sehr detaillierten Obduktion von Jigsaw, die man bisher in noch keinem Film gesehen hat. Allerdings bleibt der Film nicht so ekelhaft und brutal wie er anfängt, denn bis auf wenige Ausnahmen ist der Film nicht so blutig wie man es von der "Saw"-Reihe gewöhnt ist, die Gore-Szenen sind kürzer und die Todeskämpfe der Opfer schneller zu Ende. Denn die Macher von "Saw IV" scheinen mehr Wert darauf gelegt zu haben, die Hintergründe der Taten und die Motive von Jigsaw zu durchleuchten, was allerdings dazu führt, dass Jigsaw seine geheimnisvolle Aura verliert. Die häufigen Rückblenden haben außerdem zur Folge, dass das eigentliche Handlungsgeschehen keine richtige Spannung aufbauen kann und gelegentlich ins Stocken kommt. Weiterhin sind die Fallen nicht mehr so raffiniert und schaurig, wie man es aus den vorherigen Teilen gewöhnt ist, auch das Ende ist durch die rasante Erzählart und die Sprünge zum dritten Teil sehr verwirrend.

Aber auch wenn es jetzt so rüberkommen mag, der Film ist nicht nur schlecht. Die Darsteller haben allesamt ihre Charaktere, auch wenn manche kaum länger als fünf Minuten zu sehen waren, gut gespielt. Besonders überrascht war ich über Scott Patterson, den ich bisher nur als Luke aus "Gilmore Girls" kannte, denn ich habe nicht eine Sekunde daran gedacht, dass er Luke ist.

Fazit

Der Film eignet sich nur für wirkliche Fans der "Saw"-Reihe.

Anja Schmidt - myFanbase
08.02.2008

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