Bewertung: 1
Andrew Gurland

Cheats - Die Highschool-Trickser

Beim Bescheißen geht's ums Detail!

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Inhalt

Handsome Davis (Trevor Fehrman), Sammy (Elden Henson), Victor (Matthew Lawrence) und Jonathan (Martin Starr) haben überhaupt keine Lust auf Schule und sind entsprechend faul, was das Lernen angeht. Doch dies hat keine negativen Konsequenzen, denn die vier sind hervorragend im Schummeln. Durch eine Kopie des Schlüssels des Hausmeisters haben sie Zugang zu allen wichtigen Informationen und mit Kreativität und Redekunst kommen sie immer an die Antworten für die anstehenden Tests heran, ohne wirklich erwischt zu werden. Doch die Schulleiterin bekommt etwas mit und lässt das Schloss wechseln. Der Ruf der vier Jungs steht auf dem Spiel. Als sie beim Hausmeister einbrechen, werden sie durch eine Unachtsamkeit von Jonathan erwischt. Es kann ihnen aber wieder nicht viel nachgewiesen werden und nach drei Tagen Suspendierung geht es weiter. Doch es gibt erste Streitigkeiten. Jonathan soll zur Strafe ausgeschlossen werden, während Sammy von selbst aussteigen will, um seine Zukunft nicht zu gefährden.

Kritik

Schon der Titel kann es locker mit diversen Privatsender-Eigenproduktion aufnehmen, um die man in der Regel eine großen Bogen macht. Trotzdem ist man bei US-Produktionen doch immer mal wieder bereit, dass Risiko einzugehen und Zeit für eine solche High-School-Komödie aufzuwenden, zumal man gerne ein paar Gesichter, die man aus geliebten Serien kennt, in Filmen sieht. In diesem Film sind das Jewel Staite und Maggie Lawson, doch auch diese Szenen helfen nur geringfügig darüber hinweg, dass man mit dem Film seine Zeit völlig verschwendet hat.

Zunächst wirkt der Film wie eine bloße Anleitung zum Schummeln, weil faul mit cool gleichgesetzt wird. Immerhin setzen sich hier vier junge Burschen gegen das System Schule zur Wehr und haben daher die Sympathien auf ihrer Seite. Die Ausnahmestellung gefällt natürlich nicht jedem. Gerade die strebsamen Schüler finden es gar nicht gut, haben aber bei ihrem Stand an der Schule nicht viel zu sagen. Viel mehr passiert dann eigentlich auch nicht. Die Jungs kommen mit ihren verschiedenen Methoden durch und besonders Handsome Davis weiß in brenzligen Situationen zu überzeugen. Der Film selbst tut es an keiner einzigen Stelle. Witzig ist kaum etwas, die Storyline ist auch völlig übertrieben, weil die Methoden eigentlich auffliegen müssen, alle anderen aber offenbar nicht wirklich nachdenken. Wirklich ausgearbeitet und durchdacht ist hier also gar nichts.

Die Charaktere sind entsprechend auch nur oberflächlich, sodass einem also nichts anderes übrig bleibt, als sich am Grund für die Filmwahl aufzubauen: Jewel Staite und Maggie Lawson sind in kleinen Nebenrollen zu sehen. Jewel Staite spielt mit Teddy Blue einen Charakter, der nicht anders kann, als ständig Schimpfworte zu benutzen, und entsprechend keine rosige Schullaufbahn hat. Maggie Lawson ist eine strebsame Schülerin, die sich um ihre Zukunft Sorgen macht und es nicht besonders toll findet, dass andere durch Schummeln besser als sie sind. Das ist auch sehr bescheiden und alles andere als begeisternd und fällt wohl in die Kategorie jede Rolle annehmen, um im Geschäft überhaupt Fuß zu fassen.

Außer den Auftritten der beiden mir bekannten Gesichter bleibt dann auch nichts vom Film hängen. Angeblich geht es sogar um Freundschaft und die tolle Schulzeit, in der letztlich jeder schummelt, weshalb das auch nicht wirklich schlimm ist. Was nimmt man also mit? Schummeln führt zum Ziel. Das Beste war also die sonntagmorgendliche Ausstrahlung, sodass möglichst niemand etwas vom Film mitbekommen hat.

Fazit

Was soll man um den Brei herum reden? Der Film ist absoluter Mist und selbst dann nicht zu empfehlen, wenn man ihn sich wegen bestimmter Castmitglieder anschaut.

Emil Groth - myFanbase
26.10.2009

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