Bewertung: 6
Mark Waters

Womanizer, Der – Die Nacht der Ex-Freundinnen

"Die Ehe ist eine korrupte und hassenswerte Institution." – Connor Mead

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Inhalt

Connor Mead (Matthew McConaughey), berühmter Fotograf, hat alles im Leben, was er sich vorstellt – Erfolg, Geld und vor allem Frauen sind das, was er will und was der Womanizer auch hat. Doch dann rufen die Familienplichten – Paul (Breckin Meyer), Connors Bruder, wird demnächst heiraten. Connor hält überhaupt nichts von Hochzeiten und verhält sich genauso, wie es von einem Trauzeugen des zukünftigen Ehepaares nicht erwartet wird. Er lässt keine Gelegenheit aus um deutlich zu machen, wie absurd für ihn die Ehe ist – Connors erste Handlung ist Paul seinen Jaguar anzubieten, so dass er schnell die Kurve kratzen kann, um nicht im sogenannten "Ehe-Gefängnis" zu landen.

Dann, eines Nachts, wie aus heiterem Himmel, erscheint sein toter Onkel Wayne. Connor traut seinen Augen nicht und nicht nur weil er einen Geist sieht, sondern auch weil sein einziges "Womanizer-Vorbild" ihm versucht zu erklären, dass er nicht so weiter leben kann wie bisher, denn sonst wird er einsam sterben. Im Laufe dieser Nacht ist es nicht nur Onkel Wayne, sondern noch drei so genannte Geister der Ex-, aktuellen- und zukünftigen Freundinnen, die Connor bei einer Reise durch sein bisheriges Liebesleben begleiten. Ziel dieser Reise ist es, dass Connor seine Fehler erkennt und die wahre Liebe entdeckt…

Kritik

Der Film "Der Womanizer – Die Nacht der Ex-Freundinnen" bietet dem Publikum ein klischeehaftes Drehbuch à la Hollywood – eine Handlung, die auf jeden Fall unterhaltsam, aber kein Hit des Jahres 2009 ist. Die Story des Films basiert nicht nur auf Charles Dickens' Werk "A Christmas Carol", sondern ähnelt auch dem Filmklassiker "Die Geister, die ich rief" mit Bill Murray in der Hauptrolle. Und im Prinzip ist "Der Womanizer" vom selben Schlag wie das Filmwerk "30 über Nacht" mit Jennifer Garner. Beide Handlungen sind einfach gestrickt, so dass schnell erkennbar wird, was als nächstes geschieht und dennoch sind diese Art von Filmen sehr gefragt beim Publikum – viel Humor und beliebte Stars in den Hauptrollen führen schließlich zum Erfolg.

Szenen wie zum Beispiel der irrwitzige Versuch von Connor, die Hochzeitstorte vor dem Crash mit dem Küchenboden zu retten, oder die Tobsuchtsanfälle der zukünftigen Braut Sandra (Lacey Chabert), die so nervös ist, dass sie einen Nervenzusammenbruch nach dem anderen bekommt, aber auch Connors Reisen in seine Vergangenheit sind geschickt dargestellt und erheitern die Zuschauer. Es sind genau diese Parts, die den Film ausmachen – von der zauberhaften Liebe ist nicht viel zu sehen, erst zum Schluss, als Connor Mead erkennt, dass er genug mit Frauen gespielt und die Frau des Lebens in Jenny gefunden hat, schwindet der Witz und macht Platz für die Liebe.

Beide Hauptdarsteller, Matthew McConaughey und Jennifer Garner, spielen ihre Rollen sehr gut – besonders McConaughey stellt seinen Part als "Connor Mead - Macho Nr.1" überzeugend dar. Auch die Nebenrolle von Michael Douglas als Onkel Wayne verleiht dem Film einen weiteren Humor-Pluspunkt.

Fazit

"Der Womanizer" ist ein Film mit anspruchsloser Story, aber hohem Unterhaltungswert. Stars wie Michael Douglas, Jennifer Garner und Matthew McConaughey verleihen dem Film Frische und sorgen für viele Lacher.

Juliane Walter - myFanbase
10.10.2009

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