Bewertung: 3
Christian Duguay

Boot Camp

"Now make your escape."

Inhalt

Sophie (Mila Kunis) ist eine pubertierende Teenagerin, die keine Party auslässt. Das geht ihren Eltern mächtig auf die Nerven, sodass sie sich dazu entschließen, Sophie in ein "Boot Camp" auf den Fidschi-Inseln zu schicken. Dort werden die Jugendlichen mit harten Methoden zu perfekten Musterkindern gedrillt. Sophies einzige Hoffnung ist ihr Freund Ben (Gregory Smith), der ebenfalls auf der Insel landet. Als es beide schließlich nicht mehr dort aushalten, planen sie die Flucht...

Kritik

Da mich das Buch "Boot Camp" von Morton Rhue sowohl fasziniert als auch geschockt hat, habe ich mir diesen Film angeschaut. Ich hatte zwar hohe Erwartungen, da mir das Buch sehr gefallen hat, aber leider wurde ich maßlos enttäuscht. Doch auch ohne jegliche Erwartungen ist der Film sehr enttäuschend.

Der Anfang sagt schon alles über den Film aus: Nach der brutalen Entführung von Hauptcharakter Sophie geht's auch gleich brutal weiter. Auf der Insel werden alle Teenager gedrillt und niedergemacht. Und mehr passiert die erste Stunde gar nicht mehr. Gut, die Szenen zeigen zwar deutlich, wie es den Teenagern in solchen "Boot Camps" wohl ergeht und in vielen Szenen möchte man am liebsten gar nicht hinschauen. Insofern schafft es der Film, den Zuschauern vor Augen zu führen, wie es in den Camps zugeht und was die Jugendlichen dort alles ertragen müssen. Aber durch die viel zu übertriebenen und brutalen Szenen wird der Film immer unrealistischer und eintöniger. Es wäre besser gewesen, wenn man sich mehr um die Charaktere bemüht hätte, denn diese kommen alle ziemlich blass und oberflächlich rüber. Hier hätte man mehr auf die Jugendlichen eingehen sollen, doch stattdessen konzentrieren sich die Macher eher auf das Verprügeln der Teenager.

Wenigstens wird es gegen Mitte des Films etwas spannend, als Ben und Sophie einen Fluchtversuch wagen. Man fiebert mit den beiden mit, aber so plötzlich die Spannung auch kam, so schnell verschwindet sie wieder, als die beiden geschnappt und ins Camp zurückgebracht werden. Und von dort geht dasselbe von vorne los.

Auch das geringe Budget ist sehr auffällig, zumal das Bild oft wackelt und die Hintergrundmusik einfach nur einschläfernd ist. Ebenso kann die schauspielerische Leistung von Mila Kunis, Gregory Smith und Peter Stormare nicht überzeugen.

Fazit

Bis auf die überzeugend-brutalen Szenen hat "Boot Camp" nichts zu bieten, dennoch kann die Message halbwegs rübergebracht werden. Aber für alle, die sich mit diesem Thema befassen wollen, ist das Buch von Morton Rhue um einiges empfehlenswerter.

Tanya Sarikaya - myFanbase
02.07.2009

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