Bewertung: 6
McG

Terminator: Die Erlösung

"Ich komme wieder."

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Inhalt

Wir schreiben das Jahr 2018, der Krieg zwischen Mensch und Maschine ist in vollem Gang und John Connor (Christian Bale) gibt sein Bestes, um seinem Schicksal als Anführer der Widerstandskämpfer gerecht zu werden.

Doch plötzlich taucht der mysteriöse Marcus Wright (Sam Worthington) auf, der sich nur daran erinnern kann, dass er vor vielen Jahren als Todeskandidat auf seine Hinrichtung gewartet hat; was er nicht weiß, Cyberdyne hat mit seinem Körper furchtbare Experimente durchgeführt. Inmitten einer verlassenen Stadt trifft er plötzlich auf einen der Terminatoren, doch ein mutiger Widerstandskämpfer schafft es, ihn zu retten und stellt sich ihm als Kyle Reese (Anton Yelchin) vor. Nachdem John und Marcus aufeinander treffen, ist es Johns Aufgabe zu entscheiden, ob man ihm vertrauen kann, denn zusammen müssen sie Kyle aus der Gefangenschaft von Skynet befreien.

Kritik

Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich mit geringer Erwartung in den Film hineingegangen bin, da man bereits auf diversen Seiten einige eher negative Kritiken lesen konnte, doch so schlecht wie ich dachte, war er dann zum Glück doch nicht.

Der Film strotzt nur so vor Actionszenen, in denen einen das Trommelfell zu zerplatzen droht und man glaubt, dass bald vor lauter Explosionen der eigene Kinosessel Feuer fängt. Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht. Doch auch wenn das jetzt sehr positiv klingt, muss ich euch leider enttäuschen, denn in diesem Film jagen sich nicht nur die Terminatoren und Menschen, nein auch ein Logikfehler jagt den nächsten, was den Spaß doch mindert, wenn man das Denken nicht komplett abschalten kann. Auch die "erzwungenen" Liebesszenen fand ich in dem Film doch mehr als unnötig und zum Teil auch fehl am Platz, es wirkte beinahe so, als hätte man keinen anderen Weg gesehen, um den weiteren Verlauf des Filmes zu inszenieren, was doch schon sehr klischeehaft wirkte und mehr zur Belustigung beitrug, als dass man ernsthaft mit den Charakteren mitfühlt. Auch ansonsten machte man sich nicht viel Mühe, den Charakteren eine tiefgründige Persönlichkeit zu verleihen, aber was ja nicht ist, kann ja noch werden - vielleicht überrascht man uns in den kommenden zwei Teilen damit. Die Schauspieler an sich fand ich eigentlich alle überzeugend, doch wie gesagt, wenn man ihnen nicht viel zu tun gibt, dann können sie auch nichts beweisen und somit sind sie ebenfalls nur so gut, wie es das Drehbuch erlaubt.

Weiterer Punkt auf der Bewertungsliste ist wohl, ob man als absoluter Terminatorneuling den Film ebenfalls versteht. Hierfür gibt es ein absolutes NEIN, denn die Zusammenhänge in dem Film kann man erst verstehen, wenn man die vorherigen Teile kennt, da außer einer kurzen Erklärung keine weiteren Erläuterungen gegeben werden. Wieso zum Beispiel ist Kyle Reese, Johns Vater, viel jünger als sein eigener Sohn? Wer weiß es? Du hattest die richtige Antwort auf die Frage? Glückwunsch, du darfst dir diesen Film ruhig im Kino anschauen. Allen anderen rate ich, entweder ihr schaut euch noch schnell die vorherigen Teile an oder wartet einfach bis der Film auf DVD erschienen ist und macht dann ein "Terminator"-Wochenende mit allen vier Teilen.

Fazit

Dieser Film ist meiner Meinung nach kein würdiger Nachfolger für die ersten beiden "Terminator"-Filme, könnte sich aber in die Liga des dritten Teiles einreihen. Wer allerdings auf viel Action steht, für den ist der Film genau das richtige, denn es gilt: Viel Kawumm, wenig drumherum.

Anja Schmidt - myFanbase
10.06.2009

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