Bewertung: 7
Patrick Lussier

My Bloody Valentine 3D

Get your heart broken.

Foto: Copyright: Kinowelt Filmverleih GmbH
© Kinowelt Filmverleih GmbH

Inhalt

Bei einer Methangasexplosion in dem Städtchen Harmony sterben fünf Bergarbeiter. Harry Warden, der das Unglück überlebt hat, erwacht am darauffolgenden Valentinstag aus dem Koma und ermordet 22 Menschen. Nur Tom Hanniger (Jensen Ackles), den viele für die Explosion verantwortlich machen, überlebt das Massaker und verlässt daraufhin die Stadt. Zehn Jahre später kehrt er zurück, um die Mine, die sein Vater ihm vererbt hat, zu verkaufen. Doch schon kurz darauf wird das kleine Städtchen erneut von einer grausamen Mordserie erschüttert und Tom gehört für Sheriff Axel (Kerr Smith), der inzwischen dessen frührere Freundin Sarah (Jaime King) geheiratet hat, zu den Hauptverdächtigen...

Kritik

Während "My Bloody Valentine 3D" bereits im Januar, einige Wochen vor Valentinstag, in den US-Kinos lief, mussten wir uns bis Mai gedulden. Aber das Warten hat sich auf jeden Fall gelohnt. Nicht nur, da dies der erste Horrorfilm ist, der in 3D ins Kino kommt, sondern auch weil der Film wirklich gut geworden ist, was heutzutage, bei diesem Genre, nicht unbedingt selbstverständlich ist. Natürlich handelt es sich bei "My Bloody Valentine 3D", wie sollte es auch anders sein, um das Remake eines Horrorfilms aus den Achtzigern. Wenn man sich die Horrorfilme, die dieses Jahr bereits ins Kino kamen, anschaut, findet man kaum einen Film, der kein Remake ist.

Die Story ist jetzt nicht unbedingt originell, aber das machen sowohl die 3D-Effekte, als auch die originellen Todesszenen alles wieder wett. Und mal ehrlich, für die meisten Horrorfans ist das Wichtigste, das viel Blut fließt und davon gibt es in diesem Film mehr als genug. Spannend ist der Film auch, trotz mancher Klischees, die in dem Genre so üblich sind. So taucht, zum Beispiel, der Killer oftmals urplötzlich aus dem Nichts auf und ist danach genauso schnell wieder verschwunden. Wirklich sympathisch sind die meisten Charaktere in dem Film nicht, weshalb einem relativ egal ist, wer stirbt und wer überlebt, mal abgesehen von Sarah und Tom. Die beiden sind die einzigen Sympathieträger des Films.

Der Film beginnt spannend, tritt dann aber kurzzeitig mal aufs Gaspedal, um sich der Dreiecksbeziehung von Sarah, Tom und Axel zu widmen. Zwischendrin werden immer mal ein paar Morde gezeigt, damit die Spannung erhalten bleibt, was auch super funktioniert. Das Finale ist dann etwas weniger blutig als der Anfang, aber Horrorfans werden daran trotzdem ihre Freude haben. Auch die Frage, wer der Killer ist, bleibt bis zum Ende ungeklärt, da die Autoren während des Films immer wieder falsche Fährten legen und man sich nie sicher ist, wer es sein könnte.

Zu den besten Szenen des Films gehören, neben der Flucht vor dem Killer im Supermarkt, auch die, in der Schauspielerin Betsy Clue minutenlang splitternackt um ihr Leben rennt. Beim Cast gibt es nichts zu meckern. Besonders Jensen Ackles spielt Tom sehr überzeugend. Auch ohne die 3D-Effekte wäre der Film sicherlich sehenswert, aber erst diese machen den Film zu etwas Besonderem.

Fazit

Ein spannender, wenn auch nicht unbedingt origineller Horrorfilm, der vor allem durch die 3D-Technologie punkten kann. Aber auch so kann der Film mit einem anständigen Cast und originellen Splatterszenen überzeugen.

Kevin Dave Surauf - myFanbase
22.05.2009

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