Bewertung: 8
Dennis Iliadis

Last House on the Left

Wenn jemand verletzt würde, den du liebst, wie weit würdest du gehen, wenn du zurückschlägst?

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Inhalt

Die 17-jährige Mari (Sara Paxton) macht mit ihren Eltern Urlaub an einem abgelegenen See und unternimmt gleich am ersten Abend etwas mit ihrer besten Freundin Paige (Martha MacIsaac). Die beiden landen im Hotelzimmer des gleichaltrigen Justin (Spencer Treat Clark), doch sie wissen nicht, dass dessen Vater ein flüchtiger Mörder ist. Er und seine beiden Freunde kehren früher als erwartet zurück und nehmen die beiden in ihre Gewalt. Nachdem Mari vergewaltigt und angeschossen wurde und zusehen musste, wie ihre Freundin stirbt, suchen die Verbrecher ausgerechnet Unterschlupf im Haus von Maris Eltern. Jedoch ahnen sie nicht, dass Mari überlebt hat und es bis nach Hause schafft, wo sich ihre Eltern um sie kümmern. Als diese erfahren, wer dafür verantwortlich ist, schwören sie blutige Rache...

Kritik

Man muss schon großes Glück haben, heutzutage einen Horrorfilm zu entdecken, der kein Remake ist. Hollywood scheint einfach keine eigenen Ideen mehr zu haben und so ist auch dieser Streifen eine Neuauflage des gleichnamigen Films aus dem Jahre 1972, jedoch hab ich das Original nie gesehen. Dafür aber den Horrorfilm "Chaos", der einige Paralellen zu diesem Film aufweist, aber ziemlich schlecht gemacht ist. Das Remake von "The Last House on the Left" kann hingegen auf ganzer Linie überzeugen.

Der Film beginnt schon mit einer ziemlich brutalen Szene und die Spannung steigert sich von Minute zu Minute, bis die Verbrecher zum ersten Mal an die Tür des Paares klopfen, dessen Tochter sie gerade "ermordet" haben. Denn ab da verliert der Film etwas an Fahrt, steigert sich gegen Ende jedoch wieder. Ich kann verstehen, wenn Leute von der Vergewaltigungsszene schockiert sind. Das war ich auch, sogar so sehr, dass ich den Tränen nahe war. Die Szene ist echt nichts für schwache Nerven, vor allem da Mari ziemlich sympathisch ist und man so noch mehr mit ihr mitleidet. Das liegt auch größtenteils an Sara Paxton, die wirklich überzeugend spielt, genau wie der der Rest des Casts, an dem ich rein gar nichts auszusetzen habe.

Für Splatter-Fans ist der Film ebenfalls zu empfehlen, auch wenn die Gore-Szenen manchmal ziemlich übertrieben sind, vor allem die Mikrowellen-Szene am Ende, die fast schon was Lustiges hatte. Diese hätte man sich auch sparen können. Ebenfalls erwähnenswert ist der grandiose Score zum Film, ohne den manche Szenen wahrscheinlich nur halb so spannend gewesen wären.

Fazit

"The Last House on the Left" ist ein sehr gelungenes Remake. Die Spannung steigert sich minütlich, der Cast ist hervorragend und der Score ist ebenfalls fantastisch. Von all den Horrorfilmen, die dieses Jahr bereits im Kino liefen, sicherlich einer der besten Streifen.

Kevin Dave Surauf - myFanbase
18.05.2009

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