Bewertung: 8
Burr Steers

17 Again

You don't even have to remember my name!

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Inhalt

Mike (Zac Efron) könnte der nächste große Basketballstar werden. Das Talent hat er, den Willen ebenso und zum Saisonfinale seiner High School haben sich auch noch Scouts angekündigt, die ihm ein Stipendium verschaffen und die Karriere einleiten würden. Doch kurz vor Beginn der Partie kommt Mikes Freundin Scarlett (Allison Miller) aufgelöst zum Spielfeld und erklärt ihm, dass sie schwanger sei. Mike muss schnell eine Entscheidung treffen und lässt das Spiel sausen. Ihm ist die Liebe wichtiger als die potenzielle Karriere.

Etwa 20 Jahre später ist aber nicht mehr viel von der jungen Liebe übrig. Mike (Matthew Perry) ist unglücklich, trauert der vergebenen Chance immer wieder nach und belastet mit all dem so sehr die Ehe, dass die Scheidung unmittelbar bevor steht. Auch für seine beiden Kinder ist er kein guter Vater. Er wohnt bei seinem besten Kumpel Ned (Thomas Lennon) und ergibt sich seinem Schicksal. Nach einem Besuch in seiner alten Schule ändert sich die Situation aber überraschend. Mike sieht plötzlich wieder aus wie 17 und glaubt sofort, eine zweite Chance zu bekommen, um doch noch Karriere als Basketballer zu machen. Er meldet sich als neuer Schüler an der Schule an und will nun alles richtig machen und nebenbei noch seinen Kindern helfen und seine Ehe retten.

Kritik

Wer kennt das nicht, dass man einer Situation hinterher trauert, bei der man sich doch lieber anders entschieden hätte, wenn man im Nachhinein noch mal darüber nachdenkt. Leider muss man mit seinen Entscheidungen leben und kann nicht einfach noch mal von vorne anfangen. Mike hat in diesem Film diese Gelegenheit, wobei es dann doch nicht ganz so einfach ist. Er ist zwar wieder 17, sein ganzes Umfeld bleibt aber so alt, wie es wirklich ist. Mike muss sich also fortan in einer Welt bewegen, in der seine Frau seine Mutter sein könnte und seine Kinder Mitschüler werden. Im Kopf ist Mike allerdings noch Ende 30 und sieht in all den Menschen natürlich auch die, die er kennt. Dadurch kommt es zu einigen, witzigen Momenten, die nie übertrieben wirken und sehr unterhaltsam sind.

Mikes Ansichten sind natürlich gar nicht die eines heutigen Teens, seine Reife sorgt für einige Verwirrung. Auch seine Gefühle zu Scarlett sind immer noch gegenwärtig und für Außenstehende fast verstörend. Auch Scarlett selbst ist verwirrt, erkennt sie zwar die Ähnlichkeit zu Mike, kommt aber nicht auf die Idee, dass er es wirklich sein könnte. Dass sonst auch niemand (alte Lehrer, die Kinder) merkt, wie ähnlich sich der neue Schüler und Mike sind, ist etwas seltsam, aufgrund der offensichtlichen Absurdität aber vielleicht auch verständlich.

Neben einer insgesamt wirklich schönen, romantischen Geschichte, die besonders am Ende noch mal richtig überzeugen kann, kann dieser Film auch mit seinem Humor überzeugen. Die Verwirrung über das Verhalten des neuen Schülers alias alten Mikes sind bereits angesprochen. Thomas Lennon darf als symphatischer Nebencharakter auftrumpfen. Der frühere Außenseiter in der Schule hat sich mit einer Erfindung eine goldene Nase verdient, ist aber ein ausgeflippter Nerd geblieben, der mit Frauen nicht umzugehen weiß und sein Geld für Technik und anderen Kram ausgibt. Das ist eine dankbare Rolle, die Lennon hervorragend umsetzt.

Der Rest ist gutes High-School-Kino. Ein paar Klischees hier, ein paar dort. Auch das ist amüsant und nie übertrieben. Mike stellt die High School natürlich auf den Kopf, präsentiert sich selbstbewusst und souverän und erobert dadurch schnell die Herzen der Mädchen. Als guter Freund seines Sohnes verschafft er auch ihm neuen Auftrieb. Zac Efron ist also wahrlich in seiner Paraderolle. Er sieht gut aus, ist unglaublich charmant und schlagfertig und wirkt wie der perfekte Junge. Den Basketballstar zu mimen ist natürlich auch kein Problem und damit auch die Zuschauer richtig was zu feiern haben, trainiert der gute Mike am liebsten oben ohne. Da man Efron auch noch die emotionalen Szenen abnimmt, gibt es auch hier nichts zu meckern.

Fazit

Wunderbar unterhaltsames Vorsommerkino mit überzeugenden Darstellern und einer Geschichte, die besser ist, als man zunächst vermuten mag.

Emil Groth - myFanbase
12.05.2009

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