Bewertung: 7
David R. Ellis

Final Call - Wenn er auflegt, muss sie sterben

"Ich bin nur ans Telefon gegangen." - Ryan

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Inhalt

Jessica Martin (Kim Basinger) wird Opfer einer Entführung. Es gelingt der Physiklehrerin mittels eines von ihr notdürftig reparierten Wandapparats aus dem Dachbodengefängnis nach draußen zu telefonieren. Am anderen Ende der Leitung meldet sich auf seinem Handy Ryan (Chris Evans). Sie bittet ihn, ihr zu helfen, denn Ryan ist Jessicas letzte Hoffnung und wenn die Verbindung bricht, ist ihr Tod sicher.

Kritik

Ein unbekannter Anruf, der zum Verhängnis wird, und der Wettlauf gegen die Zeit kennen wir das nicht schon von irgendwo her? Vor zwei Jahren gelang dem Regisseur von "Nicht auflegen!" ein Überraschungshit. Vom Inhaltlichen her lassen sich Parallelen zu "Final Call Wenn er auflegt, muss sie sterben" ziehen, denn wie auch in "Nicht auflegen!" fängt der ganze Schlamassel mit einem mysteriösen Telefonanruf an.

Aber anders als bei "Nicht auflegen!" spielt dieser Thriller nicht nur an einem Ort, sondern kann dem Zuschauer eine größere Perspektive bieten. Durch Ryans spannende Hetzjagd durch L.A., wobei er so ziemlich gegen alle Verkehrsregeln verstößt, und die langsam voranschreitenden Ermittlungen von Polizist Mooney wird dem Zuschauer ein nervenaufreibender Thriller geboten, der keineswegs an "Nicht auflegen!" erinnert. Sofern kann man sagen, dass nur der Telefonanruf dem Film "Nicht auflegen!" ähnelt, der weitere Handlungsverlauf bei "Final Call" sonst aber eine völlig andere Richtung einschlägt.

Das einzig Negative ist, dass dem Zuschauer fast keine Verschnaufpausen gegönnt werden. Der Film hat gleich am Anfang ein hohes Tempo und dies wird sogar kontinuierlich gesteigert, um die Spannung zu halten und den Adrenalinpegel des Zuschauers anzukurbeln, was dem Film auch gelingt. Man fiebert mit und hofft doch noch auf das sehr unwahrscheinliche Happy End. Zusätzlich wird die Spannung mit raffinierten Ideen gesteigert, zum Beispiel damit, dass der Akku bei Ryans Handy bald ausgeht oder, dass die Polizisten unserem Helden keinen Glauben schenken wollen. Die Actionszenen können allesamt überzeugen und sind schön anzusehen, so dass "Final Call" ein kurzweiliger, aber dafür umso unterhaltsamerer Thriller ist.

Ein weiterer Pluspunkt sind die Leistungen der Schauspieler. Der bis dato eher unbekannte Chris Evans konnte sich sicherlich durch "Final Call" einen Namen machen und von Kim Baisinger ist man sowieso immer gute schauspielerische Leistungen gewohnt. Ebenso gut haben mir die Nebenrollen von William H. Macy, dem heimlichen Held des Films, und Jason Statham gefallen.

Fazit

Ein nervenaufreibender und unterhaltsamer Thriller mit überzeugenden Darstellern.

Tanya Sarikaya - myFanbase
15.12.2008

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