Bewertung: 8
Howard Deutch

Pretty in Pink

... denn pink ist keine Farbe, sondern eine Lebenseinstellung!

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Inhalt

Schauplatz dieser Märchengeschichte ist eine amerikanische High School, in der zwei Welten, arm und reich, aufeinander prallen. Andie Walsh (Molly Ringlwald) ist flippig, jung, hübsch, aber arm. Die Mutter hat die Familie verlassen, der Vater ist zwar ein gutherziger, aber verzweifelter und arbeitsloser Mann, der den Halt im Leben verloren hat. Andies bester Freund Duckie (Jon Cryer) hat sich in sie verliebt, weiß aber nicht, wie er es ihr gestehen soll.

Andie unterdessen findet gefallen an einem reichen Jungen aus ihrer Schule, Blane McDonnagh (Andrew McCarthy), und die beiden verlieben sich ineinander. Die beiden leben aber in verschiedenen Welten. Andies Style ist nicht "in", denn sie kombiniert und näht ihre Outfits selbst und somit ist sie ständigem Spott von Blanes Clique ausgesetzt. Blanes bester Freund Steff (James Spader) wollte selbst mit Andie ausgehen, doch sie hat ihn abblitzen lassen und aus diesem Grund setzt er seinen Freund nun unter Druck, sie fallen zu lassen und sich zu besinnen, aus welchen Kreisen er kommt. Irgendwann hält Blane diesem Druck nicht mehr stand und er versetzt Andie beim Abschlussball. Andie lässt sich trotz ihres gebrochenen Herzens aber nicht unterkriegen und geht einen mutigen Weg.

Kritik

Der Regisseur Howard Deutch kreiert in diesem Film eine eigene Welt, die den Zuseher einfach mitreißt. Ein Teil der Faszination liegt wahrscheinlich auch in der Zeit. Der Film erschien 1986 und hat alle Eigenheiten der wilden und verrückten 80er. Es ist ein Teenage-Movie der etwas anderen Art mit starken Charakteren und vor allem eröffnet der Film neue Horizonte. Vor "Pretty in Pink" war Pink einfach eine Farbe. Hier steht aber Pink für eine starke Persönlichkeit, für Mut, für die Wahrheit, für Mumm, für Coolness und Pepp.

Trotz kurzer Verwirrungen und einem Kampf mit sich selbst findet der verlorene Held zu sich und trifft die richtige Entscheidung. "Erkenne dich selbst" war schon die Botschaft von Sokrates, da setzt auch die Message des Films an: Steh zu dir selbst, glaub an dich und bleib dir selbst treu. "Pretty in Pink" ist wohl kaum den anderen High School-Filmen gleichzusetzen, denn dafür ist zu viel Inhalt und Substanz enthalten und die Dialoge sind zu pointiert und hintergründig. Die schwierige Arm-Reich-Kluft der 80er Jahre wird thematisiert und mit einem Happy End gekrönt.

Der wohl interessanteste Charakter ist Duckie (Jon Cryer), der dem Film seinen gewissen Charme verleiht. Jon Cryer überzeugt in seiner Rolle als wilder, lustiger, flippiger, hipper bester Freund, der eigentlich ein bisschen mehr will. Obwohl der Charakter anfangs ein bisschen oberflächlich wirkt, schafft er es jedoch, den Zuseher zu überzeugen. Der Höhepunkt liegt wohl in einer gefühlvollen Interpretation einer Ballade von Otis. Molly Ringwald spielt eine gefühlvolle und schüchterne Andie, die lernt, dass Geld nicht alles im Leben ist und dass ein Junge auch sympathisch sein kann, auch wenn er ein "Richie" ist. Andrew McCarthy geht in der Rolle des Blane förmlich auf, obwohl dieser Charakter des unsicheren, reichen und verwöhnten Jungen nicht viel Schauspielkunst abverlangt.

Speziell hervorzuheben ist die Musik, die gut gewählt ist und den Zuschauer tatsächlich in die 80er Jahre zurückversetzt. Die Titel sind charakteristisch für die Zeit und die Soundeffekte so typisch und passend.

Fazit

Ein Fall für die Top 10 Liste der Kultfilme, die man unbedingt gesehen haben muss.

Maja Zaric - myFanbase
11.10.2008

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