Bewertung: 4
William Butler

Madhouse

Der Wahnsinn beginnt.

Inhalt

Der Psychologiestudent Clark (Joshua Leonard) beginnt sein Praktikum in der Nervenheilanstalt Cunningham Hall. Sofort fallen ihm der heruntergekommene Zustand der Klinik und der zweifelhafte Umgang der Ärzte und Pfleger mit den Patienten auf. Clark kommt der Verdacht, dass Klinikleiter Dr. Franks (Lance Henriksen) gar nicht vorhat, die Patienten zu heilen, doch das ist noch längst nicht alles. Immer mehr mysteriöse Vorgänge beunruhigen Clark. Dann gibt es den ersten Mord...

Kritik

Eine Nervenheilanstalt als Ort des Grauens. Öfter mal was neues. Wie man es aus der Klischee-Kiste kennt, ist die hier gezeigte Psychiatrie Cunningham Hall ein ausgesprochen hässlicher Ort, überwiegend geführt von Menschen ohne Moral und Anstand, bewohnt von Patienten, die teilweise kaum noch als menschlich zu bezeichnen sind, und gänzlich ignoriert von Gesundheitsamt und anderen Kontrollinstanzen. Nun gut, letztlich erwartet man genau das von einem Horrorschocker, der in einer Irrenanstalt spielt. Als rational denkender Zuschauer weiß man, dass da wenig Logik und sehr viel dummes Zeug drinsteckt, aber die Lust auf ein bisschen was Ekliges und Abgedrehtes wird befriedigt.

Die Story ist für einen B-Horrorfilm gar nicht so schlecht. Es gibt durchaus ein paar Überraschungen und ich kenne viele, auch augenscheinlich hochwertigere Horrorfilme, die weniger einfallsreich und schockierend enden als "Madhouse".

Das ganze Drumherum, von der Musik über die Effekte bis hin zu den Schauspielern, entspricht einem B-Movie, ohne Ausreißer nach oben oder unten. Die meisten der Darsteller kennt man bereits aus zahlreichen anderen Horrorproduktionen: Joshua Leonard aus "Blair Witch Project", Jordan Ladd aus "Hostel 2", Natasha Lyonne aus "Blade: Trinity" und Lance Henriksen aus jedem zweiten Horrorfilm, der in den letzten Jahren produziert wurde.

Fazit

Wer B-Horrorfilme mit wenig Logik, aber einigen Ekelszenen und einer annehmbaren Story mag, der kann sich guten Gewissens ins "Madhouse" begeben. Anspruchsvolle Filmfans haben dort natürlich gar nichts zu suchen.

Maret Hosemann - myFanbase
06.10.2008

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