Bewertung: 7
Eli Roth

Hostel 2

Wie viel bietest du für ein Menschenleben?

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Inhalt

Die amerikanischen Studentinnen Beth (Lauren German), Lorna (Heather Matarazzo) und Whitney (Bijou Phillips) reisen in die Slowakei und steigen in einer Herberge ab, die sich als Todesfalle entpuppt. Die Mädchen geraten in die Fänge einer Organisation, die reichen Leuten ermöglicht, gegen entsprechende Bezahlung Menschen zu foltern und zu töten. Zwei der Kunden dieser Organisation sind Stuart (Roger Bart) und Todd (Richard Burgi), die Beth und Whitney "ersteigert" haben.

Kritik

Der erste Teil war in meinen Augen eine Enttäuschung, also habe ich mir auch die Fortsetzung angesehen. Das klingt unlogisch, ist es aber nicht unbedingt, denn wenn der erste Teil nicht überzeugen kann, dann ist man doch insgeheim ein wenig neugierig, ob dies wenigstens der Fortsetzung gelingt. Tatsächlich erweist sich "Hostel II" als eine Fortsetzung, die weit besser ist als der erste Teil.

Man könnte bequem sagen, dass es im ersten Teil drei Jungs waren, die gemeuchelt wurden, und nun im zweiten Teil eben Mädchen, aber ganz so simpel ist es dann doch nicht. Der Film "Hostel II" zeigt, im Gegensatz zu seinem Vorgänger, nicht nur die Opferperspektive, sondern auch die Perspektive der Täter. Wir lernen die verantwortliche Organisation besser kennen, bekommen einen Eindruck von dem Wie und dem Warum und durchschauen die ganze Perversion dieses Geschäftes. Auf Menschenleben wird hier geboten wie auf Waren bei Ebay. Drei, Zwei, Eins ... Meins. Wer das höchste Gebot abgibt, darf foltern und töten. Wer sich dabei nicht an die Spielregeln hält, bekommt keine schlechte Bewertung, sondern wird selbst gekillt.

Im Gegensatz zum ersten Teil bietet "Hostel II" durchaus einige überraschende Kniffe und Wendungen, die nicht unbedingt vorhersehbar waren. Es entsteht mehr Spannung, als ich persönlich erwartet hatte. Auch zeigen die Schauspieler überzeugende Leistungen und bringen einige Emotionen rüber. Natürlich darf man sich nichts vormachen: dieser Film ist vor allem (oder besser ausschließlich) ein fieses Machtwerk voller Grausamkeiten, doch zumindest erfüllt "Hostel II" weitgehend die Ansprüche, die man an solche Art von Filmen stellt. Wer solche Filme jedoch prinzipiell überhaupt nicht mag, sollte von "Hostel II" die Finger lassen.

Fazit

Der Film "Hostel II" ist mindestens drei Punkte besser als sein Vorgänger.

Maret Hosemann - myFanbase
17.07.2007

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