Bewertung: 7
Marc Schoelermann

Pathology

Every Body has a secret.

Foto: Copyright: Concorde Home Entertainment
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Inhalt

Ted Grey (Milo Ventimiglia), ein junger Pathologe, war in Harvard der Klassenbeste und tritt nun eine Assistentenstelle in einem der wichtigsten Lehrkrankenhäuser an. Anfangs macht er sich bei seinen Kollegen nicht gerade beliebt, doch nach und nach zieht Dr. Jake Gallo (Michael Weston) ihn in seine Clique hinein und er wird zum Komplizen eines perfiden Spiels, in dem jeder danach trachtet, den perfekten, nicht nachweisbaren Mord zu begehen.

Kritik

Als ich den Filmtitel gehört und mir die Inhaltsangabe durchgelesen habe, musste ich sofort an den deutschen Thriller "Anatomie" denken. Als ich mir den Film dann angesehen habe, habe ich auch einige Paralellen zu dem Film mit Franka Potente entdeckt, dennoch gibt es große Unterschiede zwischen den Filmen, denn "Pathology" ist viel brutaler. Diese Ärzte kennen weder Moral noch Tabus. Dagegen wirkt Dr. House wie ein Engel. Apropos "Dr. House", der Film ist nicht einfach nur ein Arztthriller, sondern spielt auch auf viele Arztserien wie "Grey's Anatomy" an, was man auch an dem Nachnamen des Hauptcharakters sieht.

Ted Grey, der von Milo Ventimiglia gespielt wird, wirkt anfangs recht sympathisch und man glaubt natürlich sofort, dass er der Held dieses ganzen Films ist, der am Ende den Bösen zur Strecke bringt, doch wie sich bald herausstellt, gehört er selbst zu den Bösen und hat weder Moral, noch irgendwelche Skrupel, einen Menschen zu töten. Das Erstaunliche ist, dass sein Charakter einem trotzdem sympathisch bleibt, obwohl er ein Mörder ist und sogar seine Verlobte, die von der bezaubernden Alyssa Milano gespielt wird, betrügt.

Ein paar Sexzenen weniger hätten meiner Meinung nach auch gereicht, aber was soll's. Bei "Grey's Anatomy" ist es ja auch nicht anders, nur sieht man es dort nicht so direkt. Was man ebenfalls sehr direkt sieht, sind die Autopsien der Leichen, die ab und zu schon mal für Übelkeit sorgen. Vor allem die letzte Szene ist sehr brutal geworden, gehört aber dennoch zu meinen Lieblingsszenen. Bei den Darstellern gibt es nichts zu meckern. Diese überzeugen auf ganzer Linie, vor allem Ventimiglia und Milano, die leider keine allzu große Rolle spielt.

Fazit

Ein guter Thriller, mit tollen Darstellern und einer spannenden Story, der außerdem bitterböse mit aktuellen Arztserien abrechnet.

Kevin Dave Surauf - myFanbase
01.10.2008

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