Bewertung: 2
Andy Fickman

Daddy ohne Plan

Halbe Portion, doppelter Ärger... und jetzt zieht sie bei ihm ein.

Foto: Copyright: Walt Disney Studios Motion Pictures Germany
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Inhalt

Die Boston Rebels stehen kurz davor, die erste Meisterschaft der Vereinsgeschichte zu gewinnen. Und als Quarterback steht Joe Kingman (Dwayne "The Rock" Johnson) hier ganz vorne an. Joe führt ein wahres Luxusleben: Schöne Frauen, Hightech-Apartment, rauschende Partys und jede Menge Geld zum Ausgeben. Das ist es, wovon er immer geträumt hat. Doch eines Tages steht da ein kleines Mädchen namens Peyton Kelly (Madison Pettis) vor der Tür und behauptet, seine Tochter zu sein.

Und tatsächlich, in der mitgebrachten Geburtsurkunde deutet alles darauf hin. Auch der Brief seiner Ex-Frau bescheinigt dies, mit der Bitte verbunden, doch einen Monat auf das Kind aufzupassen - sein Kind. Diese neue Wendung bringt Joes Leben selbstverständlich auch völlig durcheinander. Und das ganz und gar nicht zur Freude seiner Vereinskollegen und seiner Managerin Stella Peck (Kyra Sedgwick). Schnell muss sich der große Joe Kingman eingestehen, dass er vor der schwersten Entscheidung seines Lebens steht.

Kritik

Was haben alle nur an diesem Dwayne "The Rock" Johnson gefressen? Nachdem er schon in "The Scorpion King" und "Welcome to the Jungle" ohne größte Qualität im Schauspiel weltweit für volle Kinokassen sorgte, wendet sich das Blatt nun um 180 Grad. In "Daddy ohne Plan" soll es nun heiter und familiär zur Sache gehen, für die vollen Kinokassen steht "The Rock". Und wenn nicht der, dann wenigstens Walt Disney. Ein Erfolg bzw. kein Totalausfall ist bei dem Budget und diesen Namen auch garantiert, was jedoch bekannterweise nichts über die Qualität aussagt. Und hier schon gleich dreifach nicht.

Hinter diesem ganzen Dilemma steht Andy Fickman, der gerade im Milieu der Tennie- und Familienkomödien sein Zuhause gefunden hat. Und was er sich mit seinem Film "Kifferwahn" an Respekt aufgebaut hat, vermiest er prompt mit "Daddy ohne Plan". Einfach alles reingeworfen, was zu einer vor Kitsch nur so triefenden und an Vorhersehbarkeit kaum zu überbietenden Familienkomödie dazugehört - fertig ist das Wunschprodukt. Und das in quälenden 110 Minuten. Haben wir in Filmen wie "Der Kindergartendaddy" oder "Im Dutzend Billiger" schon tausendfach gesehen, allerdings in weitaus besseren Umsetzungen.

Nichtsdestotrotz schafft man es wenigstens einen Hauch von Qualität einzubringen, indem man sich für die Rolle der gehässigen Managerin für Kyra Sedgwick entschieden hat, bekannt vor allem aus der US-Serie "The Closer". Auch sie verkörpert hier zwar einen ungemein oberflächlichen Charakter, macht dies aber auf sehr erfreuliche Art und Weise. Stellt sich nahezu wie eine moderne Cruela de Vil ins Rampenlicht und somit über die vermeintlichen Hauptakteure um Dwayne "The Rock" Johnson. Zumal bei den oberflächlich gezeichneten Figuren keine Chance darauf besteht, sich ansatzweise zu beweisen.

Fazit

In diesem kinotechnisch tristen Monat gibt es zu diesem Machwerk weitaus bessere Alternativen. Es gibt nur ein Fazit zu ziehen: Wenn etwas rockt, dann ist es die Musik. "Daddy ohne Plan" ist oberflächliche, zutiefst vorhersehbare und unglaublich kitschige Familienunterhaltung.

René Krieger - myFanbase
07.04.2008

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