Bewertung: 5
Scott Ziehl

3-Way

Ein Mann, zwei Frauen, eine Million Dollar.

Foto: Copyright: Sony Pictures Home Entertainment
© Sony Pictures Home Entertainment

Inhalt

Lew (Dominic Purcell) ist ein Gauner und verdient sich seine Brötchen mit dem Herstellen von Werbeschildern. Durch Zufall bekommt er mit, wie das Liebespaar Isobel (Ali Larter) und Ralph (Desmond Harrington) die Entführung von Florence (Gina Gershon), Ralphs Ehefrau, plant. Lew sieht endlich seine Chance, an Geld zu kommen. Rita (Joy Bryant), seine Freundin, unterstützt ihm bei seinem Plan, doch als Lew das Haus von Florence und Ralph auskundschaftet, wird er plötzlich von einem Mann angegriffen.

Herbert (Dwight Yoakam), der Fremde, der Lew angriff, möchte den Versteckort von zwei Leichen wissen, die Lew vor Monaten ins Meer warf. Doch Lew zeigt sich nicht kooperativ und wird von seiner Vergangenheit eingeholt. Damals fand er seine Ehefrau (Roxana Zal) und Herberts Bruder tot auf seinem Boot und ließ dort aus Versehen seine Pistole liegen. Man hatte ihm damals eine Falle gestellt, dass es so aussehen sollte, er hätte die beiden umgebracht.

Als Herbert Lew ein weiteres Mal aufspürt, die entführte Florence tötet und schließlich Lew angreift, erschießt Rita ihn. Der Traum von einer Million Dollar scheint sich langsam in Luft aufzulösen, weil immer etwas dazwischen kommt und als sich Lew mit Ralph und Isobel trifft und das Lösegeld für die tote Florence haben will, liefert Rita alle der Polizei aus...

Kritik

Dieser Film basiert auf der Geschichte des Noir-Thrillers "Wild to Possess" von Gil Brewer aus dem Jahr 1963.

Als der Spielfilm begann und erst ein paar Sekunden lief, erinnerte er mich bereits an zwei meiner Lieblingsserien, nämlich "Lost" und "Prison Break". Es war fast wie ein Déjà-Vu-Erlebnis, da Lew, gespielt von Dominic Purcell, genauso wie in der Gefängnisserie eine Falle gestellt wurde und er als Sündenbock für einen Mord da stand. Nur mit einem Unterschied, dass er alles vertuschte und die Leichen im Meer versenkte. Hätte nur noch gefehlt, dass Kellerman oder Mahone aufgetaucht wären. Dann die Parallelen zu "Lost", indem immer wieder Flashbacks eingespielt wurden. Ich dachte schon, das ist optimal, das kann nur ein gutes Omen sein mit solchen Parallelen, doch da habe ich mich dann doch geirrt.

Nach einem sehr gut gelungenen Prolog mit fast kaum einem Dialog lief die eigentliche Hauptstory dann acht Monate später an. Leider verlor der Film durch diese ständigen Flashbacks an Spannung, sodass die Erzählweise der Geschichte ins Stocken geriet und der Thriller, der eigentlich gar keiner war, langweilig wurde. Flashbacks sind also nicht immer angebracht. Dazu dauerte es sehr lange, bis die eigentliche Story um die Entführung von Florence anfing und man hielt sich mit Details auf, die den Film zunichte machten. Da half es auch nicht, dass man den sexy Hintern von Dominic Purcell ein paar Mal zu sehen bekam.

Schließlich überschlugen sich dann die Ereignisse und es wurde ziemlich hektisch. Der Film ist zwar als Thriller betitelt, doch ich würde ihn als keinen bezeichnen, da er oft ins Klischeehafte abrutschte und zu albern wirkte.

Purcell spielte den Part des Lew, der immer wieder von seiner Vergangenheit eingeholt wird und so erst verwundbar wurde, sehr gut. Doch überzeugen konnte vor allem Joy Bryant, die Rita spielte, denn sie überraschte in diesem Film stets den Zuschauer. Im Prinzip konnte man bis zum Schluss nicht ganz einordnen, was sie vorhat und plant und wie sie allgemein tickt. Ali Larter dagegen, die zu meinen Lieblingsschauspielerinnen gehört, schon vor "Heroes", hatte leider nur eine blasse und eher unauffällige Rolle, was ich schade fand.

Fazit

Ein Film mit einer guten Besetzung, der aber nicht ganz überzeugen kann.

Dana Greve - myFanbase
15.03.2008

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