Bewertung: 5
Joe Nussbaum

American Pie präsentiert: Nackte Tatsachen

The most outrageous slice of pie!

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Inhalt

Im fünften Teil der Teenagerkomödie spielt Steve Stiflers Cousin Erik die Hauptrolle. Er ist im letzten Jahr der Highschool und seit zwei Jahren mit Freundin Tracy zusammen, die sich jedoch noch nicht bereit für Sex fühlt. Da sie aber befürchtet, Erik zu verlieren, wenn er nicht bald seinen Bedürfnissen nachgehen kann, gibt sie ihm einen Freifahrtschein fürs Wochenende. Das heißt, Erik darf an diesem Wochenende alles tun, was er will, ohne irgendwelche Konsequenzen seiner Freundin befürchten zu müssen.

An dem Wochenende planen Erik und seine beiden besten Freunde Ryan und Mike Eriks Cousin Dwight Stifler (Steve Talley) an seiner Uni zu besuchen, da dort die "Nackte Meile" stattfindet, ein Lauf hunderter nackter Studenten, die nach dem Lauf so richtig Party machen werden. Während Dwight, Ryan und Mike so richtig die Sau rauslassen und viele Collegestudentinnen abschleppen wollen, steht Erik vor der Entscheidung, ob er sich auf ein heißes Abenteuer mit der ebenso heißen Brandy einlassen sollte, oder ob er seiner Freundin trotz des Freifahrtscheins treu bleibt.

Kritik

Nachdem sich die ersten drei Teile noch um Jim und seine Freunde drehten, wollte man ab dem vierten Teil wieder jüngere Charaktere haben, schließlich sollte "American Pie" eine Teeniekomödie bleiben. Mir gefällt es jedoch nicht, dass der fünfte Teil so gar nichts mehr mit dem ersten, dem zweiten oder dem dritten zu tun hat. Denn die Charaktere in den ersten Filmen waren einfach wahnsinnig gut und lustig! Mit den neuen muss man sich erst einmal anfreunden, was nicht sehr gut gelingt, da Dwight, Ryan, Mike und Co. nur sehr oberflächliche Charaktere sind und auf ihre Persönlichkeit nicht sehr eingegangen wird. Im Mittelpunkt steht wirklich nur Erik, der eigentlich ganz süß und sympathisch rüberkommt, doch auch nicht sehr interessant wirkt. Der einzige Charakter, der sowohl in den ersten Filmen, als auch in diesem mitspielt, ist Mr. Levenstein, Jims Vater.

Die Geschichte rund um die Nackte Meile finde ich auch nicht wirklich interessant. Aus meiner Sicht ist der einzige Grund dieser Story im Film, dass man den männlichen Zuschauern möglichst viel weibliche nackte Haut zeigen wollte. Aus diesem Grund braucht man sich allerdings meines Erachtens keine Komödie ansehen. Der Konflikt, den Erik mit sich führte, war da schon interessanter, erinnerte jedoch ein wenig an Jim in "American Pie 2", als sich dieser zwischen Nadia und Michelle, also zwischen Sex und Liebe, entscheiden musste.

Die dritte Story, die in diesem Film behandelt wird, ist der Konflikt zwischen den Jungs und einer anderen Collegevereinigung, die nur aus Halbwüchsigen besteht und die Stifler und seine Jungs in so gut wie allem meistens in den Schatten stellen (wollen): Saufen, Weiber und Sport. Doch diese Storyline gefällt mir auch nicht wirklich gut. Ein "Konkurrenzkampf" zwischen Schülern und Professoren, oder zwischen den "Frauenhelden" und "Strebern" hätte mir bestimmt besser gefallen.

Der Humor in dem bislang vorletzten Film der Reihe kann man auch nicht wirklich mit den Vorgängern vergleichen. Es gab zwar einige ganz lustige Momente, doch insgesamt betrachtet basieren die Witze alle nur auf Sex. In den vorherigen Teilen ging es nicht nur um Sex, sondern auch um viele andere Dinge, die die Grundlage für den Humor legten.

Fazit

Der fünfte "American Pie"-Film kann nicht mehr mit den Vorgängern 1, 2 und 3 mithalten. Er ist zwar immer noch recht amüsant, doch deshalb ist er nicht gleich sehenswert.

Vivien B. - myFanbase
03.02.2008

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