Bewertung: 1
Darren Aronofsky

Fountain, The

Der Tod befreit die Seele.

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Inhalt

Ein Mann, drei verschiedene Epochen: Im Jahr 1535 sucht der Konquistador Tomas (Hugh Jackman) im Dschungel von Neuspanien nach einem Maya-Tempel, um den Baum des ewigen Lebens zu finden. 2007 forscht der Mediziner Tommy (Hugh Jackman) nach einem Heilmittel gegen Krebs, um seine über alles geliebte Frau Izzi (Rachel Weisz) zu retten. In der Zukunft reist Tom (Hugh Jackman) durch Zeit und Raum.

Kritik

Vielleicht habe ich den Film ganz einfach nicht verstanden. Möglicherweise sehe ich die erleuchtende Tiefe nicht und verkenne damit ein Meisterwerk, doch ich empfand "The Fountain" von Anfang bis Ende als frustrierend und albern. Man wird mit wuchtigen Bildern erschlagen und hat ob der sich permanent wiederholenden Symbole desöfteren das Gefühl, die DVD würde hängen und immer wieder mehrere Minuten zurückspringen.

Die Story gibt sich die größte Mühe, so verwirrend und eigenartig wie möglich zu sein. Sicher, es geht um Leben und Tod, um Vergangenheit und Zukunft, um Hoffnung und Verzweiflung, was schwierige Gegensatzpaare sind, dennoch muss ein Film, der sich mit diesen Aspekten beschäftigt, mehr bieten, als den Mix aus krampfhaft-kunstvollen Bildern, sich wiederholenden, einhämmernden Symbolen und übertriebenen Dialogen, den "The Fountain" dem Zuschauer aufzwingt. Es tut mir Leid, doch Hugh Jackman als schwebenden Glatzkopf in gleißendem Licht zu sehen, ist wirklich kaum zu ertragen. Diese Szenen wirken ganz einfach unfassbar bescheuert und könnten einer Buddha-Parodie aus einer Sat 1.-Sketchshow entstammen. Mehrmals während des Films habe ich mich ernsthaft gefragt, wieso sich Hugh Jackman dazu hat überreden lassen. Wollte er so unbedingt von seinem "X-Men"-Actionimage weg? Da hätte es sicher weit bessere Möglichkeiten gegeben, als eine Rolle anzunehmen, die ihn wie das witzige Werbemaskottchen einer Yoga-Schule aussehen lässt.

Die Szenen, die im 16. Jahrhundert spielen, sind dann auch noch mit allen denkbaren Klischees über das Volk der Maya sowie über Prinzessinnen und Ritter voll gepackt, wobei natürlich alle Protagonisten, da die Handlung in Spanien spielt, perfektes Englisch sprechen.

Da der Film "The Fountain", zu Deutsch "Der Brunnen" heißt, sei noch gesagt, dass in dem Film kein einziger Brunnen zu sehen ist.

Fazit

Wer auf verwirrende, wuchtige Bildsymbolik abfährt und schon immer sehen wollte, wie Hugh Jackman schwebt, Baumrinde isst und sich in ein Blumenbeet verwandelt (kein Scherz, diese Dinge passieren in dem Film tatsächlich), der sollte sich "The Fountain" unbedingt ansehen, alle anderen besser nicht.

Maret Hosemann - myFanbase
20.01.2008

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