Bewertung: 2
Raja Gosnell

Deine, Meine & Unsere

18 Kinder, ein Haus, keine Ruhe.

Foto: Copyright: Sony Pictures Home Entertainment
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Inhalt

Frank Beardsley (Dennis Quaid) ist ein überkorrekter Admiral der Marine und Vater von acht Kindern. Helen North (Rene Russo) ist eine chaotische Designerin und Mutter von zehn Kindern. Auf der Highschool waren die beiden grundverschiedenen Menschen ein Paar und beschließen nun nach ihrem Wiedersehen, zu heiraten. Die 18 Kinder sind von der Familienzusammenführung jedoch nicht begeistert und versuchen, ihre Eltern wieder zu trennen.

Kritik

Zweifellos gehöre ich mit Mitte 20 nicht zur Zielgruppe dieses Films, dennoch könnte man anhand der Filmbeschreibung ja auf die Idee kommen, dass es sich bei "Deine, Meine & Unsere" um eine flotte und unterhaltsame Komödie handelt. Dem ist jedoch nicht so.

Der Humor ist absolut altbacken. Die so genannten Streiche sind an Harmlosigkeit kaum zu überbieten und lassen jede Frechheit und Originalität vermissen. Es gibt keine wirklich witzige Szene, nur jede Menge Belanglosigkeiten. Bei 18 Kindern war die Chance, dass zumindest eines witzig ist, ja recht hoch, doch die Chance wurde vertan.

Neben dem Mangel an guten Gags ist der Film auch noch hochgradig unlogisch. So freunden sich die acht Kinder des Mannes und die zehn Kinder der Frau nach einer Weile an, bezeichnen sich als Geschwister und präsentieren sich in der Schule und in der Freizeit gerne als starke Einheit, versuchen aber dennoch weiterhin, ihre Eltern auseinander zu bringen. Das passt doch hinten und vorne nicht. Die Kinder, um die es hauptsächlich geht, sind zwischen 12 und 18 Jahre alt, in diesem Alter sollte man schon wissen, dass man seine Eltern nicht trennen, aber gleichzeitig noch eine glückliche Familie, die alle unter einem Dach leben, sein kann. Dieses Licht geht ihnen dann etwa fünf Minuten vor dem kitschigen, sehr vorhersehbaren Ende auf.

Rene Russo und Dennis Quaid wirken als ungleiches Ehepaar auch nicht wirklich überzeugend, von einer guten Chemie zwischen ihnen fehlt jede Spur. Man nimmt hin, dass sie mal eben so geheiratet haben, aber man empfindet herzlich wenig dabei.

Auch die Nebenhandlungen, wie eine Schülersprecherwahl und ein dämlicher Junge, der die Teenie-Mädchen der Großfamilie anbaggert, wirken wie aus dem Handbuch der beliebtesten Klischees in US-Filmen entnommen.

Fazit

Für Kinder zwischen sechs und zehn Jahren mag der Film geeignet sein, für Teenager und Erwachsene ist er unlustig und unlogisch.

Maret Hosemann - myFanbase
26.10.2007

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