Bewertung: 2
Karyn Kusama

Aeon Flux

Nur eine perfekte Killerin kann die perfekte Welt zerstören.

Foto: Copyright: Paramount Pictures
© Paramount Pictures

Inhalt

400 Jahre in der Zukunft: Ein Virus hat fast die gesamte Menschheit ausgelöscht. Die Überlebenden bewohnen die Stadt Bregna, in der Wissenschaftler Trevor Goodchild (Marton Csokas) scheinbar die perfekte Gesellschaft geschaffen hat. Eine Untergrundbewegung bekämpft diese Gesellschaft jedoch und schickt ihre beste Kriegerin Aeon Flux (Charlize Theron) los, um Trevor Goodchild zu töten.

Der Auftrag entwickelt sich für die knallharte Killerin Aeon allerdings anders als erwartet, denn Trevor weckt ungeahnte Gefühle in ihr und offenbart ihr, wer sie wirklich ist.

Kritik

Da Charlize Theron auch 2005 schon eine gestandene Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin war, kann man ihr Mitwirken in diesem Film nicht mit sie war jung und brauchte das Geld abtun. Möglicherweise hat sie einfach den Fehler begangen, sich nur den Scheck mit der Millionengage anzugucken, statt das Drehbuch zu lesen. Oder aber das Drehbuch hat ihr tatsächlich gefallen, nur frage ich mich dann ernsthaft, wieso.

Die Handlung ist absolut dünn. Auch wenn man die gleichnamige MTV-Zeichentrickserie, auf die der Film basiert, nicht kennt, ist die Story sehr vorhersehbar. Alle Charaktere handeln so, wie man es von Beginn an von ihnen erwartet. Das Überraschungspotential geht gegen Null.

Die Effekte sind an sich gut gemacht, doch die aufwendige, pseudo-futuristische Optik geht einem schnell auf die Nerven. Da wird ein Raum nicht mehr auf normalem Wege betreten, sondern man beamt sich mit einem komischen Dingsbums, das aussieht wie ein Hosenträger, hinein. Eine Killerin benutzt selbstverständlich keine normale, handliche Feuerwaffe, sondern eine hochtechnische Riesenwumme mit der Garantie zum Danebenschießen.

Unnötig zu erwähnen, dass die Menschen in 400 Jahren nur noch in hautengen Klamotten rumlaufen, die mehr zeigen, als sie verbergen. Wer würde sich schließlich nicht so anziehen, wenn 95 Prozent der Menschheit eh schon von einem Virus dahingerafft wurde? Dann gibt es noch irgendwelche kleinen Kugelbomben, die angerollt kommen, wenn man pfeift, und sofern man will, kann man sich anstelle seiner Füsse zwei weitere Hände annähen lassen. Schade, dass ich wohl keine 400 Jahre mehr existieren werde, um das noch zu erleben.

Alle zwei Minuten sieht man in diesem Film ein neues Zukunftsspielzeug, wer braucht da noch eine Handlung?

Fazit

Die dünne Handlung und die überzogene Optik machen "Aeon Flux" zu einem Film, den man nicht sehen muss.

Maret Hosemann - myFanbase
13.10.2007

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