Bewertung: 7
Marc Lawrence

Mitten ins Herz – ein Song für dich

All I wanna do is find a way back into love. I can't make it through without a way back into love.

Foto: Copyright: Warner Home Video Germany
© Warner Home Video Germany

Inhalt

Alex Fletcher (Hugh Grant) war in den 80er Jahren mit dem Dou Pop! extrem erfolgreich. Während heute nun sein Ex-Partner Colin Thompson (Scott Porter) veradelt wurde und noch immer jede Menge Nummer 1 Singles auf den Markt wirft, tritt Alex auf Schulfesten und Jahrmärkten auf, um sich über Wasser zu halten. Er erhält zwar Angebote für eine Comeback-Show, doch diese entpuppt sich als Box-Kampf alter Stars, die verzweifelt versuchen wieder in der Öffentlichkeit zu stehen.

Einzig sein Manager Chris Riley (Brad Garrett) hält noch zu ihm. Als die junge und erfolgreiche Sängerin Cora Coreman mehrere Künstler darum bittet, ihren neuen Song zu schreiben, sieht er, oder vielmehr sein Agent, darin die große Chance, wieder erfolgreich zu werden. Doch Alex ist nicht gerade ein begnadeter Songwriter. Als er das heimliche Talent des Schreibens in Sophie Fisher (Drew Barrymoore) entdeckt, die bei ihm eigentlich nur Blumen gießen sollte, überredet er diese, ihm zu helfen.
Die beiden kommen sich unweit des Pianos langsam näher und dadurch scheint auch Alex Comeback in Gefahr zu geraten.

Kritik

Der Film beginnt mit einem irrwitzigen Videoclip der Band "Pop!", in dem sowohl Hugh Grant als auch "Bandkollege" Scott Porter ihre – nicht vorhandenen – Tanzkünste präsentieren. Der Song wird schon nach dem ersten Hören ein Ohrwurm und es ist fast unmöglich, nicht wenigsten die Füße im Takt zu bewegen. Danach steigt man quasi direkt in die Story rund um Alex Fletcher ein und der Film nimmt seinen Lauf.

Die Idee des Films ist wohl nicht besonders einfallsreich und erinnert schon stark an die Geschichte von "Wham!". Das dies gewollt ist, sagt wohl auch das Ausrufezeichen, welches sowohl im Namen der Band "Wham!" als auch bei der fiktiven Band "Pop!" auftaucht. Hugh Grant spielt darin quasi Andrew Ridgeley (neben George Michael das wohl fast vergessene "Wham!"-Mitglied). Aber diese Idee wurde wirklich gut umgesetzt. Das Drehbuch strotz nur so von witzigen, kleinen Jokes und Dialogen.

Auch die Schauspieler sind hervorragend gewählt. Hugh Grant nimmt man die Rolle des ehemaligen Superstars einfach perfekt ab. Entgegen seiner Ankündigung, nach der Tanzszene in "Tatsächlich Liebe" nie wieder auf der Leinwand zu tanzen, tut er dies in diesem Film doch. Und es erfüllt wieder Mal seinen Zweck. Er sieht einfach nur lustig und albern aus, wenn er den Hüftschwung versucht. Drew Barrymoore als leicht durchgedrehte "Blumentante" ist auch nicht zu verachten, obwohl ihre Rolle neben der von Hugh etwas abschmiert. Sie hat zwar auch ihre eigene kleine Geschichte, aber diese wirkt mehr wie gewollt. Schauspielerisch überzeugen können aber auch der ehemalige "Alle lieben Raymond"-Star Brad Garrett, der als Alex Manager zu sehen ist, und die in Amerika schon erfolgreiche Sängerin und Schauspielerin Haley Bennett, die die Cora Coreman spielt. Beide bringen eine gehörige Portion Witz und Charme auf die Leinwand. Aber allen voran spielt sich wohl Kirsten Johnston alias Sophies ältere Schwester wohl schnell in die Herzen der Zuschauer. Sie kommt erfrischend und sympathisch rüber und bringt einen des Öfteren zum Lachen.

Auch die Musik in "Mitten ins Herz" ist wirklich nicht schlecht gemacht. Gut, wenn man Hugh Grants Stimme hört, wundert man sich nicht wirklich, warum Alex keinen Erfolg mehr hatte, denn sowohl er als auch Drew Barrymoore haben die Songs selber eingesungen. Mit ein paar Hilfen aus dem Tonstudiocomputer kam so ein doch recht gut anzuhörender Soundtrack zusammen, der vor allem gute Laune verspricht.

Fazit

Alles in allem bietet dieser Film eine Menge Unterhaltung, viel Witz und einen schönen Soundtrack. Ein wirklich gelungener Film, der gute Laune macht.

Eva Klose - myFanbase
31.08.2007

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