Bewertung: 2
Tom Shadyac

Evan Allmächtig

"Falls jemand fragt, sag einfach: Die Sinflut kommt!" – Gott

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Inhalt

Evan Baxter (Steve Carell) ist eigentlich ein ganz normaler Familienvater. Außer seiner extremen Angst vor Haaren im Gesicht und einem allgemeinen Sauberkeitsfimmel ist an ihm nichts Besonderes.

Als er wegen seines neuen Jobs als Kongressabgeordneter mitsamt seiner Frau Joan (Lauren Graham) und seiner drei Jungen Dylan (Johnnny Simmons), Jordan (Graham Philips) und Ryan (Jimmy Bennett) umzieht, ahnt er nicht, wie schlagartig sich sein Leben von nun an ändern wird. Schon die Arbeit nimmt ihn ganz schön in Anspruch. Er soll ein neues Gesetz des rennormierten Abgeordneten Long (John Goodman) unterstützen.

Da Evan in seinem Slogan damit geworben hat, die Welt zu verändern, hat Gott (Morgan Freeman) diesen Werbespruch wohl zu ernst genommen und gibt ihm den Auftrag, eine neue Arche zu bauen.

Evan glaubt dem alten, schwarzen Mann erst einmal kein Wort. Doch schon bald geschehen merkwürdige Dinge in seiner Umgebung und schon bald stellt sich die Frage, ob es tatsächlich Gott war, der zu Evan sprach.

Kritik

Während ich schon vom Vorgänger "Bruce Allmächtig" wenig begeistert war, aber Jim Carrey diesen Film noch retten konnte und auch das Drehbuch überraschend war, gelingt dies bei "Evan Allmächtig" nicht.

Das Drehbuch versucht verzweifelt an das von "Bruce Allmächtig" heranzukommen, doch das gelingt keineswegs. Der Film bietet wenig Tiefsinn und noch weniger Witz. Die Charaktere sind alle dermaßen oberflächlich, dass der Zuschauer keinerlei Sympathie für sie aufbringen kann. Es gelingt nicht die gewünschte Atmosphäre rüberzubringen. Und das liegt nicht an fehlendem Budget, denn "Evan Allmächtig" ist mit 175 Millionen Dollar Produktionskosten die teuerste Komödie aller Zeiten.

Das Drehbuch schrieb wie schon bei "Bruce Allmächtig" Steve Oedekerk. Aber diesmal scheint er nicht mit viel Liebe an die Arbeit gegangen sein. Es scheint vielmehr, als wollte er bloß Profit aus dem Erfolg von "Bruce Allmächtig" ziehen.

Das alles können auch die Darsteller nicht mehr retten. Der sonst so geniale und überaus witzige Steve Carell kommt den ganzen Film über blass rüber. Auch die ganzen Maskeraden und Kostüme können ihm nicht helfen.

Wie schon bei "Bruce Allmächtig" wurde auch für "Evan Allmächtig" wieder ein weiblicher Serienstar gecastet. Nach "Friends"-Star Jennifer Aniston in "Bruce Allmächtig" ist nun "Gilmore Girl" Lauren Graham als Ehefrau des Hauptcharakters zu sehen. Doch auch ihre wirklich guten schauspielerischen Leistungen können das miese Drehbuch und den fehlenden Tiefgang nicht wett machen.

Fazit

Einzig die beiden Hauptdarsteller sind sehenswert. "Evan Allmächtig" hat jeglichen Glanz seines Vorgängers verloren und enttäuscht auf der ganzen Linie.

Eva Klose - myFanbase
13.08.2007

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