Bewertung: 8
Steven Soderbergh

Ocean's 13

Rache ist eine schöne Sache.

Inhalt

Willie Bank hat Reuben Tishkoff über den Tisch gezogen und um eine Menge Geld gebracht. Der Schock brachte bei Reuben nicht nur einen Herzinfakt, sondern auch verlorene Lebenslust mit sich. Das kann Danny Ocean natürlich nicht mit ansehen. Er will seinen Mentor rächen und trommelt erneut sein Team zusammen.

Zur Eröffnung von Banks neuem Spielcasino in Las Vegas wollen sie zuschlagen und tüfteln einen komplizierten Plan aus, der ebenso komplex wie unmöglich erscheint. Danny und Co. versuchen, dass Prinzip des Casinos außer Kraft zu setzen und wollen die Glücksspiele so manipulieren, dass der Gast und nicht die Bank gewinnt. Trotz bester Ideen kommt es zu Schwierigkeiten und das Geld geht Oceans Gang aus. Danny muss einen alten Feind um finanzielle Hilfe bitten, der diese nicht ohne Bedingungen zu leisten bereit ist. Eine weitere Aufgabe kommt hinzu: Sie müssen auch noch die bestbewachten Diamanten von Willie Bank klauen.

Kritik

Es gibt nicht viel Neues im dritten Abenteuer um die trickreichen Mannen von Danny Ocean, aber das braucht es auch gar nicht. Die Story ist wieder mal sehr gut ausgetüftelt und der Plan so komplex, dass man kaum glauben mag, dass man sich sowas ausdenken geschweige denn umsetzen kann. Es sind einfach zu viele Variablen im Spiel, aber genau das macht den Film so sehenswert. Als Zuschauer ist man jedes Mal ein klein wenig begeistert, wenn man sieht, mit welchem Geschick diese Kleinigkeit oder jenes winzige Detail umgesetzt wird und sich nach und nach alles zum großen Ganzen zusammensetzt. Und da auch nicht alles problemlos verläuft, ist der Realismus gewahrt. Alles, was darüber hinaus geht (und es gibt durchaus die ein oder andere Stelle zum Nörgeln), interessiert dann auch gar nicht, denn für Unterhaltung ist von der Story her geboten. Wer allerdings einen spannenden Kinoabend erleben will, könnte etwas enttäuscht sein, denn der Nervenkitzel des Zuschauers wird nicht angesprochen, doch das hat der Film auch gar nicht nötig beziehungsweise wohl nicht versucht.

Wenn die Story nicht interessieren sollte, weil man nach Teil eins und zwei genug von Casinos und Milliardären hat, dann kann man sich auch allein wegen der Schauspieler für diesen Film entscheiden. Besonders die Szenen mit Brad Pitt und George Clooney lohnen sich. Beide laufen erneut zur Höchstform auf und ihren Charme konnten sie schon immer gut auf die Leinwand bringen. Aber auch die restlichen Gang hat ihre Aufgaben und die Schauspieler wissen diese Momente zu nutzen. Eine besondere Erwähnung kann hier noch Casey Affleck erhalten, der sich als mexikanischer Arbeiter im Niedriglohnsektor profilieren kann. Und so wandert man von einer Szene zur nächsten, kann manchmal herzlich lachen, freut sich über die Umsetzung der Ziele der trickreichen Charakere und geht zufrieden und hervorragend unterhalten ins Bett. Wenn doch nur jeder dritte Teil so schön wäre.

Fazit

Gute Unterhaltung mit tollen Schauspielern und einer ausgetüftelten Storyline. Der Film hält, was er verspricht.

Emil Groth - myFanbase
31.05.2007

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