Bewertung: 7

Review: #3.06 Eine Praktikantin im Ofen

Foto: Michaela Conlin, Bones - Copyright: 2012 Fox Broadcasting Co.; Justin Stephens/FOX
Michaela Conlin, Bones
© 2012 Fox Broadcasting Co.; Justin Stephens/FOX

Eine Praktikantin ist nun wirklich nicht das, was man in einem Ofen finden möchte, aber an unappetitliche Funde an skurrilen Orten ist man bei "Bones" ja inzwischen gewöhnt. Ebenso müssen sich die Mitarbeiter des Jeffersonians tagtäglich mit den verrückten Einfällen der Wissenschaftler herumschlagen, beispielsweise mit Schweinen im Verbrennungsofen oder aus dem Haus geworfenen Dummys.

Der Fall und Gormogon

Da von Anfang an klar ist, dass sowohl Opfer als auch Mörder aus dem Jeffersonian Institut kommen, sehen wir in dieser Folge mal eine etwas andere Ermittlung. Es gibt keine Außeneinsätze, fast die ganze Episode spielt im Jeffersonian. Nichts atemberaubend spannendes, aber definitiv eine interessante neue Perspektive.
Richtig faszinierend war es zu sehen, wie Angela die Tote einfach nur an ihrem Schädel erkannt hat. Dass sie gut in ihrem Job ist und selbst aus den kleinsten Knochenfragmenten am Computer noch Abbilder von Menschen entstehen lassen kann, weiß man ja, aber selbst zu sehen, wie sie nur mit ihrem künstlerischen Auge den Schädel rekonstruiert, ist dann doch nochmal etwas Besonderes. Gerne wird sie manchmal als Außenstehende betrachtet, da sie als Künstlerin so ganz anders denkt und empfindet, als die eingefleischten Wissenschaftler der Gruppe, aber genau durch solche Szenen wird einem aufgezeigt, dass sie eben doch dazugehört und ein sehr wichtiger Teil des Teams ist.
Der Fall ist jedoch keinesfalls ein Heimspiel für das Team. Da keiner von ihnen wahrhaben will, dass jemand aus ihrem Haus der Mörder ist, gehen sie nur zu gerne der Spur nach, die erneut zu Gormogon zu führen scheint. Vom dem haben wir nun seit Staffelbeginn nichts mehr gehört, doch die Storyline wird auch jetzt nicht wirklich weitergeführt. Schließlich stellt sich bald heraus, dass die Praktikantin wirklich nur in der Gormogon Gruft gearbeitet hat, aber nicht deswegen umgebracht wurde.

Als Angela zu Hodgins meint, dass er "der beste Kandidat" für den Gormogon Killer wäre, war ich zugegebenerweise überrascht. Einerseits, weil ich nicht so recht einschätzen konnte, ob sie die Aussage nun wirklich ernst meint oder nicht, und andererseits, weil ich den Gedanken sehr abwegig finde. Zwar hatte sie mit ihren Argumenten, dass er das nötige Wissen und die finanziellen Mittel hat, recht, trotzdem kann ich mir Hodgins nun wirklich überhaupt nicht als Killer vorstellen.
Wir werden wohl noch weiter warten müssen, bis wir mehr über den Gormogon-Fall erfahren werden. Sehr schade, denn dieser Fall ist mit seinen Verschwörungen, den silbernem Knochenskelett und co. doch sehr spannend.

Brennans Verhörszene war sehr interessant anzuschauen, da es meistens ja eher Booth ist, der die Verdächtigen verhört, da Brennan gerne auch mal frei heraus sagt, was sie denkt, ohne auf taktvolles Feingefühl zu achten. Sie derart souverän in so einer Situation zu erleben, war eine willkommene Abwechslung, auch wenn es vermutlich hauptsächlich darauf zurückzuführen ist, dass Aldridge und sie sich auf einem Level unterhalten konnten.

"Seeley, it's not going to be like this forever. One day he'll die!"

Die parallel ablaufende Dreiecksgeschichte mit Camille, ihrer Schwester und Booth sollte wohl hauptsächlich zur Belustigung dienen und weniger eine tiefere Bedeutung haben. Diese Absicht der Autoren ist meiner Meinung nach auch ganz gut gelungen. Dabei hat mir besonders Cams resolute Art gefallen, mit der sie Booth' Weigerungen im Keim erstickt und ihm gar keine andere Wahl gelassen hat, als zu dem Geburtstag ihres Vater mitzukommen. Auch war es nett zu sehen, wie Booth Hodgins wegen des Kusses zwischen Felicia und ihm um Rat gefragt hat, auch wenn ihm trotzdem nur geraten wurde, es Cam zu sagen, aber nicht wie. Trotzdem hätte man ruhig auch auf die Geschichte verzichten können, da sie nichts an der Charakterdynamik verändert hat und teilweise drohte, ins Alberne abzurutschen.

Daffodil, Daisy and Jupiter

Die letzte Szene hat mir sehr gut gefallen, da ich es mag, wenn die Folgen mit etwas Persönlichem zwischen den Charakteren enden. In diesem Fall zwischen Brennan und Booth. Schon während der Folge hat Booth mit seiner Passwörter-Raterei bewiesen, wie viel er über Brennan weiß, was sicherlich auf Gegenseitigkeit beruht. Und dann ist da noch Brennans abschließende Frage, ob Booth sie je betrügen würde, was er natürlich verneint. Während dem ganzen Gespräch über war Brennan um einiges lockerer als sonst (was vermutlich zumindest teilweise an dem Alkohol lag, den die beiden bereits intus hatten). Trotzdem, oder gerade deswegen, eine sehr schöne Schlussszene.

Fazit

Insgesamt gesehen war es keine überragende, aber eine ganz unterhaltsame Folge, die mal eine andere Art der Ermittlung gezeigt hat und ihre lustigen Momente hatte.

Denise D. - myFanbase

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