Max von Sydow

Der am 10. April 1929 im schwedischen Lund geborene Charakterdarsteller Max von Sydow kann auf eine lange, abwechslungsreiche und erfolgreiche Karriere zurückblicken. Er ist nunmehr seit über 60 Jahren im Schauspielgeschäft zu Hause und überzeugende in verschiedensten Rollen sowohl die Kritiker, als auch das Publikum. Aufgewachsen ist von Sydow im schwedischen Lund als Sohn eines Universitätsprofessors und einer Lehrerin. Erste Erfahrungen als professioneller Darsteller machte er im Theater in Stockholm, bis er dann im Jahr 1955 in Malmö Bekanntschaft mit der Regielegende Ingmar Bergman machte, der ihn kurzerhand für seinen Film "Das sieben Siegel" besetzte. Dieser Film sollte dann den internationalen Durchbruch für von Sydow bedeuten und war gleichzeitig auch der Start einer besonders fruchtbaren Zusammenarbeit von Schauspieler von Sydow und Regisseur Ingmar Bergman, die Filme, wie "Die Stunde des Wolfes", "Schande" oder "Passion" hervorbrachte.

Im Jahr 1965 entschied von Sydow sich dann dafür, erstmals in einer amerikanischen Produktion als Hauptdarsteller mitzuwirken und zwar im monumentalen Mammut-Werk "Die größte Geschichte aller Zeiten", in der er niemanden geringeren als Jesus höchstpersönlich verkörperte. Mit dieser Rolle war nun auch der Weg ins amerikanische Filmgeschäft frei und er lebte zu dieser Zeit auch übergangsweise im Filmmekka Los Angeles, bis er dann nach Rom weiterzog, um auch dort in heimischen Filmproduktionen mitzuwirken. Die bekanntesten Rollen des wandlungsfähigen Mimen sind wohl die des Priesters im Horrorklassiker "Der Exorzist" und des legendären Bond-Bösewichts Blofeld im Sean-Connery-Bond "Sag niemals nie". Seine bisher wohl stärkste darstellerische Leistung ist die im dänisch-schwedischen Drama "Pelle der Eroberer", in dem er als schicksalsgebeutelter Vater brillierte und dafür auch eine Oscar-Nominierung als bester Hauptdarsteller erhielt. Damit ist von Sydow der bis heute einzige skandinavische Schauspieler, der für einen Oscar in der Kategorie "Bester Hauptdarsteller" nominiert wurde.

Im weiteren Verlauf seiner Karriere überzeugte von Sydow auch immer wieder in Actionfilmen, wie "Judge Dread", "Minority Report" oder "Rush Hour 3", gleichzeitig aber auch in anspruchsvollen Dramen, wie "Schnee, der auf Zedern fällt" und "Schmetterling und Taucherglocke". In der dritten Staffel der Serie "Die Tudors" zeigte von Sydow dann auch sein Können auf dem kleinen Bildschirm. Trotz seines gehobenen Alters schraubt von Sydow sein Arbeitspensum aber weiterhin nicht herunter: So war in den letzten Jahren in den Filmen "Shutter Island", "Robin Hood" und "Wolfman" zu sehen. Für seine Rolle in der Romanverfilmung "Extrem laut und unglaublich nah", erhielt er dann im Jahr 2012 seine zweite Oscar-Nominierung in der Kategorie "Bester Nebendarsteller" und das, obwohl er im ganzen Film kein einziges Wort spricht. Ein Umstand, der eindeutig für das außergewöhnliche darstellerische Talent des Max von Sydow spricht, von dem immer noch viel zu erwarten ist.

Moritz Stock - myFanbase

Ausgewählte Filmographie (Schauspieler)

2016Victrix als Abbot Lucan
Originaltitel: Victrix
2016Game of Thrones (TV)
Originaltitel: Game of Thrones (TV)
2011Extrem laut und unglaublich nah als The Renter
Originaltitel: Extremely Loud & Incredibly Close
2010Shutter Island als Dr. Naehring
Originaltitel: Shutter Island
2009Die Tudors (TV) als Cardinal Von Waldburg
Originaltitel: The Tudors (TV)
2007Rush Hour 3 als Reynard
Originaltitel: Rush Hour 3
2007Schmetterling und Taucherglocke als Papinou
Originaltitel: Le scaphandre et le papillon
2002Minority Report als Director Lamar Burgess
Originaltitel: Minority Report
1987Pelle der Eroberer als Lassefar
Originaltitel: Pelle the Conqueror
1983Sag niemals nie als Ernst Stavro Blofeld
Originaltitel: Never Say Never Again