Bewertung: 8

Review: #4.06 Die Gezeichneten

Diese Episode dreht sich zur Abwechslung mal wieder um einen originalen 4400 und nicht um einen P-Positiven. Das finde ich durchaus sehr gut, denn trotz aller Entwicklungen dürfen die Ursprünge der Serie nicht außer Acht gelassen werden, zumal Shawn ja die 4400 repräsentiert und es daher nicht schaden kann, hin und wieder einige davon zu zeigen.

Dieser 4400 namens Curtis Peck verfügt über eine Fähigkeit, die ich sehr interessant finde. Er dreht Filme, die brisante Wahrheiten enthüllen, wie beispielsweise die Existenz der Markierten. Eine solche Fähigkeit sieht man, im Gegensatz zu Telekinese, Telepathie oder Heilkräfte, nicht gerade häufig in Serien oder Filmen, so dass hier durchaus eine originelle Idee entwickelt wurde. Curtis’ Trailer, in dem die Geschichte der Markierten kurz zusammengefasst wird, ist sehr gut gemacht. Normalerweise zeichnet sich die Serie "4400 – Die Rückkehrer" ja nicht unbedingt durch Humor aus, aber dieser Trailer bietet einige Szenen, bei denen ich wirklich schmunzeln musste. Die Schauspieler in Curtis’ filmischen Werken sind so richtig schön schlecht und die Charaktere herrlich überzeichnet.

Mit den Markierten wurde nun also eine dritte Kraft ins Spiel gebracht, die zwar zahlenmäßig weit unterlegen scheint, aber Macht und Einfluss besitzt. Somit haben wir jetzt die 4400, die P-Positiven und die Markierten, sowie natürlich die normalen Menschen. Wer wird gewinnen? Werden sich einige der Seiten zusammenschließen und wenn ja, welche? Auf jeden Fall erleben wir einen spannenden Familienkrieg: Tom ist nun ein Markierter, sein Sohn Kyle ein P-Positiver und sein Neffe Shawn ein 4400. Dann sind da noch Toms Kollegen und Freunde, allen voran Diana, die zu den normalen Menschen gehören. Spannender könnte es kaum sein.

Etwas negativ aufgefallen ist mir in dieser Episode die gute Meghan, die sich ziemlich dämlich anstellt und den Eindruck macht, als würde sie überhaupt nichts kapieren. Sie nimmt die Bedrohung durch die Markierten kein bisschen ernst und steht eigentlich nur im Weg rum. Soweit ich weiß, wurde der Charakter Meghan eingeführt, da ihre Vorgängerin Nina nicht genug Persönlichkeit gehabt haben soll, doch immerhin war Nina immer eine starke, selbstbewusste Frau, die keine Bedrohung unterschätzt und Tom und Diana nie in die Quere gekommen ist. Meghan dagegen wirkt wie das fünfte Rad am Wagen. Nur weil wir gesehen haben, dass Meghan einen kranken Vater hatte, den Shawn geheilt hat, besitzt sie nicht gleich mehr Persönlichkeit und Charme. Im Moment scheinen Meghans einzige "Vorteile" gegenüber Nina zu sein, dass sie jünger und hübscher ist. Bitte, wir sind hier doch nicht in einer Soap Opera! Ich glaube, ich will Nina zurück.

Maret Hosemann - myFanbase

Diese Episode ansehen:


Vorherige ReviewÜbersichtNächste Review

Diskussion zu dieser Episode

Du kannst hier mit anderen Fans von "4400 - Die Rückkehrer" über die Folge #4.06 Die Gezeichneten diskutieren.